Report-Investor: GEA Group Aktiengesellschaft - Geschäftsbericht 2009

99GEA Group Geschäftsbericht 2009 schaften und einem breiten Angebot an Produkten und Systemlösungen vertreten. Neben diesen Volkswirtschaften gehören unverändert die Märkte der westlichen Industrieländer sowie der Mittlere Osten und Osteuropa zu den Haupttätigkeitsgebieten des Konzerns. Neben der Nahrungsmittelindustrie und der Pharmabranche wird sich auch der Energie- sektor in den nächsten Jahren positiv entwickeln. Energie fördernde und Energie ver- arbeitende Industrien müssen auch in Zukunft ausgebaut werden, um den steigenden Bedarf auf Grund des wachsenden Wohlstands zu befriedigen. Dies zeigt sich am ein- drucksvollsten in den Regionen Indien, China oder auch Südafrika. Gleichzeitig sind aber auch die Industriestaaten gezwungen, den hohen Bestand an 30 bis 40 Jahre alten Kraftwerken zu erneuern bzw. zu ersetzen. Der mittelfristig wieder steigende Ölpreis wird auch weiterhin Investitionen in der Petrochemie begünstigen. Hier werden sich neue Marktchancen durch die Weg weisenden Technologien der GEA Group ergeben. In dem Schiedsgerichtsverfahren gegen die amerikanische Flex-N-Gate Corp., Urbana, Illinois, ist am 15. September 2006 ein Grundurteil zugunsten der GEA Group Aktien- gesellschaft ergangen. Demnach ist Flex-N-Gate zum Ersatz jener Schäden verpflichtet, die der GEA Group Aktiengesellschaft durch das Scheitern des Verkaufs der Dynamit Nobel Kunststoff-Gruppe an Flex-N-Gate im Herbst 2004 entstanden sind. Der zweite Teil des Verfahrens, in dem über die Höhe des der GEA Group Aktiengesellschaft zu erset- zenden Schadens entschieden wird, ist weiterhin vor dem Schiedsgericht anhängig. Das Schiedsurteil über die Höhe des Schadensersatzes in dieser Angelegenheit ist im Laufe des Geschäftsjahres 2010 zu erwarten. Im Jahr 2008 wurde von der GEA Group Aktiengesellschaft ein Schiedsverfahren gegen die Ukraine beim Schiedsgericht der Weltbank (ICSID) eingeleitet. Es geht dabei um die Vollstreckung eines Schiedsspruches der Internationalen Handelskammer (ICC) aus dem Jahre 2002 in niedriger zweistelliger Millionenhöhe gegen ein ehemals staatsnahes ukrai- nisches Unternehmen. Hintergrund des ICC-Schiedsspruches, welcher der Klägerin in vollem Umfang Recht gab, war das Verschwinden großer Diesel-Öl-Lieferungen, die eine ehemalige Tochtergesellschaft der GEA Group in die Ukraine getätigt hatte. Die Klägerin wirft der Ukraine vor, das Verschwinden des Öls unterstützt und die Vollstreckung des ICC-Schiedsspruches unter Verletzung des zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Ukraine bestehenden Investitionsschutzabkommens in enteignungsrelevanter Weise behindert zu haben. Ein abschließender Schiedsspruch im ICSID Verfahren wird frühestens für Ende 2010 erwartet. Lagebericht Risiko- und Chancenbericht

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