3Brief des Vorstandsvorsitzenden Nimmt man den Netzverkauf, die Abgabe von Kapazitäten sowie die Ver- äußerung der Thüga zusammen, haben wir durch unsere Portfoliobe- reinigung bereits rund 6 Mrd € erzielt. Wir sind also auf dem Weg, auch unsere Ankündigung umzusetzen, bis 2010 Desinvestitionen in Höhe von mehr als 10 Mrd € durchzuführen. Diese Erlöse stärken unsere Investitions- und Finanzkraft, und das ist entscheidend dafür, dass wir uns nach dem Ende der aktuellen Krise in einer guten Ausgangslage befinden. Bei diesen Investitionen orientieren wir uns an einer klaren Vision einer Energiezukunft: Nach unserer Überzeugung wird sich das Energiegeschäft durch technischen Fortschritt und getragen von einem breiten gesellschaft- lichen Konsens fundamental ändern. Es ist die gemeinsame Aufgabe von Energiepolitik und Energiewirtschaft, diesen Wandel so zu gestalten, dass das Gesamtsystem der Energieversorgung im Umbau stabil bleibt – und den Verbrauchern weiterhin zuverlässig und bezahlbar Energie liefert. E.ON hat sich als eines der ersten Unternehmen zur Verantwortung beim Klimaschutz bekannt. So haben wir uns im Mai 2007 verpflichtet, die spezifischen CO2-Emissionen von 1990 bis 2030 zu halbieren. 2009 haben wir auf der Kopenhagener Klimakonferenz deutlich gemacht, dass im Falle eines starken Abkommens E.ON bereit ist, das für 2030 gesteckte Ziel bereits zehn Jahre früher zu erreichen. Die Kopenhagener Konferenz hat allerdings zu keiner entsprechenden Vereinbarung geführt. Wir werden daher intensiv die weiteren Verhandlungen in 2010 begleiten, um die von uns geforderte Investitionssicherheit für CO2-arme Technologien zu erreichen. In Anleh- nung an die „Copenhagen Scorecard“ von „Combat Climate Change“ (3C), die wir als Mitgliedsunternehmen unterstützen, fordern wir ein globales Reduktionsziel von mindestens 50 Prozent bis 2050 gegenüber 1990. Dieses Ziel muss flankiert werden von mittelfristigen ambitionierten Reduk- tionszielen bis 2020 oder 2030, die auf internationaler Ebene verankert werden und alle Industrieländer einschließen. Unter diesen Randbedingungen sind wir in der Lage, das Ziel der Reduzierung unserer spezifischen Emissionen um 50 Prozent bereits 2020 zu erreichen.
