10_GfK + Brief an die Aktionäre: Professor Dr. Klaus L. Wübbenhorst GfKGRUPPEAktionärsbrief Erfolge konnte unser Fitness- und Effizienzprogramm biss verbuchen. Die gestarteten Pro- jekte sind zum Ende des Jahres 2009 zeitlich schneller als geplant vorangeschritten und bringen mehr Ergebnisbeitrag als zuvor budgetiert. Mut gemacht hat die Solidarität einzelner Unternehmen an unterschiedlichen Standorten. Hier erfolgten Kapazitätsausgleiche über Firmengrenzen hinweg, eine hohe Flexibilität bei der Arbeitszeit und gemeinsame Anstrengungen von Management und Arbeitnehmervertretern. Dennoch ließen sich, trotz aller Bemühungen und Anstrengungen, bei einzelnen Unternehmen schmerzliche Personalanpassungen leider nicht vermeiden. vorsicht und optimismus für 2010 Für die Weltwirtschaft 2010 gibt es eine Vielzahl von Prognosen, die durchaus widersprüch- lich sind. Zwischen einer kräftigen Erholung der Realwirtschaft und einem langen Wachs- tumswinter wird nahezu jedes Szenario ausführlich dargestellt und begründet. Lassen Sie uns für unser Unternehmen das Glas als halb voll betrachten: kein überschäumender Optimismus, aber auch keine Resignation. Kein Lockern der Kostenbudgets, weiterhin eine konsequente Ausgabenkontrolle, aber kein Verschieben sinnvoller Investitionen. Der internationale Marktforschungsverband esomar rechnet damit, dass der Branchenumsatz im Jahr 2010 stabil bleibt und sich nicht weiter rückläufig entwickeln wird. Gerade in wirt- schaftlich schwierigen Zeiten ist die Marktforschung für unsere Kunden essenziell. Wir sind uns bewusst, dass eine Krise auch Chancen bietet. Auf dieser Erkenntnis und mit dem Rückenwind guter Produkte, innovativer Technologie und effizienter Kostenstrukturen wollen wir an die Erfolge der Vorjahre anknüpfen. Mit unserer Prognose haben wir deutlich gemacht, dass wir die Umsatz- und Ergebnisdelle des Jahres 2009 kompensieren wollen und die Werte des Geschäftsjahres 2008 anstreben. Dies bedeutet, wir wollen im Umsatz um bis zu drei Prozent organisch wachsen und unsere Marge bis zu 13 Prozent steigern. Dazu gehören interne und externe Maßnahmen. Intern wird uns biss noch das gesamte Jahr beschäftigen, ebenso wie das Bestreben, nachgelagerte Prozesse zu verschlanken und zu opti- mieren. Hier muss die Umsetzungsgeschwindigkeit noch etwas anziehen. Speziell der Sektor Custom Research will mit dem Projekt „Global Operations“ – die globale Vereinheitlichung von Datenerhebungen – nennenswerte Synergien erzielen. Spannend ist und bleibt das Thema „Social Media“. Die Krise hat die Bereitschaft gefördert, neue Wege in der Marktforschung einzuschlagen. Der Bedarf von Social Media-Analysen rund um die Themen Soziale Netzwerke, Internetforen und Blogs wird zukünftig ansteigen. Das Internet wird sich deshalb nicht nur als Befragungsplattform weiterhin durchsetzen, sondern wird als Informationsquelle immer wichtiger. Wir werden in diese spannenden und zukunfts- weisenden Themen gezielt investieren.
