Report-Investor: InVision Software AG - Geschäftsbericht 2009

Konzernlagebericht 34 Der folgende Lagebericht enthält Informationen über die InVision Software AG, Ratingen (im Folgenden auch „AG“, „InVision AG“ oder „Gesellschaft“ genannt) sowie ihre konsoli- dierten Tochtergesellschaften (zusammen mit der Gesellschaft im Folgenden auch „InVision“, „InVision-Gruppe“, „InVision- Konzern“ oder „Konzern“ genannt). Die InVision Software AG nimmt als Muttergesellschaft des Konzerns konzernleitende Funktionen wahr und ist gleichzeitig wesentlicher Bestandteil der InVision-Gruppe. Die Ausführungen beziehen sich grundsätz- lich auf den Konzern, sofern nicht ausdrücklich auf die Gesellschaft verwiesen wird. 1. Überblick Das Geschäftsjahr 2009 stand für die InVision-Gruppe haupt- sächlich im Zeichen der Stabilisierung der Umsätze und nachhal- tigen Rückkehr zur Profitabilität. Dabei lagen die Schwerpunkte der durchgeführten Maßnahmen in der Verringerung der Kosten- basis, dem Ausbau der internen betriebswirtschaftlichen Kontroll- und Steuerungsfunktionen sowie der Steigerung der Vertriebseffektivität. Durch mehrere Programme zur Reduzierung des Personal- aufwands und sonstigen betrieblichen Aufwands konnte die Kostenbasis für das Geschäftsjahr 2010 um ca. 5 Mio. Euro auf ca. 15 Mio. Euro gesenkt werden. Trotz der erheblichen Kosten- senkung wurden spürbare Einschnitte in der betrieblichen Leistungserbringung vermieden. Im Laufe des Jahres 2009 wurde zur Verbesserung der internen Kontroll- und Steuerungsfähigkeit ein neues konzernweites ERP- System eingeführt und zum Jahresanfang 2010 in Betrieb genommen. Damit können Ineffizienzen und Fehlentwicklungen schneller als bisher aufgedeckt und korrigiert werden. Durch die anhaltende weltweite Rezession war 2009 die Investitionsbereitschaft vieler Kunden eingeschränkt. Der Ver- trieb wurde daher primär auf die Bereiche konzentriert, in denen die Realisierungspotenziale am höchsten sind. Dabei haben sich bereits die ersten sichtbaren Erfolge eingestellt. Der Lizenz- umsatz konnte um 39 Prozent, der Umsatz außerhalb der DACH- Region um 41 Prozent und der Umsatz mit Kunden aus der Call-Center-Branche um 13 Prozent gesteigert werden. Diese Steigerungsraten liegen z.T. erheblich über den entsprechenden Wachstumsraten der nationalen und internationalen Wettbe- werber. Der Umsatz blieb insgesamt auf dem Vorjahresniveau. Das Konzernergebnis weist einen Verlust in Höhe von -4,7 Mio. Euro aus und konnte damit gegenüber dem Vorjahr verbessert wer- den. Aufgrund der stark gesunkenen Kostenbasis und des posi- tiven Umsatzausblicks rechnet InVision für 2010 mit einem posi- tiven Vorsteuerergebnis. InVision ist im internationalen Wettbewerbsumfeld gut positio- niert, verfügt über eine solide Eigenkapitalausstattung und ver- folgt weiterhin eine langfristige Wachstumsstrategie. Dabei ist die Profitabilität ein wichtiger Faktor dafür, dass im aktuellen wirtschaftlichen Umfeld die bestehenden Wachstumschancen besser genutzt und die Wettbewerbsposition weiter ausgebaut werden kann. 2. Das Unternehmen Geschäftstätigkeit Die InVision-Gruppe entwickelt und vertreibt seit ihrer Gründung im Jahr 1995 Software im Bereich Workforce Management und erbringt damit zusammenhängende Dienstleistungen wie Beratung und Implementierung. Unter Workforce Management versteht man die Optimierung des Personaleinsatzes im weiteren Sinne. Workforce Manage- ment besteht aus den Elementen Bedarfsprognose, Einsatz- planung und -optimierung, der Zeitwirtschaft sowie der Analyse und Steuerung des Mitarbeitereinsatzes. Der Personaleinsatz- planung und insbesondere der Personaleinsatzoptimierung lie- gen komplexe Rechenmodelle zu Grunde, bei denen eine Viel- zahl unterschiedlicher Faktoren eine Rolle spielt. Der Personal- einsatz muss möglichst optimal auf den Bedarf des jeweiligen Unternehmens abgestimmt sein, um unnötige Kosten durch den Einsatz nicht benötigten Personals zu vermeiden oder zu gewährleisten, dass in Spitzenzeiten eine Personalunterdeckung vermieden wird. Je mehr Personal geplant werden muss und je mehr Faktoren im Rahmen der Personaleinsatzplanung berück- sichtigt werden sollen, desto komplexer werden die erforderli- chen Berechnungen. Ein optimaler Personaleinsatz erfordert daher den Einsatz anspruchsvoller softwarebasierter System- lösungen. Die Lösungen von InVision umfassen alle Elemente des Workforce Managements und sind nicht auf bestimmte Einsatz- gebiete oder Branchen beschränkt. Die Software kann vielmehr in allen Unternehmensbereichen eingesetzt werden, wo Personaleinsatzplanung und Personaleinsatzoptimierung erfor- Finanzinformationen

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