Drillisch Geschäftsbericht 2009 29 KONZERNLAGEBERICHT 2009 Wirtschaftsbericht Das wertorientierte Management bringt seine Erfolge im Wettbewerb mit anderen Unternehmen vor allem in den folgenden Punkten zum Ausdruck: 1. Drillisch arbeitet aufgrund der schlanken Struktur sehr kosteneffizient. So hat das Unternehmen trotz des stagnierenden Marktumfeldes in den vergangenen sieben Jahren das EBITDA Jahr für Jahr kontinuierlich gesteigert. Diese hohe Wirtschaftlichkeit erreicht Drillisch sowohl durch die Opti- mierung der Geschäftsprozesse mit Hilfe von Workflow-Software-Tools, die die Tochtergesellschaft IQ-optimize entwickelt hat, als auch durch einen effizienten Personaleinsatz. 2. Drillisch hält in der Tochtergesellschaft IQ-optimize wesentliche IT-Leistungen selbst vor und ist des- halb nicht von externen Anbietern abhängig. Dies ermöglicht eine schnelle und flexible Reaktion auf Marktveränderungen. In der Vergangenheit hat Drillisch eine hohe Innovationskraft in der Gestaltung und Entwicklung neuer Produkte und Tarife bewiesen. Das Unternehmen war z.B. einer der ersten deutschen Anbieter, der Mo- bilfunkdienstleistungen unter einer eigenen Discountmarke vertrieben hat. Diese Innovationskraft hat es Drillisch ermöglicht, neue Geschäftsfelder vor den Wettbewerbern zu erschließen. Es ist der Gesellschaft gelungen, neben der langjährig tätigen Geschäftsführung auch in der zweiten Ma- nagementebene ein erfahrenes Team aufzubauen. 1.3. Markt und Wettbewerb Die Attraktivität des Handys steigt weiter 2009 haben die Menschen in Deutschland mit gut 900 Millionen Minuten täglich fast genau so viel telefo- niert wie im Vorjahr. Dabei wurde das Handy immer attraktiver. So nahm die Mobilfunknutzung mit 253 Millionen Verbindungsminuten pro Tag um knapp zehn Prozent zu, während im Festnetz die Minutenzahl um knapp drei Prozent auf 666 Millionen Minuten sank. Das ist das Ergebnis der elften gemeinsamen TK-Marktstudie von VATM und Dialog Consult, die Anfang November 2009 vorgestellt wurde. Der Non- Voice-Anteil an den Umsätzen im Mobilfunk wuchs 2009 im Vergleich zum Vorjahr um 1,6 Prozentpunkte auf 27 Prozent. Gut die Hälfte dieser Non-Voice-Umsätze resultierte aus der mobilen Datenübertragung. Zum Jahresende 2009 soll es in Deutschland etwa 109 Millionen aktive Mobilfunkverträge gegeben ha- ben; das entspräche einer Steigerung von knapp zwei Prozent. Gleichzeitig ist die Zahl der Festnetzan- schlüsse um knapp sechs Prozent auf 33,2 Millionen zurückgegangen. Das Minutenwachstum führte ange- sichts zunehmender Flatrates und weiter sinkender Minutenpreise nicht zu mehr Umsatz. Dialog Consult prognostiziert einen Umsatzrückgang im deutschen Telekommunikationsmarkt von 64,3 Milliarden Euro im Vorjahr auf 62,0 Milliarden Euro in 2009. Der Mobilfunkumsatz soll sich dabei noch stärker, nämlich von 25,4 Milliarden auf 23,6 Milliarden Euro, abgeschwächt haben. IT-Branche wird einer der wesentlichen Pfeiler der deutschen Wirtschaft Auf dem vierten Nationalen IT-Gipfel Mitte Dezember 2009 in Stuttgart wurde deutlich, dass Deutschland in vielen Innovationsfeldern der Informations- und Wissensgesellschaft das Potenzial hat, eine internatio- nal führende Rolle zu übernehmen. Dennoch konnte sich auch der High-Tech-Markt nicht der weltweiten Rezession entziehen. Doch die Wirtschaftskrise traf den IT-Markt weniger heftig als viele andere Branchen in Deutschland. 2009 gingen die Umsätze hier nach Schätzungen des BITKOM um 2,6 Prozent auf knapp 300 Milliarden Euro zurück. Drillisch ist die Nummer zwei im deutschen Service-Provider-Markt Als Mobilfunk-Service-Provider steht Drillisch sowohl mit den vier Netzbetreibern (T-Mobile, Vodafone, E-Plus und O2 ) als auch mit den anderen Service-Providern in Wettbewerb. Die Netzbetreiber haben in Deutschland laut einer Studie des VATM einen Marktanteil von ca. 84 Prozent. Den Rest teilen sich im
