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Report Investor: HOCHTIEF AG - Geschäftsbericht 2010

stützt wird. Diese Tendenzen werden sich auch 2011 fortsetzen. Nach wie vor existieren jedoch Schwierig­ keiten auf dem Immobilienmarkt, wo sich nur langsam Besserung abzeichnet. Ausführlich befasste sich der Aufsichtsrat sowohl mit der guten operativen Geschäfts­ entwicklung im Bereich Contract­Mining als auch mit den Belastungen aus Margenreduzierungen durch das Projekt AirportLink, Brisbane, die zu einer Gewinnwar­ nung von Leighton Holdings führten. Der Aufsichtsrat begrüßte in diesem Zusammenhang die enge Beglei­ tung und Unterstützung von Leighton durch HOCHTIEF bei der Risikoanalyse und ­steuerung und befasste sich dabei auch mit der unterschiedlichen Bilanzierungspo­ litik und Risikovorsorge von Leighton und HOCHTIEF. Besprochen wurden ebenfalls die Drei­Marken­Strate­ gie von Leighton, der Ausbau des Contract­Mining­ Geschäfts in neuen Märkten (wie zum Beispiel in der Mongolei) und die Beachtung von Compliance­Grund­ sätzen. Kernthemen der Beratungen im Unternehmensbereich Concessions waren die unterschiedlichen Auswirkun­ gen der Finanzkrise auf die Passagier­ und Verkehrs­ aufkommensentwicklung an den Flughäfen sowie die differenzierten Entwicklungen auf dem PPP­Markt. Im Airport­Bereich erörterte der Aufsichtsrat speziell die Aus­ wirkungen der neuen Luftverkehrsabgabe in Deutsch­ land und die verbesserte Situation des Flughafens Bu­ dapest. Insbesondere die Entwicklung in Griechenland wurde wegen des angespannten wirtschaftlichen Um­ felds und der schwer abschätzbaren Entwicklung regel­ mäßig beobachtet. Bei HOCHTIEF PPP Solutions standen dabei die Projekte, die unter der Finanzkrise besonders litten, im Vordergrund. Wesentliches Thema war die Einhaltung der Zahlungsverpflichtungen des griechischen Staats mit der zusätzlich komplexen Situ­ ation, dass der griechische Staat gleichzeitig Partner der Mautstraßenprojekte ist. Bereichsübergreifend in­ formierte sich der Aufsichtsrat über die Auswirkungen der Einsparungsmaßnahmen und der Steuererhöhun­ gen durch die griechische Regierung sowie möglicher Streiks (Flughafen Athen) und die Notwendigkeit von Projektrestrukturierungen (zum Beispiel Elefsina–Patras). Wiederum Kernthema war das Geschäftsmodell des Concessionsbereichs, das einerseits Veräußerungen von Projekten auch in der Ramp­up­Phase vorsieht oder andererseits zunächst die operative Leistungsfä­ higkeit der Assets durch Managementleistung verbes­ sert, bevor sie veräußert werden. Hohe Beachtung hat der Aufsichtsrat den Auswirkun­ gen des Erdbebens in Chile geschenkt, bei dem glück­ licherweise keine Mitarbeiter betroffen und die Sach­ schäden größtenteils versichert waren. Erfreut zeigte sich der Aufsichtsrat über erste Projektgewinne für HOCHTIEF PPP Solutions in Nordamerika. Zentrales Thema der Beratungen im Bereich HOCHTIEF Europe war das Projekt „Teaming Up“, das sich die Neu­ strukturierung der gesamten Geschäftsaktivitäten des Konzerns in Europa zum Ziel gesetzt hat. Darüber hin­ aus stand die Weiterentwicklung des Hochbaubereichs in Deutschland, wo noch Geschäftskostenunterdeckun­ gen zu verzeichnen sind, im Vordergrund der Ausspra­ che. Bei einer Steigerung der Wettbewerbsintensität kämpft das Baugeschäft in Deutschland nach wie vor mit Schwierigkeiten. Eine Erholung in diesem Industrie­ zweig in Deutschland war noch nicht erkennbar. Zudem war die Leistung durch den strengen Winter beeinflusst. Eng begleitet hat der Aufsichtsrat die erfolgreiche Inter­ nationalisierung und die gute Entwicklung der Geschäfts­ aktivitäten im Mittleren Osten (Barwa, Katar). Intensiv beraten wurde der Aufbau des neuen Geschäftsfelds Offshore­Aktivitäten (Windparks) sowie das Risikoprofil, das angesichts der prognostizierten Marktauslastung und der erfahrenen HOCHTIEF­Einheit Marine Works als beherrschbar eingestuft wurde. Besondere Beachtung schenkte der Aufsichtsrat auch der Sonderprüfung von vergleichbaren Tiefbauvorha­ ben aus Anlass des Unglücks im Kölner U­Bahn­Bau, einem Projekt ohne HOCHTIEF­Beteiligung, wobei das Projektrisikomanagement von HOCHTIEF Construction im Zentrum der Betrachtung stand. Hierbei ergaben sich keine Auffälligkeiten. Regelmäßig ließ sich der Auf­ sichtsrat zudem über das – öffentlichkeitswirksame – Projekt Elbphilharmonie in Hamburg unterrichten. 14 Geschäftsbericht 2010