GEA Group Geschäftsbericht 20096 Brief an die Aktionäre Im Zuge dieser Reorganisation werden wir auch die Anzahl rechtlicher Geschäftsein- heiten verringern, was die Komplexität des Konzerns weiter reduziert. Durch den Weg- fall bzw. die Straffung unterer Verwaltungsebenen werden Verwaltungskosten eingespart. Die durch die Zusammenlegung von rechtlichen Einheiten entstehenden größeren Ver- antwortungsbereiche erhöhen außerdem auch unsere Attraktivität als Arbeitgeber. Die Strategie, Unternehmen insbesondere im Bereich Nahrungsmittelprozess- und Ener- gietechnik zu erwerben, welche vorhandene technologische Prozesse ergänzen oder neue Märkte eröffnen, werden wir weiter fortsetzen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir erneut vier Akquisitionen getätigt. Liquiditätsentwicklung Sehr erfreulich hat sich der operative Cash Flow entwickelt. Er betrug 541 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2009. Neben der erheblichen Reduzierung des Working Capitals hat hierzu eine konsequente Straffung der Sachinvestitionen beigetragen, die jedoch immer noch deutlich über dem Abschreibungsvolumen lagen. Unsere Nettoliquidität betrug zum Jahresende 47 Mio. EUR und lag damit 107 Mio. EUR über der zum letzten Stichtag bestehen- den Nettoverschuldung. Zur weiteren Absicherung unseres finanziellen Spielraums haben wir noch im Dezember 2009 eine zusätzliche Kreditlinie mit der Europäischen Investitions- bank abgeschlossen. Darüber hinaus sind wir in Gesprächen mit verschiedenen Bank- instituten, um in 2011 auslaufende Finanzierungslinien zu ersetzen bzw. zu verlängern. Mitarbeiter Wie bereits in den letzten beiden Geschäftsjahren haben wir auch für 2009 eine Sonder- zahlung an unsere Mitarbeiter mit Ausnahme der oberen Führungskräfte beschlossen. Das Gesamtvolumen der Sonderzahlung beträgt 2,6 Mio. EUR. Im Namen aller Vorstands- mitglieder möchte ich mich an dieser Stelle für das auch unter den schwierigen Bedin- gungen nicht nachlassende Engagement unserer Mitarbeiter bedanken. Wir sind beein- druckt, wie sie die Herausforderungen für das Unternehmen gemeistert und zu dem Geschäftserfolg beigetragen haben. Die vierte Tranche des Performance Share Plans, der sich für die Jahre 2009 bis 2012 an die oberen Führungskräfte wendet, wurde von etwa 60 Prozent der zum Stichtag 311 Teilnahmeberechtigten gezeichnet. Unverändert ist Voraussetzung für die Teilnahme, dass die Führungskräfte GEA Aktien über die Börse aus eigenen Mitteln erwerben und mindestens drei Jahre halten. In diesem Zusammenhang kam 2009 die erste Tranche aus dem Jahr 2006 zur Auszahlung. Die von Anfang an sehr hohe Beteiligungsquote beweist das hohe Vertrauen unserer Führungskräfte in den mittel- und langfristigen Erfolg des Unternehmens.
