Report-Investor: Deutsche Börse AG - Geschäftsbericht 2009

Konzernanhang 129 Mit Wirkung zum 6. März 2009 wurde The Clearing Corporation Inc. auf die ICE U.S. Trust Holding Company LP verschmolzen. Die U.S. Exchange Holdings, Inc. hält seither 6,3 Prozent der Anteile an der ICE U.S. Trust Holding Company LP. Die Gesellschaft wird seit dem Zeitpunkt der Verschmelzung zu Anschaffungskosten bilanziert. Die bisher voll in den Konzernabschluss einbezogene Scoach Holding S.A. wurde mit Wirkung zum 31. Dezember 2009 entkonsolidiert und als assoziiertes Unternehmen eingestuft, da die Kontrolle des Unternehmens durch die Deutsche Börse AG nicht mehr gegeben ist. Seitdem wird die Scoach Holding S.A. von der Deutsche Börse AG und der SIX Swiss Exchange AG als Gemeinschaftsunternehmen im Sinne des IAS 31 geführt und nach der Equity-Methode bilanziert. Mit Wirkung zum 29. Dezember 2009 gründeten die Deutsche Börse AG und die SIX Swiss Exchange AG die Indexium AG, Zürich, Schweiz, an der die Deutsche Börse AG 49,9 Prozent der Anteile hält. Das Unternehmen wird als assoziiert eingestuft und nach der Equity-Methode bilanziert. Der bisher unter den assoziierten Unternehmen ausgewiesene Geschäftsanteil der Deutsche Börse AG an der FDS Finanz-Daten-Systeme GmbH & Co. KG in Höhe von 50,0 Prozent wurde mit Wirkung zum 31. Dezember 2009 für einen Kaufpreis von 1,2 Mio.€ veräußert. 3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Millionen Euro (Mio.€) angegeben. Den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen liegen die im Folgenden dargestellten konzernweiten Bilanzierungs- und Bewer- tungsgrundsätze auf der Basis von IFRS zugrunde. Die Einzelabschlüsse der assoziierten Unternehmen wurden aus Wesentlichkeitsgründen nicht an die konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungs- regeln angepasst. Erfassung von Erlösen und Aufwendungen Die Handels-, Clearing- und Settlemententgelte werden am Handelstag als Umsatzerlöse erfasst und monatlich abgerechnet. Depotverwahrungserlöse sowie Erlöse für die Systementwicklung und den Sys- tembetrieb werden grundsätzlich zeitanteilig erfasst und monatlich abgerechnet. Kursvermarktungserlöse werden monatlich abgerechnet. Entgelte, die den Handelsteilnehmern in Zusammenhang mit Aufwen- dungen der International Securities Exchange, LLC für die Regulierung durch die U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) weiter belastet werden, werden am Erfüllungstag erfasst. Die International Securities Exchange, LLC erzielt Marktdatenumsätze aus dem Vertrieb von Handels- und Quotierungsinformationen für Optionspapiere über die US-amerikanische Option Price Reporting Authority (OPRA, Regulierungsbehörde, die für die Verteilung von Umsatzerlösen aus Marktdaten unter den US-Optionsbörsen zuständig ist). Nach den aufsichtsrechtlichen Bestimmungen der SEC sind US- Börsen verpflichtet, der OPRA Informationen über Handelsumsätze und Quotierungen bereitzustellen. Gemäß ihrem Anteil an qualifizierten Handelsumsätzen in Optionspapieren bezieht die International Securities Exchange, LLC einen Teil des Ertrags des Branchenverbands der US-Optionsbörsen. Die Er- löse werden am jeweiligen Handelstag ermittelt und quartalsweise eingezogen. Erlösschmälerungen werden grundsätzlich von den Umsatzerlösen abgesetzt. Sofern sie die zugehörigen Umsatzerlöse übersteigen, werden sie als Aufwand erfasst. Die Prämieneinnahmen und zugehörigen Abschlusskosten der Risk Transfer Re S.A. aus Rückversiche- rungsverträgen werden über die Laufzeit der Verträge erfasst. Die Aktivitäten dieser Gesellschaft sind für den Konzernjahresabschluss der Gruppe Deutsche Börse nicht wesentlich.

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