85Jahresabschluss Anhang zum Konzernabschluss EDV-Software wird nach der linearen Methode über die voraus- sichtliche Nutzungsdauer von 3 bis 6 Jahren abgeschrieben. Die aktivierten Entwicklungsleistungen betreffen selbst erstellte Patente. Diese werden planmäßig über ihre voraussichtliche Nutzungs- dauer von 1 bis 19 Jahren nach der linearen Methode abgeschrieben. Von den im Jahr 2009 insgesamt angefallenen Forschungs- und Entwicklungskosten von 32.175 TEUR (Vj. 43.154) erfüllten 2.137 TEUR (Vj. 3.914) die Aktivierungskriterien nach IAS 38. 12.1 Geschäfts- und Firmenwerte Die operativen Produktbereiche Seating Systems und Automotive stellen die primären wirtschaftlichen Grundlagen des GRAMMER Konzerns dar und spiegeln die interne Steuerungsstruktur des Kon- zerns wider. Die Produktbereiche Seating Systems und Automotive stellen sowohl die berichtspflichtigen Geschäftssegmente als auch die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (CGUs) des GRAMMER Konzerns dar. Im Rahmen der Konzernrechnungslegung erfasste und in der Ver- gangenheit erworbene Geschäfts- und Firmenwerte werden diesen CGUs für Zwecke des Werthaltigkeitstests nach IAS 36 zugeordnet. Die GRAMMER AG überprüft mindestens einmal jährlich die Wert- haltigkeit der Geschäfts- und Firmenwerte nach der in Abschnitt 2.3 dargestellten Vorgehensweise. Die grundlegenden Annahmen, auf denen die Bestimmung der erzielbaren Beträge der CGUs zum 31. Dezember 2009 basieren, beinhalten die nachhaltige (Netto-) Wachstumsrate der bewertungsrelevanten Zahlungsmittelüberschüsse sowie den Abzinsungsfaktor. Diese sind in der folgenden Tabelle dargestellt. TEUR Zahlungsmittel- generierende Einheit 2009 Goodwill 2008 Goodwill 2009 Wachstumsrate 2008 Wachstumsrate 2009 Abzinsungs- faktor 2008 Abzinsungs- faktor CGU I Seating Systems 3.199 3.199 1% 1% 9,5% 8,5% CGU II Automotive 29.392 29.392 1% 1% 9,5% 8,5% Gesamt 32.591 32.591 Grundlagen der Berechnungen Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wird auf Basis des beizulegenden Zeitwerts, abzüglich Veräuße- rungskosten unter Verwendung von Cashflow Prognosen ermittelt. Die Cashflow Projektionen beruhen auf einem Drei-Jahres-Zeitraum mit von der Unternehmensleitung genehmigten Finanzplänen und berücksichtigen die Entwicklungen der Vergangenheit, aktuelle ope- rative Ergebnisse, beste vom Management vorgenommenen Schät- zungen über die zukünftige Entwicklung sowie Markterwartungen und Marktannahmen. Der zur Ermittlung der Gesamtkapitalkosten verwendete Eigenkapital- kostensatz basiert auf einem risikofreien Zinssatz in Höhe von 4,25% sowie einem Risikozuschlag für das allgemeine Marktrisiko in Höhe von 5%. Es werden zur Bestimmung des operativen und des Verschuldungsrisikos jeweils individuell Beta Faktoren aus einer Gruppe vergleichbarer Unternehmen (Peer-Group) abgeleitet und für die Bewertung der CGU-spezifischen Zahlungsmittelüberschüsse herangezogen. Der Fremdkapitalkostensatz wird unter Berücksich- tigung der zukünftigen Finanzierungskonditionen der GRAMMER AG geschätzt und um Markterwartungen angepasst. Der so ermittelte Gesamtkapitalkostensatz spiegelt den Zinseffekt und die speziellen Risiken der CGUs wider, für die die geschätzten zukünftigen Cash- flows nicht angepasst worden sind. Cashflows nach dem Zeitraum von 3 Jahren werden unter der Be- rücksichtigung einer Wachstumsrate von 1% extrapoliert.
