Report-Investor: HOCHTIEF AG - Geschäftsbericht 2009

auch die Zuständigkeitsverteilung zwischen den Gre­ mien entsprechend den neuen gesetzlichen Vorgaben umgesetzt. Danach werden die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder vom Aufsichtsrat festgesetzt. Auch das Vergütungssystem für den Vorstand wird vom Auf­ sichtsrat beschlossen und regelmäßig überprüft. Der Personalausschuss des Aufsichtsrats bereitet die ent­ sprechenden Beschlussfassungen des Aufsichtsratsple­ nums vor. Die Vergütung der Vorstandsmitglieder besteht aus festen und variablen, erfolgsorientierten Bezügen. Die festen Bezüge werden als leistungsunabhängige Grund­ vergütung monatlich als Gehalt ausgezahlt; darüber hin­ aus erhalten die Vorstandsmitglieder Nebenleistungen in Form von Sachbezügen. Diese bestehen hauptsäch­ lich aus dem nach steuerlichen Richtlinien anzusetzen­ den Wert der privaten Nutzung der Dienstwagen, ver­ mögenswerter Vorteile und der Unfallversicherung. Die erfolgsorientierten Bezüge sind abhängig vom Kon­ zerngewinn und von der persönlichen Leistung der Vor­ standsmitglieder. Bei einer Zielerreichung von 100 Prozent setzen sich die Gesamtbarbezüge zu jeweils etwa 50 Prozent aus den festen und den erfolgsorientierten Bezügen zusammen. Die erfolgsorientierten Bezüge bestehen aus der Unter­ nehmenstantieme (Anteil 60 Prozent) und einer individu­ ellen Tantieme (Anteil 40 Prozent) – bei einer angenom­ menen Zielerreichung von jeweils 100 Prozent. Ferner gehören zur Vergütung der Vorstandsmitglieder Pensionszusagen und sonstige Zusagen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit sowie die Beteiligung an variablen Vergütungskomponenten des Konzerns mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter. Bezüge des Vorstands für frühere Geschäftsjahre Für die Wahrnehmung konzerninterner Mandate sind im Geschäftsjahr Bezüge in Höhe von 35 Tsd. Euro an Dr. Noé sowie weitere nachberechnete erfolgsorien­ tierte Bezüge für das Geschäftsjahr 2008 in Höhe von 702 Tsd. Euro (davon an Dr. Lütkestratkötter 314 Tsd. Euro, Ehlers 52 Tsd. Euro, Dr. Lohr 126 Tsd. Euro, Dr. Noé 126 Tsd. Euro und Dr. Rohr 84 Tsd. Euro) gewährt worden. Variable Vergütungskomponenten mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter Zur Vergütung der Vorstandsmitglieder gehört außer­ dem die Teilnahme an den Long­Term­Incentive­Plänen (LTIP)* der Gesellschaft. Dabei handelt es sich um die Gewährung von sogenannten Stock­Appreciation­Rights (Wertsteigerungsrechte) und Stock­Awards (virtuelle Aktienrechte). Die Stock­Appreciation­Rights gewähren den Mitglie­ dern des Vorstands bei Erreichung der Ausübungshür­ den nach Ablauf der Wartezeit von jeweils zwei Jahren innerhalb des jeweiligen dreijährigen Ausübungszeit­ raums einen Zahlungsanspruch gegen die Gesellschaft. Dessen Höhe hängt von der Entwicklung des Börsen­ kurses innerhalb der Warte­ und Ausübungszeit ab. Fer­ ner müssen relative sowie absolute Erfolgshürden, deren nachträgliche Änderung ausgeschlossen ist, erfüllt sein. Die Planbedingungen der Stock­Awards sehen vor, dass die Berechtigten für jeden Stock­Award nach Ab­ lauf der Wartezeit von jeweils drei Jahren innerhalb des jeweiligen zweijährigen Ausübungszeitraums einen Zahlungsanspruch in Höhe des Börsenschlusskurses der HOCHTIEF­Aktie des letzten Börsenhandelstags vor dem Ausübungstag haben. Die Ansprüche sind für alle Long­Term­Incentive­Pläne auf einen Maximalwert begrenzt, damit die Höhe auch im Fall von außerordentlichen beziehungsweise nicht vorhersehbaren Entwicklungen angemessen bleibt. Im Geschäftsjahr 2009 wurden die Stock­Awards aus dem LTIP 2006 von allen Mitgliedern des Vorstands vollständig ausgeübt. Die Auszahlung betrug 2.156 Tsd. Euro (davon an Dr. Lütkestratkötter 547 Tsd. Euro, Ehlers 552 Tsd. Euro, Dr. Lohr 267 Tsd. Euro, Dr. Noé 265 Tsd. Euro und Dr. Rohr 525 Tsd. Euro). Darüber hinaus wur­ den Stock­Appreciation­Rights aus dem LTIP 2007 von Dr. Lohr in Höhe von 102 Tsd. Euro ausgeübt. Zu der Vergütung gehören weiterhin langfristige Stock­ Appreciation­Rights nach dem Top­Executive­Reten­ tion­Plan 2004 (TERP 2004), der zuletzt anlässlich der *Siehe Glossar Seite 198. 18 Geschäftsbericht 2009

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