Report-Investor: Homag Group AG - Geschäftsbericht 2009

HOMAG Group AG Geschäftsbericht 2009 Slowenien zurück, während sich beispielsweise Frankreich, Belgien oder Griechenland ver- gleichsweise gut hielten. Auch viele Länder Osteuropas und insbesondere Russland bekamen die Krise stark zu spüren. Die deutsche Konjunktur ist 2009 nach Angaben der Bundesregierung um 5,0 Prozent eingebrochen – leichte Erholungstendenzen zeigten sich jedoch auch hier seit der Jahres- mitte. Die schwierige Situation vieler Unternehmen zeigt sich in den um über 20 Prozent zurückgegangenen Ausrüstungsinvestitionen. Auch der Export – sonst oft Triebfeder der deutschen Wirtschaft – verringerte sich 2009 um deutliche 14,5 Prozent. Nach zuvor fünf erfolgreichen Jahren in Folge war 2009 nach Angaben des Branchenver- bandes VDMA für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau das schlechteste Jahr seit Jahrzehnten. Demnach fiel die Nachfrage so schnell und so drastisch wie noch nie seit Be- ginn der Statistik im Jahr 1958. Das Ergebnis ist ein Rückgang des Auftragseingangs um 38 Prozent, die Produktion lag um 25 Prozent unter Vorjahresniveau. Zwar ging es zum Jahresende 2009 wieder leicht bergauf, dennoch liegt das wieder erreichte Bestellniveau um 20 Prozent unter dem Durchschnitt der Jahre 2004 bis 2008. Für die HOMAG Gruppe ist innerhalb des Maschinenbaus der Markt der Holzbearbei- tungsmaschinen die relevante Branche. Diese ist gekennzeichnet durch wenige große Anbie- ter, die mit einem breiten Angebot weltweit Systemlösungen anbieten, und sehr viele kleine- re und kleine Unternehmen, die oft nur einzelne Segmente bedienen oder Spezialmaschinen herstellen. Dabei ist zu beobachten, dass der Marktanteil der großen Anbieter wächst, da immer mehr Kunden bei vollstufigen Lieferanten kaufen, die auch einen lokalen Komplett- service bieten. Die größten Mitbewerber der HOMAG Gruppe im vergleichbaren Produkt- bereich sind die beiden italienischen Konzerne Biesse Group und SCM Group. Zusammen verfügen die drei Unternehmensgruppen nach unserer Einschätzung über einen Marktanteil von über 50 Prozent. Der Bereich der Holzbearbeitungsmaschinen, der bereits ab Oktober 2008 und da- mit sehr früh von der Wirtschaftskrise getroffen wurde, entwickelte sich 2009 noch etwas schlechter als der deutsche Maschinenbau insgesamt. So verringerte sich der Auftragsein- gang gegenüber 2008 um 44 Prozent, wobei die Bestellungen aus dem Ausland um 51 Pro- zent zurückgegangen sind, während der Inlandsmarkt mit einem Minus von 15 Prozent noch recht stabil war. Im Jahresverlauf war in der zweiten Jahreshälfte, d. h. nach der Branchen- leitmesse Ligna, eine leichte Aufwärtstendenz zu erkennen und im Dezember 2009 kam es sogar zu einem deutlichen Plus gegenüber dem allerdings sehr schwachen Vorjahresmonat. 1.3 Geschäftsentwicklung Die Wirtschaftskrise und insbesondere der drastische Rückgang des Marktes der Holzbear- beitungsmaschinen, der uns im Oktober 2008 erfasst hat, hat das Geschäftsjahr 2009 der HOMAG Gruppe stark geprägt. Nach der Boom-Phase der letzten Jahre mit Rekordumsätzen und einem sehr hohen Auftragsvolumen ist die Nachfrage 2009 in vielen Regionen ein- und in manchen zeitweise sogar komplett weggebrochen. Dies betraf insbesondere unser Projekt- geschäft mit Großanlagen, da viele Kunden in der Krise entweder nicht investieren wollten oder aufgrund der rigiden Kreditvergabe der Banken nicht investieren konnten. Auch das Seriengeschäft wurde insbesondere durch hohe Lagerbestände stark beeinträchtigt. Maschinen- und Anlagenbau Auftragseingang und Umsatz

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