Report-Investor: Hannover Rückversicherung AG - Geschäftsbericht 2009

45Hannover Rück-Konzerngeschäftsbericht 2009 KAPITALANLAGEN laGeBeRICht nannten Superannuation Funds. Sie widmet sich der Über- nahme der biometrischen Risiken Mortalität und Invalidität, übernimmt aber keinen Anteil an der Kapitalakkumula- tion der Vorsorgesysteme. Die Gesellschaft unterstützt auch neue Vertriebsmodelle in Australien und Neuseeland, die auf eine direkte An- sprache der Versicherungsnehmer ausgerichtet sind und den Kauf einer Police zügig und effizient über Call-Center abwickeln. Durch den Rückzug einer früheren Block-Assumption- Transaktion mit einem australischen Zedenten ermäßigten sich die Prämieneinnahmen um 13,5 % auf 251,3 Mio. EUR. Der Risikoverlauf fiel im Bereich der Invaliditätsren- ten nicht zufriedenstellend aus, dennoch konnte die Ge- sellschaft dank hoher Erträge aus Retrozessionen ein ver- bessertes Ergebnis ausweisen: Der operative Gewinn (EBIT) stieg auf 28,4 Mio. EUR, was einer EBIT-Rendite von 25,0 % entspricht. Das Nachsteuerresultat zeigte mit 24,6 Mio. EUR ebenfalls einen sehr ansprechenden Wert. Kapitalanlagen Die Turbulenzen an den internationalen Kapitalmärkten im ersten Halbjahr und die Erholung während der zweiten Hälfte haben unser Kapitalanlageergebnis im Berichtsjahr insgesamt positiv beeinflusst. Marktentwicklung Während bei europäischen Staatsanleihen insbesondere im kurz- bis mittelfristigen Laufzeitenbereich die Rendi- ten fielen, waren bei längerfristigen Anlagen Renditean- stiege zu verzeichnen. Bei US-Staatsanleihen kam es in nahezu allen Laufzeitensegmenten zu teilweise deutlichen Renditesteigerungen. Die daraus resultierenden negativen Marktwerteffekte wurden allerdings durch die Reduktion der Risikoaufschläge der Unternehmensanleihen über- kompensiert. Dies hat sich insgesamt positiv auf die Ent- wicklung der Marktwerte des festverzinslichen Porte- feuilles ausgewirkt, sodass auch die unrealisierten negativen Gewinne im Jahresverlauf deutlich stiegen. Während die US-amerikanische Notenbank ihre Leitzin- sen nach den drastischen Senkungen im Vorjahr während der Berichtsperiode unverändert bei 0,00 % bis 0,25 % beließ, senkte die Europäische Zentralbank ihren Leitzins im Jahresverlauf in mehreren Schritten von 2,50 % auf 1,00 %. Die Verzinsung zehnjähriger US-Staatsanleihen stieg im Jahresverlauf deutlich von 2,1 % auf 3,8 %. Eine ver- gleichbare Entwicklung war auch bei europäischen Staats- anleihen zu beobachten. Bei diesen fiel der Anstieg von 2,9 % auf 3,4 % allerdings moderater aus. Unterschiede in den Renditeentwicklungen beider Währungsräume waren zusammensetzung der Kapitalanlagen 87,5% Festverzinsliche Wertpapiere < 1% Aktien 1,7 % Private Equity 8,0% Kurzfristige Anlagen und Barmittel 1,6% Sonstige 1,2% Immobilien

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