55Hannover Rück-Konzerngeschäftsbericht 2009 CHANCEN- UND RISIKOBERICHT laGeBeRICht Chancen- und Risikobericht Risikobericht Risikostrategie Die aus der Unternehmensstrategie abgeleitete Risiko- strategie ist die Basis unseres Umgangs mit Risiken und Chancen. Elementar für die Übernahme von Risiken sind die Vorgaben und Entscheidungen des Vorstands zum Risikoappetit der Hannover Rück. Die Risikostrategie bil- det als eigenständiges Regelwerk das Fundament für das konzernweite Risikomanagement. Sie ist damit integraler Bestandteil des unternehmerischen Handelns und spie- gelt sich in den Detailstrategien der jeweiligen Geschäfts- bereiche wider. Als international agierender Rückversicherungskonzern sind wir mit einer Vielzahl von Risiken konfrontiert, die untrennbar mit unserer unternehmerischen Tätigkeit verbunden sind und deren Ausprägung in den einzel- nen Geschäftsfeldern und geografischen Regionen un- terschiedlich ist. Sowohl die Unternehmens- als auch die Risikostrategie werden daher regelmäßig überprüft. Durch diese Überprüfung unserer Annahmen und einer gegebenenfalls daraus abgeleiteten Adjustierung stellen wir die Aktualität unserer strategischen Leitlinien und damit unseres Handelns sicher. Übergeordnete ziele und organisation des Risikomanagements Oberstes Ziel unseres Risikomanagements ist es, unsere strategisch definierten Risikopositionen einzuhalten und darauf zu achten, dass die Kapitalausstattung jederzeit ausreichend ist. Die folgenden Elemente unseres Risiko- managementsystems sind für uns von zentraler Bedeutung: • Steuerung und Überwachung der Einzelrisiken, damit das Gesamtrisiko im zulässigen Toleranzbereich liegt • Funktionstrennung zwischen risikoeingehenden und risikosteuernden Geschäftsbereichen einerseits und risikoüberwachenden Bereichen (Group Risk Manage- ment) andererseits • Prozessunabhängige Überwachung durch die interne Revision • Regelmäßige Überprüfung der Wirksamkeit der Systeme und gegebenenfalls Anpassung an das geschäftliche Umfeld und/oder die geänderte Risikolage im Rahmen unseres internen Risikosteuerungs- und Kontrollsystems • Systematische und vollständige Überwachung aller aus heutiger Sicht denkbaren ergebnis- und bestandsge- fährdenden Risiken mittels effizienter und praxisorien- tierter Steuerungs- und Kontrollsysteme • Adressatengerechte und risikoübergreifende Berichter- stattung an den Risikoausschuss und den Vorstand • Ad-hoc-Berichte im Bedarfsfall • Dokumentation der wesentlichen Elemente des Systems in verbindlichen Anweisungen • Gute Finanzkraft- und Risikomanagementbewertungen durch die für uns wichtigen Ratingagenturen Im Berichtsjahr wurde unser Risikomanagement von Standard & Poor´s mit „Strong“, der zweitbesten S&P-Be- wertung, beurteilt. Diese Einschätzung zeigt die Qualität unseres ganzheitlichen Risikomanagementansatzes. Die aktuelle Finanzkraftbewertung durch Standard & Poor‘s lautet: „AA-“ („Very strong“, negativer Ausblick), die Be- wertung von A.M. Best lautet „A“ („Excellent“, stabiler Ausblick). funktionen innerhalb des Risikomanagementsystems Wesentlich für ein effizientes Risikomanagementsystem ist das Zusammenwirken der einzelnen Funktionen und Gremien innerhalb des Gesamtsystems. Die Hannover Rück hat die Rollen und Aufgaben klar definiert, um ein reibungsloses Zusammenspiel zu gewährleisten. Quantitative Methoden des Risikomanagements Die Hannover Rück hat als zentrales Instrument des Risiko- managements ein internes Kapitalmodell zur Risikoquan- Detailstrategien (zentral-)Bereiche, tochtergesellschaften Risikostrategie Unternehmens- strategie
