45HÖFT & WESSEL . GESCHÄFTSBERICHT 2009 Zurück zum Inhaltsverzeichnis Die wirtschaftliche Nutzungsdauer der aktivierten Entwicklungskosten beträgt für mobile Geräte im Regelfall drei Jahre und für stationäre Automaten im Regelfall fünf Jahre. Eine kürzere oder eine längere Nutzungsdauer wird zugrunde gelegt, sofern dies in Ansehung des wirtschaftlichen und technischen Umfeldes des Entwicklungsprojektes erforderlich erscheint. Die lineare Abschreibung beginnt zum Zeitpunkt der wirt- schaftlichen Verwertung der Entwicklungsergebnisse. Abschreibungsmethoden, Nutzungsdauern sowie die Restbuchwerte werden zu jedem Bilanzstichtag über- prüft. (c) Forschung und Entwicklung Ausgaben für Forschung mit dem Ziel, wissenschaftliches oder technisches Know-how zu erwerben oder zu verfeinern, werden im Aufwand erfasst. Entwicklungs- leistungen im Zusammenhang mit einer Neuproduktent- wicklung, einer signifikanten Kostensenkung oder wesentlichen Produktverbesserung werden aktiviert. Diese Aktivierung erfolgt jedoch nur, insoweit die Kosten sicher bestimmt werden können, die Entwicklung technisch und wirtschaftlich realisierbar und die Erzielung von zukünftigen Erträgen wahrscheinlich ist, ausreichende Ressourcen vorhanden und zurechenbare Ausgaben messbar sowie die Fertigstellung und Vermarktung des Produktes beabsichtigt sind. Die aktivierten Kosten enthalten die direkten Herstellungs- kosten, die auf Basis projektbezogener Aufzeichnungen erfasst und zu Fertigungs- und Materialeinzelkosten bewertet werden, sowie die direkt zurechenbaren Gemeinkosten. Fremdkapitalkosten, die Entwicklungs- projekten als qualifizierten Vermögenswerten direkt zugeordnet werden können, werden ab dem Jahr 2009 aktiviert. (d) Werthaltigkeitsprüfung von Anlagevermögen Die Höft & Wessel AG überprüft die Werthaltigkeit immaterieller Vermögenswerte und Sachanlagen sobald Hinweise auf einen Wertminderungsbedarf bekannt werden. Die Werthaltigkeit wird durch den Vergleich des Buchwerts mit dem erzielbaren Betrag beurteilt. Der erzielbare Betrag entspricht dem höheren Wert aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Barwert des zurechenbaren Cashflow durch die fortgesetzte Nutzung des Vermögenswerts. Liegt der Buchwert über dem erzielbaren Betrag, wird der Vermögenswert um die sich ergebende Differenz außerplanmäßig abgeschrieben. Sind die Gründe für eine in Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschrei- bung entfallen, erfolgt eine Zuschreibung. (e) Nachträgliche Anschaffungskosten Nachträgliche Anschaffungskosten werden nur berück- sichtigt, wenn dadurch eine Verbesserung eintritt, durch die der zukünftige Nutzen steigt. Alle übrigen Aufwen- dungen, einschließlich Aufwendungen für selbstgeschaf- fene Firmenwerte oder Marken, werden in den Aufwen- dungen erfasst. (f) Leasingfinanziertes Anlagevermögen Leasingverträge, bei denen der Gesellschaft die wesentli- chen Chancen und Risiken zuzuordnen sind, werden als Finanzierungsleasing behandelt. Die Aktivierung der Vermögenswerte zu Beginn des jeweiligen Leasingver- hältnisses erfolgt in Höhe des Barwertes der jeweiligen Mindestleasingzahlungen. Alle übrigen Leasingverträge werden als operate Leasing behandelt. Diese Vermögenswerte werden nicht in der Bilanz erfasst. Finanzielle Vermögenswerte Finanzielle Vermögenswerte werden zum Stichtag bewertet und auf mögliche Wertminderungen hin untersucht. Eine Wertminderung liegt vor, wenn ein objektiver Nachweis besteht, dass ein oder mehrere Gründe vorliegen, die negative Auswirkungen auf zukünftige Zahlungseingänge aus dem Vermögenswert besitzen. Wird eine Forderung als voraussichtlich uneinbringlich angesehen, werden angemessene Wertberichtigungen gebildet. Vorräte Die Vorräte werden zum niedrigeren Wert aus Anschaf- fungskosten bzw. Herstellungskosten und Nettoveräuße- rungswert bewertet. Die Bewertung der Rohstoffe zu Anschaffungskosten erfolgt entsprechend IAS 2.21 vereinfachend mit den durchschnittlichen Anschaffungs- kosten ohne Finanzierungskosten. Bei unfertigen Erzeugnissen erfolgt die Bewertung zu Herstellungskosten zuzüglich zurechenbarer Fertigungsge- meinkosten. Fremdkapitalkosten bleiben unberücksichtigt. Pensionsverpflichtungen (a) Beitragsorientierter Pensionsplan Ein beitragsorientierter Pensionsplan ist eine Leistung, die nach dem Ausscheiden eines Mitarbeiters als Versorgungsbezug gezahlt wird. Über die Zahlung dieser fixen Bezüge hinaus besteht keine Verpflichtung für weitere Zahlungen. Die laufenden Bezüge werden im Personalaufwand ausgewiesen. (b) Leistungsorientierter Pensionsplan Die Verpflichtung der Gesellschaft wird für jeden Plan, separat im Wege der Kalkulation zukünftiger Leistungen, welche die Mitarbeiter erarbeitet haben, ermittelt. Für die nach versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelte Gesamtverpflichtung wird eine Rückstellung gebildet.
