Report-Investor: Deutsche Postbank AG - Geschäftsbericht 2009

105 Das Geschäftsjahr I Konzernabschluss I Notes Darlehen Bestandteil der Referenz-Pools von synthetischen Ver- briefungen sind bzw. dieses Kreditrisiko im Zusammenhang mit den RMBS-Transaktionen ausplatziert worden ist. Bei den das Kreditrisiko reduzierenden Credit Default Swaps handelt es sich ausschließlich um Finanzgarantien, die gemäß IAS 37 bilanziert bzw. erst im Zeitpunkt der Rückgriffsforderung bewertet werden. Bonitätsinduzierte Wertminderungen von Forderungen, die nicht ergeb- niswirksam zum Fair Value bewertet werden, werden separat in der Risikovorsorge erfasst und aktivisch abgesetzt. Der Buchwert von gesicherten Forderungen, für die Hedge Accounting angewandt wird, wird um die Gewinne und Verluste aus Schwankungen des Fair Value angepasst, die auf das gesicherte Risiko zurückzuführen sind. Agio- und Disagiobeträge inklusive der Anschaffungsnebenkosten werden über das Zinsergebnis ergebniswirksam erfasst. Abgegrenzte Zinsen auf Forderungen sowie Agien und Disagien werden mit den jeweiligen Forderungen unter den entsprechenden Bilanzposten aus- gewiesen. Agio- und Disagio-Beträge werden nach der Effektivzins- methode abgegrenzt. Die nach IFRS 7.6 geforderte Klassifizierung von Finanzinstrumenten nach Klassen ergibt sich bei der Postbank aus der Zuordnung der Kategorien von Finanzinstrumenten nach IAS 39 in Verbindung mit den entsprechenden Bilanzposten. Zur weiteren Erhöhung der Transparenz werden die Bilanzposten „Forderungen an Kreditinstitute“ (Note 17) und „Forderungen an Kunden“ (Note 18) differenziert nach Produktgruppen dargestellt. Darüber hinaus wird die betragsmäßig größte Klassenausprägung „Forderungen an Kunden – Loans and Receivables“ für die Note 20 „Risikovorsorge“ (IFRS 7.16) ebenfalls differenziert nach Produktgruppen dargestellt. Ein Abgang von Forderungen erfolgt, sobald die Mehrheit der wesent- lichen mit rechtlichem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen der finanziellen Vermögenswerte übertragen wurde. Eine Beschreibung der jeweils angewandten Bewertungsverfahren erfolgt in Note 42 „Beizulegende Zeitwerte von Finanzinstrumenten“. (c) Leasinggeschäfte Die Bilanzierung von Leasinggeschäften erfolgt gemäß IAS 17 und IFRIC 4. Leasingverhältnisse werden gemäß IAS 17 nach der Verteilung der wirtschaftlichen Chancen und Risiken aus dem Leasinggegenstand zwischen Leasinggeber und -nehmer beurteilt und entsprechend als Finanzierungs- oder Operating Leasing bilanziert. Als Leasingnehmer bei einem Finanzierungsleasing weist die Postbank den Leasinggegenstand in Höhe des zu Beginn des Leasingverhält- nisses beizulegenden Zeitwertes oder mit dem niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen im Sachanlagevermögen aus. Die zu leistenden Leasingzahlungen werden unter den Sonstigen Passiva in der Bilanz ausgewiesen. Die Abschreibungen auf die Leasinggegen- stände werden im Verwaltungsaufwand erfasst. Als Leasinggeber weist die Postbank bei einem Finanzierungsleasing die Forderung mit dem Nettoinvestitionswert unter den Forderungen an Kreditinstitute bzw. den Forderungen an Kunden aus. Die fälligen Leasingraten werden als Zinsertrag (ergebniswirksamer Ertragsanteil) erfasst sowie gegen den ausgewiesenen Forderungsbestand (erfolgs- neutraler Tilgungsanteil) gebucht. Die Postbank hat keine Finanzierungsleasingverhältnisse im Immo- bilienbereich. Die Leasingverträge für Mobilien sind in der Regel als Teilamortisationsverträge mit Andienungsrecht ausgestattet. Im Fall der Teilamortisationsverträge wird aufgrund der im Verhältnis zur betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer kürzeren Grundmietzeit nur ein Teil der Gesamtinvestitionskosten innerhalb der Grundmietzeit amortisiert. Beim Operating Leasing weist die Postbank als Leasingnehmer von Immobilien die geleisteten Leasingraten in voller Höhe als Miet- aufwand in den Verwaltungsaufwendungen aus. Als Leasinggeber beim Operating Leasing weist die Postbank das Leasingobjekt als Vermögenswert zu fortgeführten Anschaffungs- kosten in den Sachanlagen aus. Die in der Periode vereinnahmten Leasingraten werden unter den sonstigen Erträgen und die Abschrei- bungen auf die verleasten Objekte im Verwaltungsaufwand ausge- wiesen. (d) Risikovorsorge und Wertberichtigung Erkennbare Risiken aus dem Kreditgeschäft werden durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen (bzw. pauschalierte Einzelwertberichti- gungen) abgedeckt. Für eingetretene, aber noch nicht identifizierte Risiken werden darüber hinaus für Gruppen finanzieller Vermögens- werte mit vergleichbaren Ausfallrisikoprofilen Portfoliowertberichti- gungen gebildet, deren Höhe auf der Basis von Basel-II-Parametern (erwartete Verlustquoten und Ausfallwahrscheinlichkeiten) ermittelt wird. Die Risikovorsorge wird als separater Bilanzposten aktivisch abgesetzt. Sie beinhaltet die Wertberichtigung für Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden. Ein potenzieller Wertminderungsbedarf wird bei Vorliegen der Indika- toren Zahlungsverzug über einen bestimmten Zeitraum, Einleitung von Zwangsmaßnahmen, drohende Zahlungsunfähigkeit oder Über- schuldung, Beantragung oder Eröffnung eines Insolvenzverfahrens oder Scheitern von Sanierungsmaßnahmen angenommen. Der Bedarf für eine Wertberichtigung liegt vor, wenn der voraussicht- lich erzielbare Betrag (Estimated Recoverable Amount) eines finan- ziellen Vermögenswertes niedriger ist als der betreffende Buchwert, d.h., wenn ein Darlehen voraussichtlich (teilweise) uneinbringlich ist. Ist dies der Fall, so ist der Verlust für finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten (IAS 39.63) anzusetzen sind, entweder über eine indirekte Wertberichtigung (Risikovorsorge) oder eine Direktabschreibung ergebniswirksam abzubilden (IAS 39.63). Der erzielbare Betrag (Recoverable Amount) wird gemäß IAS 39.63ff. nach folgenden Methoden ermittelt: I Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows (Zins- und Tilgungszahlungen sowie Zahlungseingänge aus der Verwertung von Sicherheiten) aus dem finanziellen Vermögenswert. I Marktpreis, sofern für das Finanzinstrument ein beobachtbarer Marktpreis vorliegt, da die Marktbewertung das erhöhte Adressen- ausfallrisiko beinhaltet. Konzernabschluss 136 118 117 118 UnsereGeschäftsfelderAnunsereInvestorenWeitereInformationenAnunsereInvestorenUnsereGeschäftsfelderUnsereVerantwortungKonzernlageberichtKonzernabschluss

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