Report-Investor: GEA Group Aktiengesellschaft - Geschäftsbericht 2009

129GEA Group Geschäftsbericht 2009 Vorräte Die Vorräte sind zu dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert angesetzt. Die Ermittlung der Anschaffungskosten erfolgt zu Durchschnittskosten oder nach der „First in – First out“ (Fifo)-Methode. Die Herstel- lungskosten enthalten neben den Einzelkosten, die durch die Produktion veranlassten Fertigungs- und Materialgemeinkosten und Abschreibungen sowie produktionsbezogene Verwaltungskosten. Der Nettoveräußerungswert bestimmt sich als geschätzter Verkaufs- erlös abzüglich der noch anfallenden Kosten bis zur Fertigstellung und Kosten des Ver- triebs. Zuvor erfasste Wertminderungen müssen bei Wegfall der Wertminderungsgründe zurückgenommen werden. Eine Zuschreibung erfolgt dabei bis maximal zur Höhe der fortgeführten historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten grundsätzlich keinen Zinsanteil und sind in der Bilanz zum Nominalwert abzüglich angemessener Wertberichtigungen für uneinbringliche Forderungen angesetzt. Im Rahmen von Factoring-Vereinbarungen verkaufte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an Finanzdienstleistungsunternehmen werden ausgebucht, wenn die Chancen und Risiken im Wesentlichen auf das Finanzdienstleistungsunternehmen übertragen wurden. Fertigungsaufträge Forderungen und Umsätze aus Fertigungsaufträgen werden entsprechend des Fertig- stellungsgrads erfasst („Percentage-of-Completion Method“). Der Fertigstellungsgrad wird nach der „Cost to Cost Method“ ermittelt, der sich aus dem Verhältnis der angefallenen Auftragskosten zu den insgesamt geschätzten Auftragskosten ergibt. Die Bewertung erfolgt zu Herstellungskosten zuzüglich des anteiligen Gewinns entsprechend des erreichten Fertigstellungsgrads. Abschläge für Risiken werden vor- genommen. Verluste aus Fertigungsaufträgen werden unabhängig vom erreichten Fertig- stellungsgrad sofort in voller Höhe in dem Geschäftsjahr erfasst, in dem die Verluste erkennbar werden. Sofern die angefallenen Auftragskosten sowie die erfassten Gewinne und Verluste die Abschlagsrechnungen übersteigen, wird der Überschuss als Vermögens- wert aktiviert. Der Ausweis erfolgt in dem Posten „Forderungen aus Lieferungen und Leistungen“. Soweit die erhaltenen Teilabrechnungen die aktivierten Kosten und erfass- ten Gewinne und erfassten Verluste am Stichtag übersteigen, erfolgt ein passivischer Ausweis unter den „sonstigen Verbindlichkeiten“. Anzahlungen auf Fertigungsaufträge werden separat passivisch ausgewiesen. Sofern das Auftragsergebnis nicht zuverlässig geschätzt werden kann, werden Umsätze ledig- lich in Höhe der angefallenen Auftragskosten erfasst („Zero-Profit Method“). Eine Gewinn- realisierung erfolgt erst, wenn das Auftragsergebnis zuverlässig geschätzt werden kann. Konzernanhang Grundsätze der Rechnungslegung

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