4 andreas Schütte Geschäftsbereich plastic Systems Hans-Jürgen Wiecha Finanzvorstand anders verhält es sich im Bereich der höherwertigen kosmetikprodukte. Im vergangenen Geschäftsjahr waren es die kaufzurückhaltung der kunden und der abbau von lagerbeständen, die unseren umsatz in diesem Bereich temporär schmälerten. nach fast zehn Jahren mit deutlichen Wachstumsraten waren die läger in der lieferkette weltweit gefüllt. Wir sind jedoch davon überzeugt, dass das kosmetikgeschäft bald wieder interessante Wachstumsraten aufweisen wird. Eine ähnliche Entwicklung verzeichneten wir in dem Geschäftsbereich life Science Research. Hier verursachten ausgabestopps und Bestandsabbau in den Forschungseinrichtungen und labors zum Teil spürbare umsatzrückgänge. dennoch – in Summe haben wir in einem auch für uns ungewöhnlichen Jahr ein gutes Ergebnis erzielt. Schnell umgesetzte Maßnahmen, mit denen wir unsere produktionskapazität den niedrigeren nachfrageniveaus ange- passt haben, sowie kostensenkungen spiegeln sich in der adjusted EBITda-Marge von 19,2% (ohne Technische kunststoffe) wider. Ein Ergebnis, mit dem wir zufrieden sein können, da wir damit unser eigenes, ambitioniertes Ziel von rund 18,5% adjusted EBITda-Marge übertroffen haben. unsere Finanz- und liquiditätslage haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter verbessert. der freie Cash Flow wurde zur Rückzahlung von Finanzver- bindlichkeiten verwendet. die nettofinanzschulden reduzierten sich um rund EuR 48 Mio. auf EuR 373 Mio. das erzielte Ergebnis enthält kosten für neue produkte, an deren Entwicklung und produktionsaufnahme wir auch in einem schwierigen Jahr wie 2009 unbeirrt festgehalten haben. So haben wir beispielsweise eine dritte produktionsanlage für unsere vorfüllbaren Spritzensysteme fertiggestellt, die produktionskapazitäten für zwei Insulin-pen-Systeme aufgebaut und in neue produkte aus dem Bereich diabetes diagnostics inves- tiert. doch wir haben nicht nur unser produktportfolio erweitert, wir haben auch unsere regionale präsenz und Schlagkraft durch drei neue, strategisch wichtige produktionsstandorte in drei kontinenten erhöht. damit haben wir auch in 2009 wichtige Weichen für die Zukunft der Gruppe gestellt. Trotz der zum Jahresende hin positiven Ergebnisentwicklung blieb das operative Ergebnis hinter dem vorjahr zurück. Finanzielle Flexibilität und die daraus resultierenden Wachstumschancen sind auch weiterhin die Basis für den künftigen Erfolg von Gerresheimer. deshalb sind vorstand und aufsichtsrat gemeinsam zu der auf- fassung gelangt, der Hauptversammlung vorzuschlagen, auf die Zahlung einer dividende für das Geschäfts- jahr 2009 zu verzichten. Über die Realisierung von Wachstumschancen werden Sie an den resultierenden Wertsteigerungen beteiligt. Grundsätzlich wollen wir jedoch in abhängigkeit vom unternehmenserfolg künftig wieder attraktive dividenden ausschütten.
