
Geschäftsbericht 2010 189 ❘ Informationen für die Aktionäre ❘ ❘ Lagebericht ❘ ❘ Konzernabschluss ❘ Management von Zinsrisiken Zinsrisiken entstehen bei HOCHTIEF durch Finanzpositionen der Aktivseite im Wesentlichen durch verzinsliche Wertpapiere des Umlaufvermögens. Zinsrisiken auf der Passivseite der Bilanz betreffen im Wesentlichen Finanzverbindlichkeiten. Risiken werden hierbei durch zwei Ansätze minimiert: zum ei- nen durch sogenanntes Natural Hedging, also das Eliminieren von gegenläufigen Zinsrisiken aus originären Finanzinstrumenten auf der Aktiv- und der Passivseite; zum anderen durch den Einsatz von Zinsderivaten. Dies sind in der Regel Zinsswaps, durch die Cashflow-Risiken, die durch Änderungen von Zins- sätzen bei variabel verzinslichen Finanzpositionen bestehen, in Marktwertrisiken, die bei festverzinslichen Finanzpositionen durch einen Marktvergleich auftreten, getauscht werden. Analog zum Vorgehen bei Währungsderivaten erfolgt die Abwick- lung der Sicherungen der Konzerngesellschaften regelmäßig über die HOCHTIEF Aktiengesellschaft. Ebenfalls bestehen analoge Regelungen und Richtlinien sowie die grundsätzliche Bindung an Grundgeschäfte (also kein spekulativer Einsatz). Vertragspartner der extern abgeschlossenen Derivate sind grundsätzlich Kreditinstitute erster Bonität. Die maximale Restlaufzeit der Zinsswaps sowohl im als auch ohne Cashflow-Hedge-Accounting beträgt zum 31. Dezem- ber 2010 54 Monate. Die Zinsfutures haben eine maximale Restlaufzeit von acht Monaten. Im Geschäftsjahr 2010 wurden Marktwertänderungen aus Zinsderivaten mit Sicherungshintergrund im Cashflow-Hedge- Accounting in Höhe von 4.853 Tsd. Euro (Vorjahr saldiert –10.743 Tsd. Euro) erfolgsneutral im Eigenkapital und –495 Tsd. Euro (Vorjahr – Tsd. Euro) aus Ineffektivitäten in der Ge- winn- und Verlustrechnung erfasst. Marktwertänderungen bei den übrigen Zinsderivaten wurden saldiert in Höhe von –1.368 Tsd. Euro (Vorjahr 15 Tsd. Euro) erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Folgende Sensitivitätsanalysen zeigen auf, welche Effekte sich aus einer Schwankung um einen Prozentpunkt des jeweiligen Marktzinsniveaus auf das Eigenkapital beziehungsweise auf das Jahresergebnis ergeben hätten. Die Analyse basiert auf dem jeweiligen Volumen zum Bilanzstichtag. In der nachfolgenden Tabelle sind die beizulegenden Zeit- werte der Zinsderivate dargestellt: (In Tsd. EUR) 31.12.2010 31.12.2009 Aktiva Zinsswaps mit Sicherungshintergrund (Cashflow-Hedge- Accounting) 1.490 245 mit Sicherungshintergrund (aber ohne Cashflow- Hedge-Accounting) 66 – Zinsfutures ohne Sicherungshinter- grund (Einsatz zur Asset- Management-Strukturie- rung) 35 58 1.591 303 Passiva Zinsswaps mit Sicherungshintergrund (Cashflow-Hedge- Accounting) 63.664 66.777 mit Sicherungshintergrund (aber ohne Cashflow- Hedge-Accounting) 1.455 – Zinsfutures ohne Sicherungshinter- grund (Einsatz zur Asset- Management-Strukturie- rung) 74 118 65.193 66.895