Report-Investor: Hannover Rückversicherung AG - Geschäftsbericht 2009

65Hannover Rück-Konzerngeschäftsbericht 2009 CHANCEN- UND RISIKOBERICHT laGeBeRICht und ordnungsgemäße Vertragsabwicklung überprüfen. Ein Security-Komitee überwacht dabei fortlaufend die Bo- nität der Retrozessionäre und beschließt gegebenenfalls Maßnahmen zur Besicherung von Forderungen, wenn diese ausfallgefährdet scheinen. Der Bereich Group Protections ist für die laufende Ab- gabensteuerung der Hannover Rück-Gruppe verantwort- lich. Unsere webbasierte Risiko-Management-Applikation „Cession Limits“ unterstützt den Prozess, indem sie Ab- gabenlimite für die einzelnen, an den Schutzdeckungs- programmen beteiligten Retrozessionäre vorgibt und die noch freien Kapazitäten für kurz-, mittel- und langfris- tiges Geschäft ermittelt (Abgabensteuerung). Abhängig von der Art und erwarteten Dauer der Abwicklung des rückversicherten Geschäfts fließen bei der Auswahl der Rückversicherer neben Mindestratings der Ratingagentu- ren Standard & Poor’s und A. M. Best auch noch interne und externe Experteneinschätzungen ein (z. B. Markt- informationen von Maklern). Insgesamt schützen Retro- zessionen unser Kapital, sie stabilisieren und optimieren unsere Ergebnisse und erlauben uns, vom „harten“ Markt voll zu profitieren (z. B. nach einem Großschadenereig- nis). Neben der klassischen Retrozession in der Schaden- Rückversicherung transferieren wir auch Risiken in den Kapitalmarkt. Kreditrisiken sind aber auch im Hinblick auf unsere Kapitalanlagen sowie innerhalb der Personen- Rückversicherung von Bedeutung, weil wir Abschlusskos- ten unserer Zedenten vorfinanzieren. Unsere Zedenten, Instrumente zur Überwachung und Steuerung unserer Kreditrisiken Steuerungskennzahlen 2009 2008 2007 2006 2005 Solvabilitätsspanne1 60,4 % 66,7 % 72,6 % 68,8 % 61,1 % Eigenkapitalüberdeckung2 32,1 % 41,3 % 35,0 % 39,1 % 45,8 % Zinsbedienungsfähigkeit3 14,9x 1,9x 12,0x 10,5x 1,2x Rückstellungen/Prämie4 270,1 % 312,4 % 291,3 % 305,2 % 304,8 % Kombinierte Schaden-/Kostenquote der Schaden-Rückversicherung 96,6 % 95,4 % 99,7 % 100,8 % 112,8 % 1 (Eigenkapital + Minderheitskapital + Hybridkapital)/verdiente Nettoprämie 2 Hybridkapital/(Eigenkapital + Minderheitskapital) („debt leverage”) 3 EBIT/Zinszahlungen auf Hybridkapital („interest coverage”) 4 Netto-Rückstellungen/verdiente Nettoprämie Selbstbehalt der gebuchten Bruttoprämie in % 2009 2008 2007 2006 20051 Hannover Rück-Konzern 92,6 89,1 87,4 76,3 79,2 Schaden-Rückversicherung 94,1 88,9 85,3 72,4 85,9 Personen-Rückversicherung 90,7 89,3 90,8 85,4 92,8 1 Inkl. Finanz-Rückversicherung und Specialty Insurance Retrozessionäre und Maklerbeziehungen, aber auch unse- re Kapitalanlagen werden deshalb unter Bonitätsgesichts- punkten sorgfältig bewertet, eingegrenzt und im Rahmen unseres Limit- und Schwellenwertsystems laufend über- wacht und gesteuert. Die wesentlichen Steuerungskennzahlen des Kreditrisikos stellen sich wie folgt dar: • 96,0 % unserer Retrozessionäre sind mit einem soge- nannten Investment-Grade-Rating klassifiziert („AAA“ bis „BBB“). • 93,9 % verfügen über ein Rating in der Kategorie „A“ oder besser. • Seit dem Jahr 2005 konnten wir die Höhe der Forderun- gen um insgesamt 63 % senken. • Unsere Forderungen aus dem in Rückdeckung gege- benen Geschäft sind zu 30,5 % durch Depots oder Avalbürgschaften gesichert. Bei den meisten unserer Retrozessionäre sind wir auch Rückversicherer, d. h. es besteht meist ein Aufrechnungspotenzial mit eigenen Verbindlichkeiten. • Bezogen auf die wesentlichen Gesellschaften des Hanno- ver Rück-Konzerns waren zum Bilanzstichtag 279,8 Mio. EUR (9,75 %) unserer Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft in Höhe von 2.869,9 Mio. EUR älter als 90 Tage. • Die durchschnittliche Ausfallquote der letzten drei Jahre betrug 0,2 %.

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