Report-Investor: freenet AG - Geschäftsbericht 2009

11geschäftsbericht 2009 Liebe Aktionäre, Geschäftspartner, Kunden und Freunde der freenet AG, das Geschäftsjahr 2009 war von großen Herausforderungen für unser Unternehmen geprägt. Nach der Akquisition der debitel Group in 2008 galt es, die in der Folge beschlossene strategische Neuausrichtung von freenet mit dem Kerngeschäftsfeld Mobilfunk und mobiles Internet konsequent umzusetzen. Und dies unter denkbar schwierigen Rahmenbedingungen – inmitten der schwersten Finanzkrise und Rezession seit vielen Jahrzehnten, mit entsprechend verunsicherten, vorsichtigen Verbrauchern und im Umfeld eines unverändert harten Wettbewerbs in der Telekommunikation. Diese Umsetzung haben wir konsequent und Schritt für Schritt im Jahr 2009 vollzogen. So wurden das nicht mehr zum Kerngeschäft zählende DSL-Geschäft, das zugeordnete Kundenservice-Center in Kiel sowie unsere Webhosting-Tochtergesellschaft STRATO im Jahresverlauf verkauft. Gleichzeitig hat freenet auch bei der Restrukturierung des neuen Kerngeschäftsfelds große Fortschritte gemacht. Neben der Harmonisierung der Standorte wurde im Herbst die erste Stufe der IT-Integration planmäßig abgeschlossen und damit die IT-Systeme im Konzern von drei auf zwei reduziert. Wie dynamisch sich unser Unternehmen weiter- entwickelt, verdeutlicht auch ein Blick auf unsere Personalsituation: Ein Viertel des Managements arbeitet heute an einem anderen Ort als noch vor Jahresfrist, die Hälfte der Führungskräfte auch in anderer Funktion, und die Mitarbeiterzahl im Konzern ist seit Ende 2008 um über 2.800 auf jetzt 4.394 gesunken. Dass Engagement und Leistungsvermögen dabei keineswegs gelitten haben, belegt unsere Produkt- und Dienstleistungsoffensive im neuen Kerngeschäftsfeld Mobilfunk/ mobiles Internet: Es ist uns gelungen, die starke Positionierung von freenet als größtem netzunabhängigen Mobilfunkanbieter Deutschlands zu untermauern. Darüber hinaus haben wir im Portalgeschäft vor dem Hintergrund der Neuausrichtung des Unterneh- mens mit mobiler Internetnutzung als einem zentralen Element, den Ausbau mobiler Inhalte und Dienste vorangetrieben. Umso erfreulicher ist es – auch und gerade im Sinne unserer Aktionäre, dass dieser große Umbruch im Unternehmen die Profitabilität keineswegs beeinträchtigt hat – ganz im Gegenteil: Mit unseren Zahlen für 2009 legen wir Ergebnisse vor, auf die wir unter den gegebenen Rahmenbedingungen mit Recht stolz sein können. So konnte die freenet AG sowohl das – um Einmaleffekte bereinigte – recurring EBITDA auf 393,1 Mil- lionen Euro als auch den operativen Cashflow auf 295,5 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr steigern und dabei die Ziele für das Geschäftsjahr 2009 vollumfänglich erfül- len – trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds und der Belastungen, die mit jeder umfassenden Restrukturierung eines Unternehmens verbunden sind. Aus dem Cashflow und den oben erwähnten Verkäufen von DSL und Hosting konnten wir unsere Netto- verschuldung um ca. 40 Prozent von 1,3 Milliarden Euro Ende 2008 auf nunmehr unter 800 Millionen Euro reduzieren. Damit liegt die Nettoverschuldung Ende 2009 nur noch knapp über dem Zweifachen des recurring EBITDA. 1.3 Brief an die Aktionäre

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