49geschäftsbericht 2009 2.4 vermögens-, finanz- und ertragslage des konzerns Während sich für 2009 ein Konzerngewinn aus weitergeführten Geschäftsberei- chen nach Steuern in Höhe von 16,6 Millionen Euro ergab (gegenüber einem Konzern- gewinn aus weitergeführten Geschäftsbereichen von 127,5 Millionen Euro im Vorjahr), wurde aus aufgegebenen Geschäftsbereichen („DSL-Geschäft“ sowie STRATO Gruppe) in 2009 ein Gewinn in Höhe von 239,9 Millionen Euro erzielt. Sämtliche auf die aufge- gebenen Geschäftsbereiche entfallenden Aufwendungen und Erträge wurden aus den fortgeführten Geschäftsbereichen heraus gerechnet. Der in 2008 für aufgegebene Geschäftsbereiche in Höhe von 15,9 Millionen Euro ausgewiesene Verlust resultierte aus den Geschäftstätigkeiten der Bereiche „DSL-Geschäft“, STRATO Gruppe und zusätzlich debitel Niederlande. Der in 2009 ausgewiesene Konzerngewinn aus weitergeführten und aufgegebenen Geschäftsbereichen betrug 256,5 Millionen Euro, nachdem für das Vorjahr ein Gewinn in Höhe von 111,6 Millionen Euro ausgewiesen worden war. Zum 31. Dezember 2009 betrug die Bilanzsumme des Konzerns 3.033,5 Millionen Euro und lag damit um 74,0 Millionen Euro bzw. 2,4 Prozent unter der Bilanzsumme zum Ende des Vorjahres (31. Dezember 2008: 3.107,5 Millionen Euro). Der leichte Rück- gang der Bilanzsumme ist in erster Linie auf die im Geschäftsjahr 2009 erfolgte Ver- äußerung des „DSL-Geschäfts“ sowie der STRATO Gruppe zurückzuführen. Das langfristige Vermögen verringerte sich um 10,1 Prozent auf 1.958,2 Milli- onen Euro (31. Dezember 2008: 2.179,3 Millionen Euro) und wird wie im Vorjahr von den immateriellen Vermögenswerten sowie dem Goodwill dominiert. Der Rückgang des langfristigen Vermögens ist im Wesentlichen auf die im Geschäftsjahr erfolgten Abschreibungen und Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 186,8 Millionen Euro, davon 124,9 Millionen Euro Abschreibungen auf im Rahmen der Kaufpreisallokation anlässlich des debitel-Erwerbs angesetzte Vermögenswerte wie Kundenbeziehungen und Markenrechte, zurückzuführen. Ferner gingen aufgrund des Verkaufs der STRATO Gruppe sowie des „DSL-Geschäfts“ immaterielle Vermögenswerte zu Restbuchwerten in Höhe von 60,8 Millionen Euro aus dem Konzern ab, während im Geschäftsjahr 2009 der Saldo der übrigen Nettozugänge zu den immateriellen Ver- mögenswerten, hauptsächlich auf Software und Lizenzen und hier insbesondere auf ein Vertriebsrecht entfallend, 49,9 Millionen Euro betrug. Die Verringerung der Sachanlagen um 45,5 Millionen Euro auf 52,1 Millionen Euro ist ganz überwiegend auf den STRATO-Verkauf zurückzuführen. Einen gegenläufigen Effekt stellt die Erhöhung der latenten Steueransprüche von 14,9 Millionen Euro um 12,2 Millionen Euro auf 27,1 Millionen Euro dar. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass in dieser Position zum einen die aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge ausgewiesen sind. Zum anderen sind in dieser Position saldiert die passiven latenten Steuern auf temporäre Differenzen zwischen den steuerlichen Werten und den Buchwerten der Ver- mögenswerte und Schulden enthalten – hier ergab sich eine Verringerung aufgrund der Endkonsolidierung der STRATO Gruppe. Das kurzfristige Vermögen erhöhte sich um 15,9 Prozent auf 1.075,3 Millionen Euro (31. Dezember 2008: 928,2 Millionen Euro), was im Wesentlichen auf den Anstieg der Flüssigen Mittel (um 348,1 Millionen Euro) zurückzuführen ist, wobei 362,8 Milli- onen Euro aus Einzahlungen aus dem Verkauf des „DSL-Geschäfts“ sowie der STRATO
