Maßstab des Handelns muss hier eine stetige und konsequente Haltung des Vermieters sein, kurzfristige Schnellschüsse machen keinen Sinn. So bleibt der Vermieter auch aus Sicht des Mieters berechenbar. Grundlage hierfür bilden neben den Umsatzmel- dungen des Mieters weitere betriebswirtschaftliche Daten, die der Mieter über seinen Steuerberater zur Verfügung stellt, und die einen Überblick über seine tatsächliche wirtschaftliche Situation zulassen müssen. Darüber hinaus muss das betroffene Konzept zukunftsfähig sein, die Entwicklung nur vorübergehend beein- trächtigt sein. Für den Fall eventuell notwendiger nachträglicher Änderungen werden ausgewogene Regelungen entwickelt, die bezüglich der Chancen und Risiken beiden Partnern gerecht werden. CHANCEN Doch auch wenn manche Maßnahmen im Einzelfall für einen Ein- zelhändler bitter sein können, stellen sie doch gleichzeitig auch eine Möglichkeit für neue Marktteilnehmer dar, die auf diese Weise auf Flächen in Bestandsobjekten angesiedelt werden können, die unter anderen Umständen über Jahre hinaus belegt gewesen wären. Des einen Leid, des anderen Chance. Durch die zunehmende Vertikalisierung und Internationalisierung ergeben sich für innovative Konzepte derzeit ungeahnte Mög- lichkeiten, zu adäquaten Bedingungen neue Märkte außerhalb ihrer jeweiligen Heimatmärkte zu erschließen – und dies gerade bei Großflächen. Als aktuelle Beispiele können in diesem Zusammenhang gelten: Niedrig- oder Off-Price-Konzepte wie Primark und TK Maxx, trendige Modeanbieter wie Hollister, der centertaugliche Ableger der US-amerikanischen Kultmarke Abercrombie & Fitch, ange- sagte Anbieter mit weltweit wachsender Fangemeinde wie Apple oder auch die qualitätsorientierten Verbrauchermärkte von Migros aus der Schweiz. Sie alle lassen sich von den aktuellen Markt- daten nicht abschrecken, sondern erobern sich gerade jetzt neue Märkte. MARKTEINTRITTSPLATTFORM Für einen Vermieter, der ein umfangreiches, hochwertiges Stand- ortportfolio anbieten kann, wie es beispielsweise die 17 Standorte der Deutsche EuroShop darstellen, eröffnen sich hier interessante Ansätze für strategische Partnerschaften. Was könnte den Markt- eintritt eines neuen Konzepts stärker befördern als die vertrauens- volle Zusammenarbeit mit einem auf nachhaltigen und langfris- tigen Erfolg ausgerichteten Centerbetreiber, der gemeinsam mit dem Mieter die am besten geeigneten Standorte auswählt? Eine solch qualifizierte Plattform von Standorten bietet wichtige Skalen- effekte für professionelle Mieter. Noch dazu, wo es sich bei Standorten der Deutsche EuroShop um bestens eingeführte Objekte handelt, die mit ihrem Gesamtkonzept aus wegweisender Architektur, hervorragender Funktionalität, qualitativ hochwertigem Branchenmix, ausgewogener Mieter- struktur und professionellem Centermanagement genau die Art von Zusatznutzen bieten, die sie gerade in der Krise von sonstigen Angeboten am Vermietungsmarkt unterscheiden. BEISPIELE Die aktuell anstehenden Erweiterungen der Altmarkt-Galerie Dresden, des Main-Taunus-Zentrums oder des neu hinzugekom- menen A10 Centers dürfen hierfür als Belege dienen, denn sie erfreuen sich einer sehr regen Nachfrage bei potenziellen Mietern. Einige der oben erwähnten, innovativen neuen Konzepte werden Sie in diesen Objekten wiederfinden. Sie dürfen gespannt sein. Am Beispiel der Altmarkt-Galerie Dresden lässt sich die Entwick- lung eines erfolgreich gemanagten Centers gut ablesen: vom in der Chefetage manches Mietinteressenten im Zuge der Erstvermietung durchaus zurückhaltend beurteilten „Hinterhof-Standorts“ zum absoluten „Top-Performer“, in dem sich trotz der gerade im Bau befindlichen Erweiterung kaum genug Flächen schaffen lassen, um die Nachfrage befriedigen zu können. Auch hier zahlt sich eine nachhaltige Vermietungsstrategie aus, denn durch die Erwei- terung können die Stärken, wie zum Beispiel das individuelle und wertige Modeangebot, weiter ausgebaut sowie eventuelle Schwä- chen, wie zum Beispiel eine aus allen Nähten platzende Frische- zone, beseitigt werden. 100% MÖGLICH Was unterscheidet nun also die Vermietung in sogenannten „schwierigen“ Zeiten von derjenigen in „leichten“ Zeiten, sofern es diese überhaupt je gegeben hat? Genau genommen nicht viel. Es ist sicherlich aufwändiger geworden, den richtigen Mietpartner für die jeweilige Fläche zum richtigen Zeitpunkt und mit adäquater Miete zu finden. Wo früher vielleicht einmal einige Telefonate und der Austausch von Detailinformationen per E-Mail für einen Mietvertragsabschluss ausreichend waren, sind heute häufig vier und mehr Verhandlungsrunden notwendig. Mit dem richtigen Produkt, einer gehörigen Portion Flexibilität (aller Beteiligten, nämlich Mieter, Vermieter und Eigentümer) und Fleiß lässt sich aber auch aktuell das Traumziel jedes Vermieters erreichen: der 100%ige Vermietungsstand! Die Center | 35
