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Report Investor: Deutsche Börse AG - Geschäftsbericht 2010

Konzernlagebericht 115 einem Zinsdeckungsgrad von 16,8 erreicht. Diesem Wert liegt ein relevanter Zinsaufwand von 72,8 Mio.€ und ein EBITDA, bereinigt um Kosten für Effizienzprogramme, von 1.221,2 Mio.€ zugrunde. Um den Zinsdeckungsgrad zu stärken, hat die Gruppe bis zum 31. Dezember 2010 insgesamt 93 Mio.€ nominal der 2008 emittierten Hybrid- anleihe am Markt zurückgekauft, den größten Teil davon im zweiten Quartal 2010. Diese Maßnahme reduziert die Zinsbelastung und verbessert den Zinsdeckungsgrad. Für die Berechnung der Zinsdeckung werden u.a. die Zinsaufwendungen zur Finanzierung der Gruppe Deutsche Börse herangezogen, abzüglich der Zinsaufwendungen der als Finanzinstitute qualifizierten Konzerngesellschaften. Zu diesen gehören die Clearstream Banking S.A., die Clearstream Banking AG und die Eurex Clearing AG. Aus der Zinsdeckung herausgerechnet werden Zinsaufwen- dungen, die nicht im Zusammenhang mit der Finanzie- rung stehen. Nicht bei der Berechnung der Zinsdeckung berücksichtigt werden 50 Prozent der Zinsaufwendungen auf die 2008 begebene Hybridanleihe, entsprechend dem angenommenen Eigenkapitalanteil der Hybridanleihe. Zinsdeckungsgrad der Gruppe Deutsche Börse Zinsaufwendungen aus Finanzierungstätigkeit Emissionsvolumen 2010 2009 Mio.€ Mio.€ Festverzinsliche Inhaber- schuldverschreibung 650 Mio.€ 33,0 33,0 Hybridanleihe 550 Mio.€ 18,31) 20,41) Privatplatzierung in US$ 460 Mio.US$ 21,3 19,6 Commercial Paper 35 Mio.€ (2010)/ 172 Mio.€ (2009)2) 0,2 3,3 Summe Zinsaufwendungen (inkl. 50 % des Hybrid- kupons) 72,8 76,3 EBITDA 1.221,2 1.206,9 Zinsdeckung3) 16,8 15,8 1) Um den angenommenen Eigenkapitalanteil der Hybridanleihe zu berücksichtigen, fließen nur 50 Prozent der Zinsaufwendungen für diese Anleihe in die Ermittlung der Zinsde- ckung ein. Die gesamten Zinsaufwendungen für die Hybridanleihe betrugen 36,6 Mio. € für 2010 bzw. 40,9 Mio. € für 2009. 2) Jahresdurchschnitt 3) EBITDA / Zinsaufwendungen aus Finanzierungstätigkeit (enthält nur 50 Prozent der Zinsen der Hybridanleihe) Die Deutsche Börse AG hat darüber hinaus öffentlich ihre Absicht erklärt, bestimmte weitere Kenngrößen einzuhal- ten, die nach ihrer Einschätzung mit einem Rating von AA vereinbar sind. So soll das so genannte Tangible Equity (Eigenkapital abzüglich immaterieller Vermögenswerte) der Clearstream International S.A. einen Wert von 700 Mio.€ nicht unterschreiten, das der Clearstream Banking S.A. einen Wert von 250 Mio.€. Von der Clearstream Banking S.A. an die Deutsche Börse AG ausgegebene Genussrechte in Höhe von 150 Mio.€ sollen beibehalten werden. Im Clearstream-Teilkonzern soll, sofern Finanzverbindlichkei- ten aus dem Nichtbankgeschäft bestehen, ein Zinsde- ckungsgrad von mindestens 25 aufrechterhalten werden. Relevante Kenngrößen 2010 2009 Tangible Equity Clearstream International S.A. (zum Bilanzstichtag) Mio.€ 798,5 798,0 Tangible Equity Clearstream Banking S.A.1) (zum Bilanzstichtag) Mio.€ 676,2 640,0 1) Inkl. 150,0 Mio. € durch Genussrechte, die die Clearstream Banking S.A. an die Deutsche Börse AG ausgegeben hat Dividende und Aktienrückkäufe Nachdem die Gruppe Deutsche Börse seit Auflage des Programms im Jahr 2005 bis Ende 2009 insgesamt rund 3,3 Mrd.€ in Form von Aktienrückkäufen und Dividenden an ihre Aktionäre ausgekehrt hatte, schüttete sie 2010 eine Dividende in Höhe von 390,5 Mio.€ für das Geschäftsjahr 2009 aus. Von den in den Jahren 2005 bis 2008 zurückgekauften rund 38,7 Mio. Aktien zog das Unternehmen insgesamt rund 28,6 Mio. Aktien ein. Weitere 1,0 Mio. Aktien erwar- ben Mitarbeiter im Rahmen des Mitarbeiterbeteiligungs- programms (siehe Erläuterung 45 des Konzernanhangs). Die verbleibenden rund 9,1 Mio. Aktien befanden sich zum 31. Dezember 2010 im Eigenbestand des Unternehmens. Für das Geschäftsjahr 2010 schlägt die Deutsche Börse AG der Hauptversammlung vor, eine Dividende von 2,10€ je Stückaktie zu zahlen (2009: 2,10€). Gemäß diesem Vorschlag beträgt die Ausschüttungsquote, bereinigt um die Kosten für Effizienzprogramme und den ISE-Wert- minderungsaufwand, 54 Prozent des Konzern-Jahres- überschusses (2009: 56 Prozent, bereinigt um den ISE- Wertminderungsaufwand). Bei 185,9 Mio. ausstehenden Aktien, die zum Ende des Geschäftsjahres 2010 dividen- denberechtigt waren, ergäbe sich damit eine Ausschüt- tungssumme von 390,7 Mio.€ (2009: 390,5 Mio.€).