4 die Krise eröffnete für Indus auch chancen: nachdem wir in den letzten Jahren aufgrund des unserer ansicht nach überhöhten Preisniveaus keine Käufe getätigt hatten, sondierten wir 2009 den markt wieder verstärkt. ergebnis sind zwei akquisitionen gleich zum Jahresbeginn 2010. Indus übernahm den 25-%igen anteil an obuK und erwarb die schweizerische gesellschaft haKama ag, einen spezialzulieferer für medizinische geräte. Parallel haben wir zum Jahres- ende 2009 unsere beteiligung WfV an einen strategischen Investor veräußert. WfV hatte sich als fertiger von nieder-druckgussformen im letzten Jahr zunehmend auf spezialaufträge konzentriert und findet in der neuen Investorengruppe ein optimales strategisches umfeld mit dringend notwendigen fertigungs- und auslastungssynergien. das marktsegment medizintechnik/life science zählt zu den von Indus definierten zukunfts- segmenten, in denen wir weiter wachsen wollen. zusätzliche Wachstumsmöglichkeiten sehen wir in den bereichen umwelttechnik, Infrastruktur und energie. um diese Perspektiven deutlich herauszustellen, haben wir für das geschäftsjahr 2010 unsere segmente neu geordnet. diese angepasste aufstellung unterstreichen wir auch mit einem neu gestalteten geschäftsbericht. der diesjährigen hauptversammlung am 1. Juli schlagen Vorstand und aufsichtsrat eine divi- dende in höhe von 0,50 euro pro aktie vor. Wir tragen damit der krisenbedingten rückläufigen ertragssituation rechnung und wollen gleichzeitig unser Vertrauen in die zukunft ausdrücken. In naher zukunft wollen wir die ausschüttung so bald wie möglich wieder anheben, denn an der börse gelten Indus-aktien zu recht als dividendenwert. für das kommende Jahr sind wir verhalten optimistisch, da das geschäftsvolumen spürbar steigt und wir bei verstetigtem Wachstum von unserer verbesserten Kostenstruktur überproportional profitieren werden. damit sollten die gewinne stärker anziehen als die umsätze. bereits im vierten Quartal 2009 zeichnete sich ab, dass Indus die Krise weitestgehend überstanden hat und der Verlauf des ersten Quartals 2010 bestätigt diese vorsichtig positive grundeinstellung. Wir glauben allerdings nicht an einen kräftigen anstieg, sondern gehen von einer schrittweisen erholung aus, durchaus mit dem einen oder anderen rückschlag.
