Report-Investor: Deutsche Bank AG - Geschäftsbericht 2009

02 Konzernabschluss Anhangangaben zur Bilanz 217 Handelsaktiva, die im Geschäftsjahr 2008 umklassifiziert wurden, trugen vor ihrer Umgliederung mit einem Fair-Value-Verlust in Höhe von 1,8 Mrd € zur Gewinn-und-Verlust-Rechnung des Konzerns für das Geschäfts- jahr 2008 bei. Im Geschäftsjahr 2007 betrug dieser Fair-Value-Verlust 613 Mio €. Vor der Umgliederung entstandene Wertminderungsverluste aus zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerten, die im Geschäfts- jahr 2008 umklassifiziert wurden, beliefen sich auf 174 Mio € und wurden in der Gewinn-und-Verlust- Rechnung des Konzerns für das Geschäftsjahr 2008 berücksichtigt. Aus diesen Vermögenswerten waren vor der Umgliederung im Geschäftsjahr 2008 zusätzliche unrealisierte Fair-Value-Verluste in Höhe von 736 Mio € entstanden, die im Eigenkapital berücksichtigt wurden. Im Geschäftsjahr 2007 wurden unrealisierte Fair- Value-Verluste in Höhe von 275 Mio € im Eigenkapital berücksichtigt. Zu den jeweiligen Umbuchungsstichtagen beliefen sich die direkt im Eigenkapital ausgewiesenen unrealisier- ten Fair-Value-Verluste, die auf im Geschäftsjahr 2008 umklassifizierte Vermögenswerte entfielen, auf 1,1 Mrd €. Dieser Betrag wird aus der Eigenkapitalposition unter Anwendung der Effektivzinsmethode aufgelöst und ergebniswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Liegt eine Wertminderung eines umklassifi- zierten Vermögenswerts vor, wird der auf diesen Vermögenswert entfallende im Eigenkapital ausgewiesene Betrag zum Zeitpunkt der Wertminderung aufgelöst und ergebniswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung berücksichtigt. [13] Zum Fair Value bewertete Finanzinstrumente Bewertungsmethoden und Kontrolle Der Konzern verfügt über ein etabliertes Kontrollsystem im Rahmen des Bewertungsprozesses, welches interne Kontrollstandards, -methoden und -verfahren enthält. In aktiven Märkten notierte Preise: Der Fair Value von in aktiven Märkten notierten Finanzinstrumenten wird auf Grundlage von Preisnotierungen ermittelt, sofern diese im Rahmen von regelmäßigen und aktuellen Transaktionen verwendete Preise darstellen. Bewertungsverfahren: Der Konzern verwendet Bewertungsverfahren für die Ermittlung des Fair Value von Finanzinstrumenten, sofern keine in aktiven Märkten notierten Preise verfügbar sind. Zu den für die Bewer- tung von Finanzinstrumenten verwendeten Verfahren gehören Modellierungstechniken, die Anwendung indikativer Preisangaben für ähnliche Instrumente, Preisangaben aus weniger aktuellen und regelmäßigen Transaktionen sowie Kursgebote von Brokern. Für einige Finanzinstrumente liegt statt eines Preises eine Kursnotierung oder ein sonstiger notierter Parame- ter vor. In solchen Fällen wird für die Ermittlung des Fair Value der Marktkurs oder Parameter als Eingangs- größe in einem Bewertungsmodell verwendet. Für einige Finanzinstrumente werden branchenübliche Model- lierungstechniken wie die Discounted-Cashflow-Analyse und gängige Optionspreismodelle wie das Black- Scholes-Modell verwendet. Diese Modelle sind abhängig von geschätzten zukünftigen Cashflows, Diskontie- rungsfaktoren und der Volatilität. Für komplexere oder einzigartige Finanzinstrumente werden differenziertere Modellierungstechniken, Annahmen und Parameter, einschließlich Korrelationen, Annahmen über vorzeitige Tilgungsgeschwindigkeiten, Ausfallraten und die Höhe der Verluste, benötigt.

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