Report-Investor: HOCHTIEF AG - Geschäftsbericht 2009

Geschäftsbericht 2009 159 ❘ Informationen für die Aktionäre ❘ ❘ Lagebericht ❘ ❘ Konzernabschluss ❘ Bei dem Saldo aus Forderungen aus PoC und erhaltenen An- zahlungen in Höhe von 1.422.095 Tsd. Euro (Vorjahr 1.272.349 Tsd. Euro) werden diejenigen kundenspezifischen Fertigungs- aufträge ausgewiesen, bei denen die angefallenen Herstellungs- kosten einschließlich Gewinnanteilen die erhaltenen Anzah- lungen übersteigen. Die Summe der aktivisch und passivisch unter den Forderungen beziehungsweise Verbindlichkeiten aus PoC ausgewiesenen Herstellungskosten einschließlich Gewinnanteilen für Fertigungsaufträge beläuft sich auf 3.133.394 Tsd. Euro (Vorjahr 3.243.895 Tsd. Euro). Gemäß IAS 23 wurden Fremdkapitalkosten in Höhe von 9.086 Tsd. Euro (Vorjahr 4.919 Tsd. Euro) in den Forderungen aus PoC aktiviert. Bei der Ermitt- lung der Fremdkapitalkosten wurden Zinssätze zwischen 1,3 und 8,1 Prozent zugrunde gelegt. Im Geschäftsjahr wurden insgesamt 2.347.771 Tsd. Euro (Vorjahr 2.636.082 Tsd. Euro) erhaltene Anzahlungen bei den Forderungen beziehungsweise Verbindlichkeiten aus PoC verrechnet. Aufgrund der erstmaligen Anwendung von IFRIC 15 und der damit verbundenen Bilanzierungsänderung für Immobilien- bauprojekte verminderten sich die Forderungen aus PoC – unter Berücksichtigung der zugehörigen Anzahlungen – zum 31. Dezember 2008 im Vergleich zum im Vorjahr berichteten Wert um 860.040 Tsd. Euro. Bei vollkonsolidierten Gesellschaften des HOCHTIEF-Kon- zerns bestehen Dienstleistungslizenzen oder ähnliche Geneh- migungen. Diese werden hauptsächlich als finanzielle Vermö- genswerte bilanziert und unter den Forderungen aus PoC ausgewiesen. Bei diesen Dienstleistungslizenzen aus dem Ge- schäftsfeld Soziale Infrastruktur/Öffentlicher Hochbau handelt es sich um Vereinbarungen zur Renovierung und Modernisie- rung sowie zum Betrieb und zur Instandhaltung von Schulen beziehungsweise öffentlichen Gebäuden mit einer maximalen Konzessionslaufzeit bis zum Jahr 2034. Die Gesellschaften des HOCHTIEF-Konzerns sind zur Erfül- lung ihrer Aufgaben aus den Dienstleistungslizenzen entspre- chend verpflichtet und zu diesem Zweck mit den dazu jeweils erforderlichen Rechten ausgestattet. Zum Ende der Konzessi- onslaufzeit gehen die Dienstleistungsobjekte in den Besitz der öffentlichen Hand als Auftraggeber zurück. Die öffentliche Hand bleibt während der gesamten Konzessionslaufzeit in der Regel die Eigentümerin der mit den Dienstleistungslizenzen verbundenen Vermögenswerte. Bei den einzelnen Dienstleis- tungslizenzen bestehen Kündigungsoptionen lediglich aus wichtigem Grund, Verlängerungsoptionen sind überwiegend nicht geregelt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten vertragliche Einbehalte in Höhe von 372.521 Tsd. Euro (Vorjahr 502.763 Tsd. Euro). Unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aus- gewiesene Immobilien aus Projektentwicklungen unterliegen in Höhe von 111.886 Tsd. Euro (Vorjahr 150.200 Tsd. Euro) Verfü- gungsbeschränkungen. Gegenüber Unternehmen, die nach der Equity-Methode be- wertet werden, bestehen Forderungen in Höhe von 3.969 Tsd. Euro (Vorjahr 4.273 Tsd. Euro). 21. Ertragsteueransprüche Bei den Ertragsteueransprüchen in Höhe von 56.879 Tsd. Euro (Vorjahr 65.320 Tsd. Euro) handelt es sich um Forde- rungen gegenüber in- und ausländischen Finanzbehörden. 22. Wertpapiere Bei den kurzfristigen Wertpapieren in Höhe von 807.739 Tsd. Euro (Vorjahr 809.396 Tsd. Euro) handelt es sich im Wesent- lichen um in Spezialfonds gehaltene Wertpapiere sowie fest- verzinsliche Titel mit einer Restlaufzeit bei Erwerb von mehr als drei Monaten, für die keine dauerhafte Halteabsicht besteht. Die kurzfristigen Wertpapiere gehören ausschließlich zur Kate- gorie „zur Veräußerung verfügbar“. Die Bewertung erfolgt zu beizulegenden Zeitwerten, wodurch sich der Bilanzansatz um 43.607 Tsd. Euro (Vorjahr 91.577 Tsd. Euro) vermindert hat. Die kurzfristigen Wertpapiere sind in Höhe von 18.970 Tsd. Euro (Vorjahr 33.876 Tsd. Euro) als Sicherheiten für die An- sprüche von Mitarbeitern aus Altersteilzeit verpfändet. Investitionen in Wertpapiere erfolgen grundsätzlich auf einer Buy-and-hold-Strategie und ohne jegliche Spekulationsab- sicht. Außerhalb der extern gemanagten Anlagen werden in der Direktanlage ausschließlich Anleihen erstklassiger Emit- tenten gekauft und durch eine breite Diversifizierung Konzen- trationsrisiken in Bezug auf einzelne Emittenten strikt vermie- den. 23. Flüssige Mittel Flüssige Mittel in Höhe von 1.769.644 Tsd. Euro (Vorjahr 1.787.713 Tsd. Euro) bestehen als Kassenbestände, als Gut- haben bei Kreditinstituten sowie als kurzfristig veräußerbare Wertpapiere mit einer Restlaufzeit bei Erwerb von bis zu drei Monaten. Die flüssigen Mittel unterliegen Verfügungsbe- schränkungen in Höhe von 10.390 Tsd. Euro (Vorjahr 1.364 Tsd. Euro), im Wesentlichen aufgrund der Ansprüche von Mitarbei- tern aus Altersteilzeit. 24. Eigenkapital Die Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals ist auf Seite 131 dargestellt. Das gezeichnete Kapital der HOCHTIEF Aktiengesellschaft in Höhe von 179.200 Tsd. Euro ist unverändert eingeteilt in 70000000 nennwertlose Stückaktien. Der auf die einzelne Aktie entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals beträgt 2,56 Euro.

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