25hhla geschäfTsberichT 2009 im Jahr 1862 billigen. Der neue sandtorhafen, hamburgs erstes künstliches hafenbecken, entsteht und mit ihm die wegweisende „hamburger kai-einteilung“: modernste umschlageinrichtungen an wasserseite, kaischuppen zur Zwischenlagerung der waren und die anbindung der kais ans hinterland sind auf einer kompakten anlage direkt mit- einander kombiniert – die so gegliederte kaianlage wurde zum erfolgsrezept des hamburger hafens und hat seinen aufstieg zu beginn des 20. Jahrhunderts geprägt. 1914 lag hamburg in der rangliste der welthäfen auf Platz 3, über- troffen nur von london und new York. Der sandtorkai glänzt zunächst mit den damals leis- tungsfähigsten kränen, den brown’schen Dampfkränen, die bis zu 1,7 Tonnen heben können und auf schienen ent- lang der kaimauer verfahren werden. bereits 1896 machen die ersten elektrokräne den Dampfkränen konkurrenz, die bis dahin den hafenum- schlag revolutioniert hatten. einstöckige, lang gezogene schuppen bieten die möglichkeit, güter vor- und nachzu- sortieren. eisenbahngleise, parallel zu schuppen und kai- kante gelegt, führen zum überregionalen eisenbahnnetz. für fuhrwerke aller art hat der kai einen straßenanschluss und auch an die herkömmlichen schuten ist gedacht. sie löschen und laden direkt am Überseeschiff. als dann 1888 direkt hinter dem sandtorkai das „logistik- zentrum speicherstadt“ seine luken öffnet, ist die grund- ausstattung des hamburger hafens des industriezeitalters perfekt. ein logistisches gesamtsystem, das in art und Platzierung seiner komponenten ein historisches gegen- stück zu altenwerder bildet: elektro- und Dampfkräne als Vorläufer der Zweikatz-brücken, sackkarre und fuhrwerk statt fahrerloser Transportsysteme, schuppen anstelle der container-blocklager und die speicherstadt mit anschluss an wasser, schiene und straße als damalige form eines güterverkehrszentrums. beim sandtorkai wie bei der speicherstadt stehen die beiden Vorläufergesellschaften der hhla Pate: Die 1866 gegründete staatliche kaiverwaltung, zuständig für die entwicklung und den betrieb der hafenanlagen, fusioniert 1935 mit der hamburger freihafen-lagerhaus-ge- sellschaft, die 1885 für bau und betrieb der speicher- stadt gegründet worden war. Doch mit altenwerder ist die Terminalentwicklung noch längst nicht am ende. im sommer 2010 nimmt der hhla container Terminal burchardkai einen neuen groß- schiffsliegeplatz in betrieb mit nochmals leistungsfähi- geren containerbrücken und einem weiterentwickelten blocklagersystem … Die erfolgsfaktoren: umschlagnahe logistik, hochleistungsfähiger kaiumschlag und die direkte anbindung ans Hinterland. TerminalenTwicklung Zukunft im Blick Die Anfänge eines international erfolgreichen Systems: „Hamburger Kai-Einteilung“ am Sandtorkai, 1889.
