
Geschäftsbericht 2010 149 ❘ Informationen für die Aktionäre ❘ ❘ Lagebericht ❘ ❘ Konzernabschluss ❘ Zum 31. Dezember 2010 wurden neben der HOCHTIEF Ak- tiengesellschaft insgesamt 61 inländische und 396 auslän- dische Tochterunternehmen im Rahmen der Vollkonsolidie- rung in den Konzernabschluss einbezogen. Die Anzahl der konsolidierten Unternehmen hat sich gegenüber dem Vorjahr um insgesamt 45 erhöht. Im Inland wurden im Berichtsjahr sieben Gesellschaften, im Ausland 65 Gesellschaften erstmals konsolidiert. Diese entfallen im Wesentlichen auf die Unterneh- mensbereiche HOCHTIEF Asia Pacific (39) und HOCHTIEF Americas (21). Bei den Zugängen handelt es sich überwiegend um Projektgesellschaften. Unverändert zum Vorjahr wurden fünf Spezialfonds in den Konzernabschluss einbezogen. Eine inländische sowie 26 ausländische Gesellschaften sind aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden. Die Abgänge be- treffen im Wesentlichen die Unternehmensbereiche HOCHTIEF Asia Pacific (12) und HOCHTIEF Americas (11). Erst- beziehungs- weise Entkonsolidierungen erfolgen grundsätzlich zum Zeit- punkt des Anteilserwerbs beziehungsweise der Anteilsveräu- ßerung. 59 Tochterunternehmen von insgesamt untergeordneter Be- deutung für die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns wurden nicht konsolidiert. Ihr Umsatz machte zu- sammen weniger als ein Prozent des Konzernumsatzes aus. Nach der Equity-Methode wurden 17 inländische und 211 ausländische Unternehmen einbezogen. Per Saldo hat sich die Anzahl um 53 erhöht. Den Zugängen von 77 Unterneh- men stehen 24 Abgänge gegenüber. Bei den Zugängen han- delt es sich im Wesentlichen um Projektgesellschaften aus den Unternehmensbereichen HOCHTIEF Asia Pacific (60) und HOCHTIEF Americas (11). Die Abgänge betreffen die Unter- nehmensbereiche HOCHTIEF Asia Pacific (22) und HOCHTIEF Americas (2). Wegen ihrer untergeordneten Bedeutung wurde bei 30 Unternehmen auf die Einbeziehung in den Konzernab- schluss auf Basis der Equity-Methode verzichtet. Für Asset-Deals, erstmals vollkonsolidierte Gesellschaften und Anteilsaufstockungen sind im Berichtsjahr insgesamt 41.941 Tsd. Euro (Vorjahr 16.745 Tsd. Euro) aufgewendet worden, die durch flüssige Mittel gezahlt wurden. Akquisitionen wirkten sich wie folgt auf die Ertrags- und Ver- mögenslage im Konzern aus: Konsolidierungsgrundsätze Die in die Konsolidierung einbezogenen Abschlüsse der in- und ausländischen Unternehmen werden nach konzernein- heitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufge- stellt. Tochterunternehmen mit abweichendem Stichtag stellen grundsätzlich einen Zwischenabschluss zum Konzernab- schlussstichtag auf. Dies betrifft im Wesentlichen die Leighton- Gruppe mit einem Abschlussstichtag zum 30. Juni. Alle Unter- nehmenszusammenschlüsse werden nach der Erwerbsmethode bilanziert. Dementsprechend erfolgt die Kapitalkonsolidierung im Erwerbszeitpunkt durch Verrechnung der Kaufpreise mit dem neu bewerteten Nettovermögen des jeweiligen Tochterun- ternehmens. Im Zusammenhang mit dem Erwerb angefallene Transaktionskosten werden direkt als Aufwand erfasst. Die an- satzfähigen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden des jeweiligen Tochterunternehmens werden dabei mit ihren vollen beizulegenden Zeitwerten angesetzt, unabhängig von der Höhe eines eventuellen Minderheitenanteils. Immaterielle Vermögenswerte sind gesondert vom Geschäfts- oder Fir- menwert zu bilanzieren, wenn sie vom Unternehmen trennbar sind oder sich aus einem vertraglichen oder anderen Recht ergeben. Verbleibende aktive Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwerte aktiviert. Aktivierte Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig über die voraus- sichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben, sondern einmal jährlich sowie zusätzlich bei Vorliegen von Indikatoren, die auf eine mögliche Wertminderung hindeuten, einem Werthaltig- keitstest („Impairment-Test“) gemäß IAS 36 unterzogen. Nega- tive Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung werden im Zeitpunkt ihrer Entstehung ertragswirksam erfasst. Im Rah- men der Entkonsolidierung werden die Restbuchwerte der ak- tivierten Geschäfts- oder Firmenwerte bei der Berechnung des Abgangserfolgs berücksichtigt. (In Tsd. EUR) 2010 2009 Langfristige Vermögenswerte 44.778 – Kurzfristige Vermögenswerte ohne flüssige Mittel 21.426 404 Flüssige Mittel 5.027 – Vermögenswerte 71.231 404 Rückstellungen 9.824 82 Verbindlichkeiten 19.696 86 Schulden 29.520 168 Umsatzerlöse 24.359 396 Ergebnis vor Steuern 2.640 41