Report-Investor: Fraport AG - Geschäftsbericht 2009

21 Der Ausbau des frankfurter flughafens ist zweifelsohne das wichtigste Zukunftsprojekt der fraport Ag und bietet dem Unternehmen eine Vielzahl an erlöspotenzialen und chancen. Die entscheidung zum Ausbau beinhaltet jedoch auch eine reihe von herausforderungen. Diese resultieren nicht zuletzt auch aus den regelungen des Planfeststellungsbeschlusses zum Ausbau des frankfurter flughafens selbst und lassen sich in drei Kategorien zusammenfassen: ebene 1: Management der erwarteten Passagierzuwächse ebene 2: Ökologische und bautechnische herausforderungen ebene 3: einhaltung von Zeit- und budgetvorgaben ebene 1: management der erWarteten Passagier- zuWächse trotz der rückläufigen Verkehrsentwicklung des zurückliegenden geschäftsjahres 2009 ist der Luftverkehr nach wie vor die sprung- feder der internationalen Verflechtung und des Wachstums des Welthandels. studien des vergangenen geschäftsjahres gehen unverändert von einem durchschnittlichen weltweiten Wachstum der Passagierzahlen von drei bis fünf Prozent jährlich über die nächsten 20 Jahre aus (studie: boeing, current Market Outlook 2009 – 2028 oder Aci, global traffic forecast 2008 – 2027, edition 2009). für den frankfurter flughafen wird so langfristig mit einem Verkehrsaufkommen von knapp 90 Millionen Passa- gieren zu rechnen sein. Mit diesem deutlichen Anstieg der prognostizierten fluggast- zahlen geht für die fraport Ag die herausforderung einher, das künftige Aufkommen infrastrukturseitig auch bedienen zu können. Wesentlicher engpass wird hierbei die terminal-Kapa- zität werden. Vor diesem hintergrund erweitert das Unter- nehmen die bestehenden Anlagen systematisch durch weitere flugsteige und infrastruktureinrichtungen, um in einem ers- ten schritt die vorhandenen terminal-Anlagen für ein Passagier- volumen von rund 64 Millionen Passagieren zu ertüchtigen. Kernelemente bilden hier der Neubau des flugsteigs A-Plus mit Platz für jährlich zusätzlich rund sechs Millionen Passagiere, der 2012 in betrieb genommen werden soll, sowie der bereits im Jahr 2008 in betrieb genommene cD-riegel, der bis zu vier Millionen weitere Passagiere aufnehmen kann (beide bau- projekte sind im Detail im geschäftsbericht 2008 sowie auf unserer homepage www.fraport.de beschrieben). für die zukünftig prognostizierte Zahl von rund 90 Millionen Passagieren wird es jedoch trotz der erweiterungen im bestands- WAchstUM – VerANtWOrtUNg _ herausforderungen annehmen für die neue Landebahn muss die Okrifteler straße unter die erde verlegt werden.

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