7hhla geschäftsbericht 2009 Dieses überaus schwierige Marktumfeld stellte die hhla vor eine doppelte herausforderung: es galt, hohe Mengen- rückgänge zu bewältigen, gleichzeitig aber die mittel- und langfristigen Wachstumsperspektiven im auge zu behalten. Diese aufgabe hat die hhla im vergangenen geschäftsjahr mit erfolg gemeistert. grundlage hierfür war zunächst die wirtschaftlich gute Verfassung zu beginn der Krise, die sich das Unternehmen in den vergangenen Jahren erarbeitet hat und zu der auch der börsengang im November 2007 beitrug. auf dieser basis haben die ende 2008 eingeleiteten Maßnahmen des Pro- jekts Zukunftssicherung schnell und nachhaltig gegriffen. so konnten die variablen Materialkosten in einem erhebli- chen Umfang gesenkt und das arbeitsvolumen mit einem bedarfsorientierten und flexiblen Konzept des Personalein- satzes an die Mengenentwicklung angepasst werden. Darüber hinaus wurden die spielräume für die anpas- sung des investitionstempos an die tatsächliche Nachfrage genutzt, die das modulare Modernisierungs- und ausbau- programm auf den anlagen der hhla bietet: Maßnahmen zur Kapazitätserweiterung wurden zeitlich verschoben, ef- fizienzsteigernde Investitionen aber fortgeführt. Um den auch in der Krise weiter steigenden anforde- rungen an die maritime logistik gerecht zu werden, hat die hhla im geschäftsjahr 2009 ihr intermodalnetzwerk für den hinterlandtransport weiter ausgebaut und in einen neuen hochmodernen großschiffsliegeplatz am container terminal burchardkai investiert, der im Verlauf des ersten halbjahres 2010 in betrieb gehen wird. Darüber hinaus wurde eine Viel- zahl von einzelprojekten zur leistungssteigerung realisiert. hierzu gehört nicht zuletzt die inbetriebnahme einer weitge- hend automatisierten Klimahalle für die fruchtlagerung am Multifunktionsterminal O’swaldkai, welche die Qualität und Kapazität für das fruchtgeschäft erheblich verbessert. ein Kernstück des Projekts Zukunftssicherung, eine Qualifizierungsoffensive in Verbindung mit Kurzarbeit, hat sich als erfolg erwiesen: Über 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der hhla nutzten bislang die chance, während der Krise ihre berufliche Qualifikation deutlich zu steigern. auch dies ist ein beleg für das große engagement und die hohe Flexibilität aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die entscheidend dazu beigetragen haben, die außergewöhnli- chen herausforderungen im Jahr 2009 zu bewältigen. auch im Jahr 2010 werden die herausforderungen voraus- sichtlich nicht geringer. Zwar mehren sich inzwischen die anzeichen für eine konjunkturelle Wiederbelebung und es gibt Perspektiven für eine zumindest allmähliche erholung der für die hhla wichtigen Umschlag- und transportmärkte. Das ausmaß des einbruchs führt allerdings dazu, dass der Wettbewerbsdruck weiter zunimmt und die Mengen des re- kordjahres 2008 in jedem fall erst in einigen Jahren wieder erreicht werden. gleichzeitig ist aber der langfristige globalisierungstrend mit einer immer stärkeren weltwirtschaftlichen Verflech- tung sowie dem damit einhergehenden überproportionalen Wachstum der weltweiten güterströme ungebrochen. Die hhla investiert deshalb auch im laufenden geschäftsjahr weiter in die Effizienz- und Leistungssteigerung ihrer Anla- gen, terminals und ihres intermodalnetzwerks. im Jahr 2010 feiert die hhla ihr 125-jähriges Jubiläum. sie hat in diesem Zeitraum viele höhen und tiefen erlebt, dabei den aufstieg hamburgs zum modernen Welthafen aktiv begleitet und ist heute ein führender hafenlogistiker in europa. auch im sicherlich sehr schwierigen geschäftsjahr 2010 werden wir unseren langfristig ausgerichteten Kurs konse- quent fortsetzen. Wir begegnen dabei der aktuellen Markt- lage mit flexiblen und situationsgerechten Maßnahmen, behalten gleichzeitig unsere langfristige Wachstumspers- pektive im blick und werden darüber hinaus alle chancen nutzen, um unsere Wettbewerbsposition zu festigen und weiter auszubauen. Vorwort Klaus-Dieter Peters Vorstandsvorsitzender der hamburger hafen und logistik ag
