Report-Investor: Hannover Rückversicherung AG - Geschäftsbericht 2009

3Hannover Rück-Konzerngeschäftsbericht 2009 BRIef DeS VoRStanDSVoRSItzenDen Damit konnten wir auch nach einigen Jahren schwindender Prämieneinnahmen diese im Berichtsjahr wieder deutlich steigern. Damit aus dieser positiven Tendenz, die sich im Berichtsjahr manifestiert hat, auch ein langfristiger Trend wird, entwickeln wir unsere Geschäftsmodelle in der Schaden- und Personen-Rückversicherung stetig fort und loten neue Ge- schäftschancen aus. Zu diesem Zweck haben wir im Berichtsjahr die nötigen Strukturen geschaffen, um derartige Möglichkeiten systematisch und konse- quent identifizieren und so attraktives Neugeschäft generieren zu können. Der Stabwechsel an der Spitze Ihres Unternehmens und die mit dem Wechsel einhergehenden Änderungen der Zuständigkeiten im Vorstand verliefen reibungslos. Entsprechend der Ressortverantwortung gliedern wir unser Schaden-Rückversicherungsportefeuille nunmehr in drei Teilbereiche, nämlich die Zielmärkte, das Spezialgeschäft und die globale Rückversicherung. Dabei setzen wir unsere Strategie der nachhaltigen, ertragsorientierten Geschäfts- politik weiterhin konsequent um. Im Geschäftsfeld der Schaden-Rückversicherung möchte ich vor allem unser gutes versicherungstechnisches Ergebnis hervorheben, das wir erzielen konn- ten, ohne unser Prinzip der sehr konservativen Schadenreservierung anzu- tasten. Dies zeigt zum einen die gute Qualität unseres Geschäftes, zum anderen ist das Ergebnis aber auch durch die im Berichtsjahr recht geringe Belastung durch Großschäden begünstigt worden. Die teuersten Schadenereignisse aus Naturkatastrophen waren für uns im Berichtsjahr die Buschfeuer in Australien und der Wintersturm „Klaus“ in Europa. Darüber hinaus waren größere Einzel- schäden, etwa im Luftfahrtbereich, zu verkraften. Insgesamt lagen die Belas- tungen aus Großschäden jedoch unterhalb des Schadenerwartungswertes. Verehrte Aktionäre, wie Sie wissen, spielt für uns seit Jahren auch der Transfer von Versicherungsrisiken in den Kapitalmarkt eine besondere Rolle beim Risikomanagement von Spitzenrisiken. Obwohl im Berichtsjahr die Verhältnisse am Kapitalmarkt noch schwierig waren, konnten wir unsere erstmals 2006 begebene Katastrophenanleihe „Eurus“ mit einem erhöhten Volumen erneuern. Mit dieser Transaktion schützen wir uns gegen das Risiko europäischer Sturm- ereignisse. Darüber hinaus haben wir 2009 erstmals ein Portefeuille fakultativer Rückver- sicherungsrisiken in den Kapitalmarkt transferiert. Hierbei ging es nicht um den Schutz unseres eigenen Geschäftes, sondern um den unmittelbaren Transfer des Geschäftes unserer Kunden in den Kapitalmarkt.

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