GEA Group Geschäftsbericht 20098 Brief an die Aktionäre Für das laufende Geschäftsjahr 2010 erwarten wir - einen Anstieg in der Investitionstätigkeit der Nahrungsmittelindustrie basierend auf einem ungebrochenen Wachstum in der Nachfrage nach veredelten Lebensmitteln, - eine Erholung der Investitionstätigkeit im Bereich der Energieerzeugung, insbesondere im Öl- und Gasgeschäft, aufgrund der Annahme eines mittelfristig steigenden Preis- niveaus, - ein wachsendes Interesse an energieeffizienten Prozesslösungen, das die Nachfrage nach Ingenieurlösungen und Produkten der GEA unterstützt, - einen Anstieg der Preise bei wesentlichen Materialien, der die bisherige Zurückhaltung bei Investitionen in Erwartung sinkender Anlagenpreise reduzieren wird sowie - ein weiterhin niedriges Zinsniveau. In Folge der oben beschriebenen Entwicklungen sollte sich die Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen der GEA Group im Vergleich zum dritten und vierten Quartal 2009 spürbar beleben. Wir gehen daher von einem moderaten Anstieg des Auftragseingangs, einer entsprechenden Stabilisierung des Umsatzes und damit von einem Margenniveau zumindest auf Höhe des abgelaufenen Geschäftsjahres 2009 aus. Voraussichtlich wird es jedoch zwei bis drei Jahre dauern, bis die Auswirkungen der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise in allen Segmenten und damit im Konzern über- wunden sind. Allerdings bleibt abzuwarten, wie die für GEA wichtigen Absatzländer ihre erheblich gestiegene Verschuldung in den Griff bekommen werden, ohne durch damit eventuell verbundene Ausgabenkürzungen das weltweite Konjunkturklima wieder abkühlen zu lassen. Wir gehen davon aus, dass wir unter Berücksichtigung der eingeleiteten Maßnahmen zur Komplexitätsreduzierung über die Konjunkturzyklen hinweg eine nachhaltige EBIT- Marge von 12 Prozent erreichen. Ihr Jürg Oleas Vorsitzender des Vorstands
