Report-Investor: Gerresheimer AG - Geschäftsbericht 2009

75GERRESHEIMER GESCHÄFTSBERICHT 2009 ManaGEMEnT CoRpoRaTE GovERnanCE akTIE ZukunFTSFoRMEl KonzeRn-lagebeRicHt konZERnaBSCHluSS WEITERE InFoRMaTIonEn PRognoSebeRicHt die nachfolgenden aussagen zum künftigen Geschäftsverlauf des Gerresheimer konzerns und zu den dafür als wesentlich beurteilten annahmen über die wirtschaftliche Entwicklung von Markt und Branche basieren auf unseren Einschätzungen, die wir nach den uns vorliegenden Informationen zurzeit als realis- tisch ansehen. diese sind jedoch mit unsicherheit behaftet und bergen das unvermeidbare Risiko, dass die prognostizierten Entwicklungen weder in ihrer Tendenz noch ihrem ausmaß nach tatsächlich eintreten. EnTWICklunG dER WIRTSCHaFTlICHEn RaHMEnBEdInGunGEn entwicklung der Weltwirtschaft nach einem schwierigen Jahresbeginn verstärkten sich in der zweiten Jahreshälfte 2009 die Signale für eine baldige mögliche Erholung der Weltwirtschaft. der IWF hob seine Juli-prognose von einem erwar- teten Wachstum des weltweiten BIp in 2010 von 2,5% im dezember um 60 Basispunkte auf 3,1% an (2009: -1,1%). viele Experten erwarten aufgrund der Tatsache, dass die Rezession mit einer tiefen Banken- krise einhergeht, jedoch nur eine allmähliche konjunkturelle Erholung. entwicklung in den einzelnen Regionen Für die uSa prognostizieren volkswirte einen Zuwachs der Wirtschaftsleistung im Jahr 2010 um etwa 2,6%. Massive Maßnahmen der notenbank und der Regierung haben den absturz in eine noch tiefere und länger andauernde Rezession verhindert. die Talsohle des abschwungs wurde im 2. Halbjahr 2009 durchschritten, im 3. Quartal 2009 nahm das reale Bruttoinlandsprodukt bereits wieder deutlich auf 3,5% zu. abzuwarten bleibt, wie sich der private konsum in abhängigkeit von der Beschäftigungslage als wichtige Säule der amerikanischen Wirtschaft entwickeln wird. das Institut für Weltwirtschaft geht hier eher von einem nur langsamen anstieg der Inlandsnachfrage aus. Für Europa prognostizieren Experten ein Wachstum des BIp von etwa 1,1%. auch hier dürfte die wirt- schaftliche Erholung nur schleppend vorankommen. unsicherheiten bestehen in Grad und Tempo der Erholung, die in den einzelnen ländern zudem sehr unterschiedlich verlaufen dürfte. Stützend wirken vielerorts weiterhin fiskalpolitische Maßnahmen, mit einem selbsttragenden aufschwung rechnen analys- ten in den meisten ländern erst ab Mitte 2010. nach dem schweren Einbruch der konjunktur in 2009 liegen die vorhersagen für die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts in deutschland für das Jahr 2010 bei plus 1,6%. Zu dieser Einschätzung gelangte auch der Sachverständigenrat in seinem Jahresgutachten 2010. die prognose liegt damit 0,4 prozentpunkte höher als die der Bundesregierung. die deutsche Wirtschaft wurde aufgrund ihrer Exportorientierung besonders hart von der Weltwirtschaftskrise getroffen. der konjunkturaufschwung in deutschland wird daher maßgeblich von Tempo und umfang der Belebung der Exporttätigkeit abhängen. entwicklung in den Marktsegmenten die weltweite nachfrage nach pharma & life Science-produkten dürfte dennoch infolge der stetig steigenden Zahl chronischer Erkrankungen aufgrund zivilisatorischer und umweltbezogener veränderungen zunehmen. dabei verzeichnen insbesondere die Märkte für asthma- und diabetesprodukte hohe Zuwachsraten. auch die demographische Entwicklung der Weltbevölkerung mit ihrem zunehmenden anteil älterer Menschen und dem damit verbundenen erhöhten Bedarf an medizinischer versorgung sollte weiter zu einer positiven

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