Report-Investor: Demag Cranes AG - Geschäftsbericht 2008 2009

Konzernlagebericht 55Geschäftsbericht 2008/2009 Konzernlagebericht Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Ertragslage Das Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) lag im Berichtszeitraum bei 13,2 Mio. EUR im Vergleich zu 135,8 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2007/2008. Diese Entwicklung spiegelt die negativen Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise auf das Ergebnis des Demag Cranes Konzerns klar wider. Der Rückgang resultiert zum einen aus der Unterauslastung unserer Fabriken. Zum anderen sind im EBIT Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 49,1 Mio. EUR und andere operative Anpassungen in Höhe von 5,3 Mio. EUR enthalten. Davon entfallen Abfindungskosten in Höhe von 3,7 Mio. EUR auf das Ausscheiden des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Harald J. Joos zum 31. März 2009. Der Vorstand verwendet zur Steuerung des Konzerns als Kerngröße das operative EBIT. Bei der Berechnung des operativen EBIT werden insbesondere Effekte von Abschreibungen auf Zeitwertdifferenzen, die sich als Folge der Übernahme von Vermögenswerten aus Unternehmenszusammenschlüssen zum beizulegen- den Zeitwert ergeben, wieder eliminiert. Des Weiteren werden Einmaleffekte wie z.B. Abfindungen und Restrukturierungskosten herausgerechnet. Das operative EBIT betrug im Geschäftsjahr 2008/2009 67,6 Mio. EUR, während es im Vorjahr noch bei 137,5 Mio. EUR lag. Grundsätzlich fokussieren wir uns auf die effiziente Auslastung unserer Fabriken. Vor dem Hintergrund des rückläufigen Auftragseingangs und Umsatzes konzentrieren wir uns jedoch gerade jetzt auf die Optimierung des Nettoumlaufvermögens und des Cashflows. Deshalb akzeptieren wir eventuelle tem- poräre Unterauslastungen in den Produktionsstätten, die sich negativ auf das EBIT auswirken. Im Mai dieses Jahres haben wir ein Restrukturierungsprogramm kommuniziert, das genau an diesen Punkten ansetzt und die Gewinnschwellen in allen Segmenten absenkt. Dies wird über eine deutliche Reduzierung der fixen und variablen Kosten in den beiden Geschäftssegmenten Industriekrane und Hafentechnologie erreicht. Das Pro- gramm hat ein adressiertes Einsparvolumen von bis zu 60 Mio. EUR mit konkreten Maßnahmenpaketen zur nachhaltigen Sicherung der wirtschaftlichen Stabilität des Konzerns. Daneben haben wir uns zum Ziel gesetzt, die gesamte Organisation weiter zu verzahnen und so z.B. die Shared-Services-Bereiche gruppeneinheitlich zu steuern. Dies betrifft Bereiche wie z.B. IT, Personal oder Einkauf. Durch diese Maßnahmen beabsichtigen wir, der unsicheren Marktlage und der Erwartungshaltung, dass die Krise in unserer Industrie noch länger andauern könnte, durch eine weitere Flexibilisierung der Kapazitäten entgegenzuwirken. Die Verhandlungen über den Interessenausgleich und den Sozialplan im Rahmen des Restrukturierungs- prozesses haben wir für das Segment Hafentechnologie bereits Anfang Juli abgeschlossen. Die Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern des Betriebsrats in den anderen Konzernbereichen konn- ten am 23. Oktober 2009 erfolgreich beendet werden. Weiter gehende Informationen hierzu finden Sie im Nachtragsbericht.

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