Report-Investor: HOCHTIEF AG - Geschäftsbericht 2009

Geschäftsbericht 2009 119 ❘ Informationen für die Aktionäre ❘ ❘ Lagebericht ❘ ❘ Konzernabschluss ❘ Prognose­ und Chancenbericht • Auftragseingang und ­bestand auf hohem Niveau • Strategische internationale Aufstellung in kritischem Marktumfeld erfolgreich • Finanzkrise bisher erfolgreich gemeistert • Beibehaltung der Dividendenpolitik Prognosebericht Langfristige Wachstumsziele beibehalten HOCHTIEF ist mit der seit Langem verfolgten Strategie des Lebenszyklusmanagements und der Internationali­ sierung sehr gut aufgestellt, um konjunkturelle Schwä­ chephasen zu meistern und vorhandene Chancen zu nutzen. Mit einer Angebotspalette von integrierten Leis­ tungen entlang des Lebenszyklus von Infrastruktur­ projekten, Immobilien und Anlagen sowie der weltwei­ ten Präsenz in allen wichtigen Regionen verfügt HOCHTIEF über ein hohes Maß an Risikodiversifizie­ rung. Wir sind hierdurch unabhängiger von Schwan­ kungen einzelner Branchen und Märkte. Die strategi­ sche Positionierung von HOCHTIEF sehen wir als soliden Wettbewerbsvorteil und als Schlüssel, um un­ sere langfristigen Wachstumsziele auch über konjunk­ turelle Schwächephasen hinaus beizubehalten. Stabile Rahmenbedingungen für 2010 Die internationale Finanz­ und Wirtschaftskrise prägte die weltwirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2009. Die Finanz­ und Wirtschaftssysteme konnten durch massive einzelstaatliche Eingriffe gefestigt werden. Wenngleich die Weltwirtschaft die Talsohle der Rezession offenbar durchschritten hat, rechnen wir für das Geschäftsjahr 2010 nur mit einer langsamen Erholung. Es bestehen weiterhin konjunkturelle Rückschlagsrisiken. Für den Euroraum erwarten wir für das Jahr 2010, dass sich die gesamtwirtschaftliche Situation auf niedrigem Niveau stabilisieren wird. In Deutschland rechnen wir nicht da­ mit, dass bereits 2010 ein nachhaltiges Wachstum er­ reicht werden kann. In den USA wird für das Jahr 2010 ein moderates Wirtschaftswachstum erwartet. Die Pers­ pektiven für den australischen Markt werden positiver eingeschätzt. Für die Golfregion gehen wir davon aus, dass sich vor allem die Märkte in Abu Dhabi, Katar, Bahrain und Saudi­Arabien stabil entwickeln. Auch die Märkte in Asien, allen voran China und Indien, werden 2010 anziehen. Für das Geschäftsjahr 2010 gehen wir von einer Aufwertung des Euros zum US­ Dollar aus. Für den australischen Dollar erwarten wir eine Aufwertung gegenüber dem Euro. Aufgrund unse­ rer starken Präsenz im amerikanischen und asiatischen Raum kann die Wechselkursentwicklung unsere Ergeb­ nisprognosen beeinflussen. Unsere Planungen basieren auf der Annahme, dass sich die Finanz­ und Kapitalmärkte im Jahr 2010 wie­ der normalisieren, es zu keinem anhaltenden rezessi­ ven Konjunktureinbruch der Weltwirtschaft kommt und sich die Lage in den politischen Spannungsgebieten nicht weiter nachhaltig verschärft. Normalisierung von Auftragseingang, Auftragsbestand und Umsatzerlösen Der Auftragseingang lag im Berichtsjahr 2009 bei 22,47 Mrd. Euro (Vorjahr 25,28 Mrd. Euro). Das Vorjahres­ niveau konnte aufgrund geringerer großvolumiger Auf­ tragseingänge insbesondere im Bereich HOCHTIEF Americas nicht erreicht werden. Der Auftragsbestand erreichte mit 35,59 Mrd. Euro erneut einen historischen Höchststand und sichert HOCHTIEF eine rechnerische Auftragsreichweite von etwa 21 Monaten. Die Umsatzer­ löse entwickelten sich trotz des schwierigen Marktum­ felds mit 18,17 Mrd. Euro erneut sehr positiv. Wir gehen für das Jahr 2010 von einem Auftragsein­ gang und Auftragsbestand leicht unterhalb des Vorjah­ res aus. Die Umsatzerlöse werden etwa auf dem Niveau des Vorjahres liegen. Positive Ergebnisentwicklung HOCHTIEF konnte im Geschäftsjahr 2009 sowohl das Ergebnis vor Steuern (600,5 Mio. Euro) als auch den Konzerngewinn (195,2 Mio. Euro) steigern. Das Ergeb­ nis vor Steuern verbesserte sich um mehr als 20 Pro­ zent, der Konzerngewinn übertraf das Vorjahr um fast 25 Prozent.* Wir sind trotz der schwierigen ökonomischen Rahmen­ bedingungen und angesichts des noch frühen Zeit­ punkts im Jahr zuversichtlich, im Geschäftsjahr 2010 sowohl beim Vorsteuerergebnis als auch beim Konzern­ *Bezogen auf die nach IFRIC 15 angepassten Vorjahreswerte. Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten 142 und 143.

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