Brief des Vorstandsvorsitzenden das Geschäftsjahr 2009 war bedingt durch die Wirtschaftskrise für die Werkzeugmaschinen- branche und auch für gildemeister eines der schwierigsten Jahre in der Unternehmens- geschichte. Der weltweite Markt für Werkzeugmaschinen erlebte seine historisch schwerste Krise. Die Nachfrage sank weltweit um 31%, in Deutschland um 61%. Um das Fazit für gildemeister in einem Satz zu formulieren: Wir haben uns im Vergleich zur Branche gut behauptet! Allerdings hat uns diese dramatische Situation viel abverlangt: Der Auftragseingang war um 39% rückläufig und erreichte 1.145,9 mio €. Der Umsatz sank um 722,8 mio € (–38%) auf 1.181,2 mio €; ein noch höherer Rückgang konnte durch den guten jahres- anfänglichen Auftragsbestand vermieden werden. Trotz der massiven Einbußen haben wir durch konsequent eingeleitete operative sowie strukturelle Maßnahmen ein insgesamt positives Ergebnis vor Steuern (ebt) in Höhe von 7,1 mio € erzielen können. Der Jahres- überschuss im Konzern betrug 4,7 mio €. Unser Ziel, ein positives Ergebnis (ebt) zu erwirtschaften, haben wir erreicht. Das Ergebnis je Aktie beträgt 0,10 €. Verehrte Aktionärinnen und Aktionäre: Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 14. Mai 2010 vorschlagen, den erwirtschafteten Jahresüberschuss an Sie mit einer Dividende in Höhe von 0,10 € je Aktie für das Geschäftsjahr 2009 auszuschütten. Im Hinblick auf das laufende schwierige Geschäftsjahr 2010 planen wir keine Zahlung einer Dividende. Erfreulich verlief der Kurs Ihrer gildemeister-Aktie: Sie entwickelte sich mit einem Plus von 44% (year-on-year) besser als der mdax (+34%). Der vorliegende Geschäftsbericht soll Ihnen einen detaillierten Einblick über den Geschäftsverlauf 2009 geben und ein authentisches, transparentes Bild von gildemeister vermitteln. Für uns hat das Jahr 2009 bedeutet, gegen erschwerte Marktbedingungen stand- zuhalten. Im Segment „Werkzeugmaschinen“ mussten wir aufgrund des rückläufigen Auftragseinganges (–51%) deutliche Einschnitte hinnehmen. Der Bereich „Services“ verlief ebenfalls rückläufig (–21%). In den ersten neun Monaten bestellten unsere Kunden weniger Ersatzteile, Komponenten und Dienstleistungen. Positiv hat sich die Sparte „Solartechnik“ entwickelt. Insgesamt erzielten wir im Solargeschäft einen Auftragseingang von 299,8 mio €; das ist ein Plus von 85% gegenüber dem Vorjahr.
