Report-Investor: Fraport AG - Geschäftsbericht 2009

41KoNzERN-LAGEbERICht _ Der Fraport-Konzern Wachstumsmotor 3: Airport City Weltweit wandeln sich die hub-Flughäfen zu Airport Cities. Fraport hat dies frühzeitig erkannt und Standorte identifiziert, die für eine Immobilienvermarktung in Frage kommen. Darüber hinaus strebt Fraport an, bei ausgewählten Projekten stärker als in der Vergangenheit durch Eigenaktivitäten an der Wertschöp- fung der Immobilienentwicklung zu profitieren. bEREChnunG DER FRAPORt ASSEtS Geschäfts- oder Firmenwerte + Sonstige immaterielle Vermögenswerte zu AhK /2 + Investments in Flughafenbetreiberprojekte zu AhK /2 + Sachanlagen zu AhK /2 – Anlagen im bau zu AhK /2 + Vorräte + Forderungen aus Lieferungen und Leistungen – Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen = Fraport Assets GRAFIK 5 zur Vermeidung von Wertschaffung alleine durch Abschreibung („Restbuchwerteffekt“) und der Fehlallokation knapper Mittel setzt Fraport abschreibbare Aktiva im Rahmen der Wertbeitrags- ermittlung grundsätzlich mit der hälfte der historischen Anschaffungs-/herstellungskosten an (AhK /2) und nicht mit Restbuchwerten. Die Geschäfts- oder Firmenwerte bilden in diesem zusammenhang eine Ausnahme und werden in Überein- stimmung mit IFRS zu den jeweiligen Restbuchwerten ange- setzt. Abweichend zu der Ermittlung des Fraport-Wertbeitrags auf Konzern- und Segment-Ebene wird die berechnung des Wertbeitrags im Segment External Activties & Services um die Ergebnisse der diesem Segment zugeordneten at Equity- und übrigen beteiligungen sowie der entsprechenden Vermögens- werte der beteiligungen ergänzt. Durch diese Maßnahme zieht Fraport auch die Minderheitsbeteiligungen mit in die wert- orientierte Steuerung des Konzerns ein. REtuRn On FRAPORt ASSEtS (ROFRA) zur Vergleichbarkeit unterschiedlich großer Geschäftsbereiche hat Fraport den Konzern- und Segment-Wertbeitrag um die Steuergröße Return on Fraport Assets (RoFRA) erweitert. Der RoFRA wird aus dem Verhältnis des EbIts zu den Fraport Assets gebildet und gibt an, ob der Geschäftsbereich wertschaf- fend war (RoFRA > WACC) oder nicht (RoFRA < WACC). EntWICKLunG DES WERtbEItRAGS 2009 Aufgrund der intensiven, zukunftsgerichteten Investitionstätigkeit am Standort Frankfurt wies der Wertbeitrag im Fraport-Konzern im vergangenen Jahr mit −61,6 Mio € zum ersten Mal seit dem Geschäftsjahr 2004 wieder einen negativen Wert aus. Grund für Wertorientierte Steuerung zur Sicherung der nachhaltigen Steigerung des Unternehmens- wertes plant und steuert Fraport die Konzern-Entwicklung seit 2001 nach den Prinzipien des wertorientierten Managements. zentrale Mess- und Steuergröße dieser Strategie stellt der „Fraport-Wertbeitrag“ dar, der als Differenz aus dem EbIt als Ergebnisgröße und den Kapitalkosten (Fraport Assets x Kapital- kostensatz) ermittelt wird: ERmIttLunG DES WERtbEItRAGS EbIt – Fraport Assets x Kapitalkostensatz = Wertbeitrag KAPItALKOStEn GRAFIK 4 Komponenten zur Ermittlung des Fraport-Wertbeitrags KAPItALKOStEnSAtz Der Kapitalkostensatz (WACC) entspricht der vom Kapital- markt geforderten Mindestverzinsung des eingesetzten Kapitals. bei Fraport wird die Größe als gewichteter Durchschnittssatz des Eigen- und Fremdkapitalkostensatzes gemäß dem Capital- Asset-Pricing-Model (CAPM) ermittelt. Aufgrund der sich stän- dig wandelnden wirtschaftlichen Rahmenbindungen, des zins- niveaus und/oder der Risiko- und Finanzierungsstruktur, wird der Fraport-WACC in regelmäßigen Abständen überprüft und angepasst. Im Rahmen der turnusmäßigen Überprüfung wurde der Fraport-WACC vor Steuern mit Wirkung zum 1. Januar 2009 von 10,0% auf 9,5% angepasst. FRAPORt ASSEtS Die „Fraport Assets“ bezeichnen das durchschnittlich im Unternehmen gebundene, betriebsnotwendige, zu verzinsende Vermögen, das sich wie folgt zusammensetzt:

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