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Report Investor: Daimler Benz AG - Geschäftsbericht 2010

Konzernabschluss | Konzernanhang | 185 Die Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensions- und ähnlichen Verpflichtungen bzw. die erwarteten Vermögenserträge der Planvermögen werden in den Zinsaufwendungen bzw. den Zinserträgen ausgewiesen. Die Tilgung der versicherungsmathe- matischen Gewinne und Verluste ist ebenfalls in diesen Posten enthalten. Die übrigen Aufwendungen infolge der Gewährung von Pensionszusagen und anderen ähnlichen Versorgungsleistungen werden in den Funktionskosten in der Konzern-Gewinn- und Ver- lustrechnung berücksichtigt. Gewinne oder Verluste aus der Kürzung oder Abgeltung eines leistungsorientierten Plans werden zum Zeitpunkt der Kürzung oder Abgeltung erfolgswirksam erfasst. Rückstellungen für sonstige Risiken und Eventualverbind- lichkeiten. Rückstellungen werden gebildet, wenn eine Verpflichtung gegenüber Dritten besteht und wenn der Ressour- cenabfluss wahrscheinlich und die voraussichtliche Verpflich- tung zuverlässig schätzbar sind. Rückstellungen mit einer ursprünglichen Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt. Für Restrukturierungsmaßnahmen werden Rückstellungen gebildet, wenn mit der Umsetzung eines detaillierten und formel- len Plans begonnen wurde oder dieser bereits kommuniziert wurde. Rückstellungen werden regelmäßig überprüft und bei neuen Erkenntnissen oder geänderten Umständen angepasst. Die Rückstellung für Gewährleistungen wird im Zeitpunkt des Verkaufs der Produkte, bei Beginn eines Leasingvertrags oder bei Initiierung neuer Garantiemaßnahmen gebildet. Die Bewertung von passivierten Garantieaufwendungen basiert vorrangig auf historischen Erfahrungswerten. Daimler berücksichtigt Verpflichtungen aus dem Abgang von Sachanlagen mit ihrem beizulegenden Zeitwert ab der Periode, in der die Verpflichtung begründet wird. Restrukturierungsrückstellungen werden gebildet, wenn die Maßnahmen den Umfang oder die Art der Ausführung der Ge- schäftstätigkeit eines Segments oder einer Geschäftseinheit wesentlich verändern. In den überwiegenden Fällen entstehen Restrukturierungsaufwendungen im Zusammenhang mit Leistungen anlässlich der Beendigung von Arbeitsverhältnissen und für Ausgleichsleistungen an Händler und Lieferanten. Aktienorientierte Vergütung. Die aktienorientierte Vergütung umfasst verbindlichkeitsbasierte Vergütungspläne, deren Aus- gleich durch Geldzahlungen erfolgt, sowie eigenkapitalbasierte Vergütungspläne, deren Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente erfolgt. Kompensation der Risiken aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts oder der Zahlungsströme in Bezug auf das abgesicherte Risiko als in hohem Maße wirksam eingeschätzt und regelmäßig dahingehend untersucht, ob sie während der gesamten Berichts- periode, für die sie designiert waren, hocheffektiv waren. Zeitwertänderungen der Derivate werden regelmäßig im Ergebnis oder im Eigenkapital als Bestandteil der übrigen Rücklagen berücksichtigt, je nachdem, ob es sich bei den Sicherungsbezie- hungen um Fair Value Hedges oder Cash Flow Hedges handelt. Bei Fair Value Hedges werden die Veränderungen der Marktbe- wertung derivativer Finanzinstrumente und der dazugehörigen Grundgeschäfte ergebniswirksam erfasst. Die Zeitwertverände- rungen von derivativen Finanzinstrumenten, die einem Cash Flow Hedge zugeordnet sind, werden in Höhe des hedge-effektiven Teils nach Steuern zunächst erfolgsneutral in den übrigen Rück- lagen berücksichtigt. Die Umbuchung in die Gewinn- und Verlust- rechnung erfolgt zeitgleich mit der Ergebniswirkung der ab- gesicherten Grundgeschäfte. Die hedge-ineffektiven Anteile der Zeitwertveränderungen werden unmittelbar im Ergebnis berücksichtigt. Werden derivative Finanzinstrumente nicht oder nicht mehr in ein Hedge Accounting einbezogen, weil die Voraussetzungen für ein Hedge Accounting nicht oder nicht mehr erfüllt sind, werden diese als zu Handelszwecken gehalten eingestuft. Pensionen und ähnliche Verpflichtungen. Die Bewertung von leistungsorientierten Pensionszusagen und anderen ähnlichen Versorgungsleistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses (Gesundheitsfürsorgeleistungen) erfolgt gemäß IAS 19 »Employee Benefits« nach der »Projected Unit Credit Method«. Abweichungen zwischen den getroffenen Annahmen und den tatsächlich eingetretenen Entwicklungen sowie Änderungen der Annahmen für die Bewertung leistungsorientierter Pensionspläne und ähnlicher Verpflichtungen führen zu versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten, die grundsätzlich in zukünftigen Peri- oden zu tilgen sind. Die Tilgung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste, die ab dem 1. Januar 2005 angefallen sind, erfolgt gemäß der »Korridormethode«. Hiernach erfolgt eine anteilige erfolgswirksame Tilgung der versicherungsmathe- matischen Gewinne und Verluste für das folgende Jahr, wenn die unberücksichtigten Gewinne und Verluste 10% des höheren Betrags von (1) der Verpflichtung aus dem leistungsorientierten Plan oder (2) dem beizulegenden Zeitwert des entsprechenden Planvermögens überschreiten. In diesem Fall ermittelt sich der ergebniswirksam zu berücksichtigende Tilgungsbetrag aus dem übersteigenden Betrag dividiert durch die durchschnittliche Restdienstzeit der aktiven Mitarbeiter.