InformatIonenKonzernabschlusslageberIchtunternehmenundaKtIonäre 3 [ brief an die aktionäre organe bericht des aufsichtsrats corporate governance aktie das Indus-geschäftsmodell der risikostreuung durch ein diversifiziertes Portfolio hat seine Widerstandsfähigkeit gerade in Krisenzeiten bewiesen. zusätzlich hat unser bereits im herbst 2008 gestartetes Krisenmanagement dafür gesorgt, dass umsatzeinbußen abgefedert wurden und ein respektables operatives ergebnis von 54,6 mio. euro erreicht wurde. mit rund 770 mio. euro erzielten wir über 80 % der umsatzerlöse von 2008 und blieben selbst im schwierigen ersten Quartal profitabel. unsere liquidität war im ganzen Jahresverlauf mit Werten zwischen 80 und 100 mio. euro beständig hoch. hier zahlte sich unser seit Jahren konsequent betriebe- nes finanz- und liquiditäts-management aus. 2009 haben wir mit rund 107 mio. euro wieder einen operativen cashflow auf Vorjahresniveau erzielt. für unsere töchter war bei manchen Kundengesprächen in der Krise der hinweis darauf, teil der finanzstarken, liquiden Indus- gruppe zu sein, ein wichtiges argument. die Krise begann im spätsommer 2008, fand ihren tiefpunkt um die Jahreswende und setzte sich in den ersten drei monaten 2009 nahezu ungebremst fort. besonders stark getroffen wurde die automobilindustrie. die bestehenden Überkapazitäten verschärften den nachfrage- einbruch, der erst durch staatliche maßnahmen wie die abwrackprämie teilweise aufgefangen wurde. das für die Indus-töchter relevante Premium-segment profitierte davon aber kaum. erfreulich verlief dagegen die geschäftsentwicklung für Indus in der bauindustrie. die ver- mehrten öffentlichen aufträge und die stabile Position unserer töchter in ihren jeweiligen märkten führten hier sogar zu einem ergebnisanstieg. zur Jahresmitte stabilisierte sich die Konjunktur, die talsohle war durchschritten. Indus konnte im dritten Quartal wieder deutlich bei umsatz und ergebnis zulegen. dieser aufwärtstrend hielt auch im vierten Quartal an. unser erfolgreiches Krisenmanagement bestand aus einem bündel von maßnahmen: strenges Kostenmanagement, zurückstellen von Investitionen, zurückfahren unseres Working capitals und rigoroses ausschöpfen der flexibilitäten in den kapazitätsrelevanten Kostenblöcken, um die wichtigsten zu nennen. um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten beziehungsweise in eini- gen fällen zu stabilisieren, waren in einzelfällen Personalanpassungen unumgänglich. Über- geordnetes ziel in der gruppe war es, möglichst unsere stammbelegschaften zu halten, auch unter nutzung staatlicher hilfen wie der erweiterten Kurzarbeit. um für die Konjunkturerholung gerüstet zu sein, haben wir die bereiche forschung & entwicklung und Vertrieb von den Kürzungen ausgenommen.
