
Brief an die Aktionäre Sehr geehrte Damen und Herren, das Jahr 2010 war ein gutes Jahr für die deutsche Wirt schaft, und auch Ihr Unternehmen, die Deutsche Börse AG, konnte wieder auf den Wachstumspfad zurückkehren. Die deutsche Wirtschaft hat sich als Wachstumsmotor Europas bewährt, und die Konjunktur hat so kräftig ange zogen wie sonst nur in den aufstrebenden Teilen der Welt. An den Kapitalmärkten allerdings spürten die Teilnehmer unverändert Unsicherheit. Diese gegenläufigen Entwicklun gen prägten das Umfeld der Deutschen Börse im vergange nen Jahr: einerseits Optimismus und Wiederaufschwung, andererseits anhaltende Unsicherheit. Fest steht aber: Wir haben bei wesentlichen Kennziffern zulegen können, und unsere strategische Weiterentwicklung bei gleich zeitiger Kosteneffizienz hat Wirkung gezeigt. Unser Aktienkurs – und damit der Wert Ihres Unterneh mens – hat im letzten Jahr um 11 Prozent eingebüßt und sich somit aufgrund der fortdauernden Unsicherheit nicht so entwickelt, wie wir das erhofft hatten. Zum Teil liegt dies an den Entwicklungen im USMarkt für Aktienoptionen, die bei unserem New Yorker Tochterunternehmen Internatio nal Securities Exchange (ISE) eine erneute Abschreibung erforderlich gemacht haben. Die Abschreibung auf die im materiellen Vermögenswerte der ISE geht zurück auf die nunmehr zwei Jahre andauernde Stagnation in diesem Markt, die anhaltend hohe Wettbewerbsintensität sowie auf weiterhin ausstehende regulatorische Genehmigungen für neue Funktionalitäten. Umgekehrt hat uns unsere immer globaler werdende Auf stellung neue Märkte zugänglich gemacht, insbesondere in Asien, aber auch in Mittel und Osteuropa sowie in Süd amerika. Ich nenne nur die Kooperation zwischen Eurex und der koreanischen Börse beim Handel eines Produkts auf den KOSPIFuture oder unsere Kooperation mit dem brasilianischen Zentralverwahrer CETIP beim Sicherheiten management. Wir haben das Jahr genutzt, um die Basis Frankfurt am Main, im März 2011