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Report Investor: HOCHTIEF AG - Geschäftsbericht 2010

Geschäftsbericht 2010 119 ❘ Informationen für die Aktionäre ❘ ❘ Lagebericht ❘ ❘ Konzernabschluss ❘ Risikobericht • Risikosteuerung durch konzernweit einheitliches Risikofrüherkennungssystem • Systematische Anwendung von Risikomanagement als strategischer Erfolgsfaktor • Finanzbasis des Konzerns weiter gestärkt • Keine den Bestand der Gesellschaft gefährdenden Risiken Risikomanagement im Konzern Risikomanagement steht bei HOCHTIEF für sämtliche organisatorischen Prozesse, durch die Risiken identifi- ziert sowie geeignete Maßnahmen zur Gegensteuerung entwickelt und umgesetzt werden. Als Risiken gelten alle Entwicklungen, die sich negativ auf das Erreichen der qualitativen und quantitativen Unternehmensziele, insbesondere auf das Ergebnis und die Liquidität, aus- wirken können. Bei HOCHTIEF ist Risikomanagement ein wesentlicher Erfolgsfaktor und gehört zu den integralen Bestandtei- len des Managementsystems. Das Risikobewusstsein der Mitarbeiter wird durch ständig optimierte organisa- torische Prozesse auf allen Ebenen, informationstech- nologische Systeme und offene Kommunikation im Konzern zielgerichtet optimiert. Konzernweites Risikofrüherkennungssystem Eine konzernweit gültige und jedem Mitarbeiter zugäng- liche Richtlinie regelt einheitlich den Umgang mit Risi- ken. Die Unternehmensbereiche haben zur Ergänzung der Konzernrichtlinien eigene, speziell für ihren Bereich entwickelte Organisationsanweisungen erstellt. Die im Vorjahr zu Beginn der Finanzkrise verstärkte Betrach- tung von Liquiditätsrisiken hat sich bewährt und wird fortgesetzt. Die Konzernrevision prüft und beurteilt ergänzend die Einhaltung der Vorgaben und Wirksamkeit der instal- lierten Systeme und Prozesse. Die Ergebnisse dieser Prüfungen werden herangezogen, um die Risikofrüh- erkennung und -steuerung zu optimieren. Die Risiken werden dreimal im Jahr zusammen mit den Prognosen vor Ort erhoben und die Informationen von unten nach oben bis auf die Konzernebene verdichtet. Durch diese Vorgehensweise werden alle Verantwortli- chen auf allen Ebenen der Unternehmenshierarchie mit- einbezogen. Die Risikomeldung enthält die potenzielle Schadenshöhe, die Eintrittswahrscheinlichkeit, die Risiko- kategorie, den möglichen Eintrittszeitpunkt und bereits getroffene Maßnahmen zur Abwendung. Über diese quantitative Risikodarstellung hinaus ist es HOCHTIEF besonders wichtig, dass die Risiken im Management offen diskutiert werden. Zu diesem Zweck ist ein Steu- erungskreis Risikomanagement etabliert worden, dem Vertreter aller Unternehmensbereiche und Konzernab- teilungen angehören. Dieses Forum betrachtet die ge- meldeten Risiken sowohl aus Sicht der Unternehmens- bereiche als auch aus Sicht der Holding. Dabei werden konkrete Gegensteuerungsmaßnahmen koordiniert und verabschiedet. Die Ergebnisse des Steuerungskreises werden durch die Konzernabteilung Controlling für den Vorstand aufbereitet. Der Risikobericht wird anschließend im Vorstand beraten und verabschiedet. Die Risikositua- tion wird turnusmäßig in den Sitzungen des Prüfungs- ausschusses des Aufsichtsrats erörtert. Im Risikofrüherkennungssystem von HOCHTIEF ist der Investitionsausschuss ein wesentliches Element zur Vermeidung von Risiken. Dieses Gremium stellt sicher, dass alle Beteiligungen und Investitionen nach einheitli- chen und anerkannten Grundsätzen beurteilt und nur bei Erfüllung der strengen Kriterien genehmigt werden. Zeitgleich mit den Risiken werden in der Planungs- und Prognoseberichterstattung die Chancen von HOCHTIEF an den Vorstand berichtet. Eine Saldierung von Chan- cen und Risiken findet nicht statt.