Report-Investor: Deutsche Bank AG - Geschäftsbericht 2009

01 Lagebericht Risikobericht 47 Das höchste Gremium für Fragen zu Reputationsrisiken ist das Group Reputational Risk Committee (GRRC). Es ist ein ständiger Unterausschuss des Risk Executive Committee und wird vom Chief Risk Officer geleitet. Das GRRC prüft und entscheidet alle das Reputationsrisiko betreffenden Fragen, deren Eskalation von der Geschäftsleitung und dem Regional Management als notwendig erachtet wird oder aufgrund anderer Kon- zernrichtlinien und -verfahren erforderlich ist. Allgemeines Geschäftsrisiko Das allgemeine Geschäftsrisiko bezeichnet das Risiko, das aufgrund von Veränderungen der generellen wirt- schaftlichen Rahmenbedingungen entsteht. Dazu gehören beispielsweise das Marktumfeld, das Kundenver- halten und der technische Fortschritt. Wenn wir uns nicht rechtzeitig auf veränderte Bedingungen einstellen, können diese unsere Geschäftsergebnisse beeinträchtigen. Versicherungsrisiko Unser Versicherungsrisiko erhöhte sich in 2007 durch die Akquisition von Abbey Life Assurance Company Limited und unsere in 2006 eingegangene Beteiligung an Paternoster Limited, einem regulierten Versiche- rungsunternehmen. Wir sind insbesondere folgenden versicherungsbezogenen Risiken ausgesetzt: — Sterblichkeits- und Invaliditätsrisiken – Das Risiko, dass die Anzahl der Versicherungsansprüche aus Todesfällen höher oder niedriger als erwartet ist und ein oder mehrere umfangreiche Ansprüche geltend gemacht werden. Ferner auch das Risiko, dass die Anzahl der Ansprüche wegen Berufsunfähigkeit die Erwartungen übersteigt oder unterschreitet. Wir sind bestrebt, diese Risiken durch Rückversicherungsver- träge sowie ermessensabhängige Gebühren zu reduzieren. Wir überprüfen die Sterblichkeits- und Invali- ditätsraten jährlich. — Langlebigkeitsrisiko – Das Risiko, dass die Lebenserwartung schneller oder langsamer steigt als ange- nommen und sich sowohl auf gegenwärtige als auch zukünftige Rentenzahlungen auswirkt. Wir beobach- ten dieses Risiko unter Berücksichtigung der neuesten externen Branchenkennzahlen und aufkommender Trends. — Kostenrisiko – Das Risiko, dass die Verwaltung von Versicherungsverträgen höhere oder niedrigere Kosten als erwartet verursacht. Diese Kosten überwachen wir durch einen Vergleich der tatsächlich ent- standenen Kosten mit dem Budget. Wir untersuchen die Gründe für wesentliche Abweichungen von den Erwartungen und ergreifen Abhilfemaßnahmen. Wir reduzieren das Kostenrisiko auch durch eine bis 2010 getroffene und mit einer Option für zwei weitere Jahre versehene Outsourcingvereinbarung, die sich auf die Verwaltung der Verträge bezieht. — Bestandsrisiko – Das Risiko, dass der Prozentsatz der stornierten Verträge höher oder niedriger als erwartet ist. Wir bewerten unsere Bestandsraten jährlich unter Berücksichtigung entsprechender Risiko- faktoren. Für die zukünftige Bemessung der Verbindlichkeiten vergleichen wir die tatsächlichen Ansprüche sowie den Versicherungsbestand mit den zugrunde gelegten Annahmen und modifizieren unsere Annahmen. Tatsäch- liche Erfahrungswerte können von Schätzungen abweichen. Dies gilt umso mehr, je weiter in die Zukunft prognostiziert wird. Der Wert der Verbindlichkeiten wird mindestens jährlich überprüft.

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