Report-Investor: Deutsche Postbank AG - Geschäftsbericht 2009

55 Das Geschäftsjahr I Konzernlagebericht I Bilanzentwicklung 55 50,6% nach 89,3% im Vorjahr lag. Entsprechend erhöhte sich die Eigenkapitalrendite vor Steuern von –2,2 % auf 8,1%. Übrige Das Ergebnis des Segments Übrige lag im Jahr 2009 bei –1.241 Mio €, was gegenüber dem Vorjahr eine Verbesserung um 633 Mio € bedeu- tet. In diesem Segment sind den sonstigen Geschäftsfeldern nicht direkt zuzuordnende Positionen, nicht verrechnete Kosten für Zentral- funktionen sowie das Ergebnis des Eigengeschäfts enthalten. Deshalb trägt es zu einem wesentlichen Teil die Belastungen aus der Finanz- marktkrise. Der Zinsüberschuss des Segments sank um 215 Mio € auf –496 Mio €. Der negative Zinsüberschuss resultiert u.a. aus Dispositionen von Anlage- und Handelsbeständen, Beiträgen aus dem Bilanzstruktur- management, dem bis einschließlich 2004 geltenden Transfer-Pricing- System sowie dem Erwerb der BHW Gruppe und des Filialvertriebs im Jahr 2006. Das Handelsergebnis des Segments verbesserte sich 2009 um 43 Mio € auf –282 Mio €. Wesentliche Belastungen des Handelsergebnisses resultieren aus der Bewertung von eingebetteten Derivaten in struk- turierten Kreditprodukten in Höhe von –468 Mio € (Vorjahr: –676 Mio €), davon –138 Mio € im vierten Quartal 2009. Zusätzlich erga- ben sich im Vorjahr Belastungen aus garantierten Schuldscheindar- lehen in Höhe von 133 Mio €. Positiv wirkte dagegen das Ergebnis aus dem Bilanzstrukturmanagement in Höhe von 100 Mio € (Vorjahr: 554 Mio €), das durch den Einsatz derivativer Instrumente entsteht. Das Finanzanlageergebnis des Segments lag bei –76 Mio € und damit um 819 Mio € besser als das von den Auswirkungen der Finanzmarkt- krise stark belastete Vorjahr. Das negative Ergebnis ist u.a. auf Wert- korrekturen auf strukturierte Kreditprodukte in Höhe von –90 Mio € (Vorjahr: –93 Mio €) zurückzuführen, von denen –49 Mio € auf das vierte Quartal 2009 entfallen. Darüber hinaus haben wir Impairments auf sonstige Schuldverschreibungen und Publikumsfonds in einem Volumen von –96 Mio € (Vorjahr: –204 Mio €) vorgenommen, davon betreffen –17 Mio € das vierte Quartal 2009. Zusätzlich entfiel im Vorjahr auf den kompletten Abbau unserer Aktienengagements ein Verlust von –581 Mio €. Der Provisionsüberschuss des Segments fiel um 9 Mio € auf –42 Mio €, sodass die Gesamterträge sich auf –896 Mio € beliefen, 638 Mio € mehr als im Jahr 2008. Der Verwaltungsaufwand des Segments verbesserte sich um 51 Mio € auf 922 Mio €. Hierin enthalten sind vor allem nicht direkt den ope- rativen Segmenten zuzuordnende Kosten der Zentralabteilungen in Höhe von –329 Mio € (Vorjahr: –240 Mio €). Diese Position erhöhte sich insbesondere aufgrund gestiegener Aufwendungen für die Ein- lagensicherung und Beiträge zum Pensionssicherungsverein. Ferner sind im Verwaltungsaufwand des Segments Service und IT-Leistungen mit einem Wert von –424 Mio € (Vorjahr: –456 Mio €) erfasst, die teilweise mit den operativen Geschäftsfeldern verrechnet und dem Segment Übrige in den Sonstigen Erträgen gutgeschrieben werden. Der Saldo der Sonstigen Erträge und Aufwendungen belief sich damit auf 577 Mio € nach 662 Mio € im Vorjahr. Konsolidierung Dieses im ersten Quartal 2009 neu eingeführte Segment bildet, wie bereits in vorausgegangenen Berichten erläutert, die internen Trans- aktionen zwischen den im Postbank Konzern konsolidierten Gesell- schaften ab. Es hat somit grundsätzlich ein ausgeglichenes Ergebnis. Wesentliche Konsolidierungen erfolgen im Provisionsüberschuss, wo wir vor allem die Leistungen für die Erbringung von Zahlungsver- kehrsdienstleistungen für die Postbank, die im Segment Transaction Banking erfolgswirksam vereinnahmt werden, korrigieren. Die Konsolidierungen summierten sich hier im Jahr 2009 auf –195 Mio € nach –212 Mio € im Vorjahr. Außerdem wurden im Verwaltungsaufwand Konsolidierungen in Höhe von 781 Mio € (Vorjahr: 799 Mio €) vorgenommen. Dies ist im Wesent- lichen auf die Leistungsverrechnung für konzernintern erbrachte Leistungen der IT und des Transaction Banking zurückzuführen. In der Position Saldo aus Aufwendungen und Erträgen wird im Wesent- lichen der Ertrag aus intern in Rechnung gestellten IT-Leistungen her- auskonsolidiert, der im Segment Übrige in der gleichen Position als sonstiger Ertrag enthalten ist. I Bilanzentwicklung Bilanzsumme Die Bilanzsumme der Postbank ging gegenüber dem 31. Dezember 2008 um rund 4,6 Mrd € auf 226,6 Mrd € zurück. Auf der Aktivseite der Bilanz haben wir unsere Finanzanlagebestände im Rahmen unse- res Programms zum Abbau von kapitalmarktbezogenen Beständen und Risiken sehr deutlich um 10,7 Mrd € auf 72,4 Mrd € verringert. Gleichzeitig haben wir unser Kundenkreditgeschäft um 5,7 Mrd auf 111,0 Mrd € ausgeweitet. Auf der Passivseite konnten wir die Qualität der Mittelherkunft noch- mals verbessern. So stiegen die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden, insbesondere aufgrund unseres erfolgreichen Spargeschäfts, deutlich um 14,5 Mrd € auf 132,0 Mrd €. Gleichzeitig konnten wir die Verbind- lichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 23,5 Mrd € auf 39,3 Mrd € verringern. Gegenüber dem Stichtag zum 30. September 2009 fiel die Bilanz- verkürzung noch deutlicher aus. Der Rückgang betrug in diesem Betrachtungszeitraum 12,7 Mrd €. Insgesamt zeigen die Forderungsbestände auf der Aktivseite im natio- nalen und internationalen Vergleich eine gute Risikostruktur. So wird unser Kundenkreditgeschäft von granularen, hochbesicherten deut- schen Privatkundenbaufinanzierungen, Staatsanleihen, gedeckten Bonds und anderen hoch gerateten Anlagen dominiert. Die gleichzei- tig sehr solide Liquiditätssituation, die insbesondere aus der großen Kundeneinlagenbasis resultiert, macht die Bank darüber hinaus weit- gehend unabhängig von der Refinanzierung über den Kapitalmarkt. Beide Faktoren zusammen erlauben es der Postbank, mit einem höheren Verschuldungsgrad (Leverage Ratio) als andere Banken zu operieren. KonzernlageberichtUnsereGeschäftsfelderAnunsereInvestorenWeitereInformationenKonzernabschlussAnunsereInvestorenUnsereGeschäftsfelderUnsereVerantwortungKonzernlagebericht

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