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Report Investor: HOCHTIEF AG - Geschäftsbericht 2010

Schutzziele, Anforderungsprofile und Bemessungs- empfehlungen erarbeitet. Neue Technik für das Facility-Management Seit Herbst 2010 nutzen die ersten 230 Servicemon- teure von HOCHTIEF Facility Management den neuen „Handyman“ als mobiles Endgerät. Dabei werden unter anderem die Wartungsaufträge direkt auf das Gerät übermittelt, dort nach Abschluss der Arbeit bestätigt und elektronisch ins Büro zurückgeschickt. Damit wird Zeit gespart, die Reaktionszeiten der Servicefachkräfte werden verbessert und die Datenqualität wird erhöht. Sukzessive werden unsere Serviceeinheiten mit dem Handyman ausgestattet. Ebene 3: projektbezogene Innovationen Virtuelle Planung setzt sich weiter durch Virtual Design and Construction (ViCon)*, auch Building Information Modeling (BIM) genannt, bildet im HOCHTIEF- Konzern immer häufiger die Basis nachhaltiger Baupla- nung. So realisierte beispielsweise unsere US-Tochter Turner bislang 300 Projekte mithilfe von BIM. Ein Bei- spiel: die Erweiterung des Flughafens von Sacramento. Mehr Sicherheit rund um Straßenbauprojekte Die australische Beteiligungsgesellschaft Leighton Contractors realisiert derzeit den Ballina Bypass zum Ausbau des Pacific Highways. Wie bei solchen Projek- ten üblich, verändern sich Verkehrsführung und -situa- tion aufgrund der fortschreitenden Bauarbeiten ständig und erfordern insbesondere von den Fahrern von Schwer- lasttransporten deshalb höchste Aufmerksamkeit. Um die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer ebenso wie die der Arbeiter auf der Baustelle zu erhöhen und Unfälle zu verhindern, setzte Leighton erstmals ein von seiner Tochtergesellschaft Visionstream entwickeltes neuarti- ges Warnsystem ein. Mit dem „Visionstream Telepath™ CB Radio Highway Alert System“ werden zu schnell fahrende Fahrzeuge per Radar identifiziert und über UHF-Radiofunk zum Beispiel auf ihre überhöhte Ge- schwindigkeit und auf die Baustelle hingewiesen. Innovatives Lichtkonzept umgesetzt Bislang galt die effektvolle und gleichzeitig energiespa- rende Beleuchtung in Oper und Theater als schwer lös- bare Aufgabe. HOCHTIEF Energy Management setzte 2010 im Staatstheater Hannover ein Beleuchtungskon- zept um, das den hohen künstlerischen Anforderungen entspricht und trotzdem deutlich Energie einspart. Dazu wurden die bisher genutzten Glühbirnen durch LEDs ausgetauscht, die wir in Kooperation mit einem Lampen- hersteller entwickelten. Außerdem optimierte HOCHTIEF die Steuerungstechnik. Die Folge: Der Energieverbrauch ging um 80 Prozent zurück. Die Künstler und Zuschauer sind von der neuen Beleuchtung begeistert. Ein starkes Kooperationsnetzwerk Bei FuE-Projekten arbeiten wir eng mit nationalen und internationalen Hochschulen, Wissenschaftlern und Ver- bänden zusammen. Mit dem HOCHTIEF-Doktoranden- programm unterstützen wir ausgewählte Mitarbeiter dabei, zu promovieren. Durch diese Schnittstelle zur Universität bauen wir die Zusammenarbeit mit den Hochschulen kontinuierlich aus. Als aktives Mitglied bei der European Construction Technology Platform leisten wir einen Beitrag, um das Niveau der europäischen Bau- wirtschaft weiterhin hochzuhalten. Darüber hinaus ge- hört HOCHTIEF dem FuE-Verbund innovativer europäi- scher Baukonzerne ENCORD an. *Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.hochtief-vicon.de. Den Prognosebericht für Forschung und Entwicklung finden Sie auf Seite 132. Präzise Informationen zur Betonüberdeckung: Mit dem Lithoscope 90 stellt HOCHTIEF ein neuartiges Messgerät zur Verfügung. (Bild links) Ausgezeichnete Baustellen- sicherheit: Für das selbst ent- wickelte Warnsystem Vision- stream Telepath™, bei dem zu schnell fahrende Lkws über Radar gewarnt werden, erhielt Leighton den National Safety Award of Excellence. Eine Mehrperiodenübersicht zum Bereich Forschung und Entwicklung weisen wir nicht aus, da die Kosten für die indi- viduellen, in HOCHTIEF-Projek- ten erbrachten Forschungsleis- tungen nicht gesondert erhoben werden. ❘ Informationen für die Aktionäre ❘ ❘ Lagebericht ❘ ❘ Konzernabschluss ❘ Geschäftsbericht 2010 59