
Lagebericht | Ertragslage | 85 2,3 Mrd. € für den Umweltschutz. Auch im Jahr 2010 haben wir mit Nachdruck das Ziel verfolgt, die Ressourcen zu schonen und alle relevanten Emissionen zu reduzieren. Von der Fahrzeug- entwicklung über die Produktion bis hin zu Recycling und umwelt- schonender Entsorgung haben wir dabei die Auswirkungen aller Prozesse im Blick. Im Jahr 2010 haben wir unsere Aufwendungen für den Umweltschutz um 8% auf 2,3 Mrd. € gesteigert. Umfangreiche Maßnahmen zum Umweltschutz in der Produk- tion. Mithilfe umweltschonender Produktionsverfahren ist es uns gelungen den Energieverbrauch und die CO2-Emissionen der Werke, die produktionsbedingten Lösemittelemissionen, Lärm- belastung und Geräuschemissionen in den zurückliegenden Jahren bei einem vergleichbaren Produktionsvolumen kontinuierlich zu verringern. So sank der Energieverbrauch im Zeitraum von 2005 bis 2010 um 5,7% auf 10,3 Mio. Megawattstunden. Die CO2-Emis- sionen gingen im gleichen Zeitraum um 3,0% auf insgesamt 3,7 Mio. Tonnen zurück. Im Vergleich zum Jahr 2009 sind sowohl der Energieverbrauch als auch die CO2-Emissionen im Berichts- jahr um 16% bzw.18% angestiegen. Dies ist jedoch ausschließlich auf das im Vorjahr außergewöhnlich niedrige Produktionsvolumen aufgrund der weltweiten Absatzkrise zurückzuführen. Aussage- kräftiger ist der Vergleich zum Jahr 2008: Beim Energieverbrauch war hier, trotz der neuen zusätzlichen Erfassung des produktions- bedingten Kraftstoffverbrauchs, ein Rückgang um 5,9% und bei den CO2-Emissionen um 4,6% zu verzeichnen. Ohne diese Neu- erfassung betrug der Rückgang des Energieverbrauchs sogar 6,6% und der CO2-Emissionen 4,7%. Durch ressourcenschonende Techniken, wie zum Beispiel Kreislaufsysteme, konnte der Wasser- verbrauch zwischen den Jahren 2005 und 2010 um 10,5% gesenkt werden. Auch der Wasserbrauch war zwar im Berichtsjahr um 18% höher als im Ausnahmejahr 2009, im Vergleich zum Jahr 2008 war er jedoch um 10,1% niedriger. In der Abfallwirtschaft lautet unser Leitsatz: Vermeiden und ver- werten sind besser als beseitigen. Innovative technische Verfahren und eine umweltgerechte Produktionsplanung ermöglichen es uns, die Abfallmenge stetig zu reduzieren. Insgesamt verringerte sich die gesamte produktionsbedingte Abfallmenge zwischen 2005 und 2010 um 13% auf 1,0 Mio. Tonnen. Auch hier war im Jahr 2010 – einhergehend mit den deutlich gestiegenen Produk- tionsumfängen – gegenüber dem Vorjahr ein Anstieg um 27% zu verzeichnen. Im aussagekräftigeren Vergleich mit dem Jahr 2008 ergibt sich hingegen ein Rückgang um 10%. Die genannten Angaben für das Jahr 2010 beziehen sich auf eine Hochrechnung der Umweltdaten für das Jahr 2010; die genauen Größen werden wir mit dem neuen Nachhaltigkeitsbericht im April 2011 veröffent- lichen. Um unsere Aktivitäten im Umweltschutz zielgerichtet voranzu- treiben, setzen wir auf umfassende Umweltmanagementsysteme: Mehr als 98% unserer Beschäftigten weltweit arbeiten heute in Werken, deren Umweltmanagementsysteme nach den Umwelt- normen ISO 14001 beziehungsweise EMAS zertifiziert sind.