Report-Investor: InVision Software AG - Geschäftsbericht 2009

35 derlich sind, soweit die jeweiligen Rahmenbedingungen für den Einsatz der Software geeignet sind. Dies bedeutet, dass zum Beispiel in einem Handelsunternehmen nicht nur der Mit- arbeitereinsatz in den einzelnen Filialen geplant und optimiert werden kann, sondern auch der Einsatz der Mitarbeiter des unternehmenseigenen Call Centers gesteuert werden kann. Dabei verfügt InVision über eine besondere Kernkompetenz bei der Entwicklung softwaregestützter Lösungen hochkomplexer und damit technisch anspruchsvoller Optimierungsprobleme. Ziel des Einsatzes von Workforce-Management-Systemen ist die Steigerung der Effizienz des Mitarbeitereinsatzes aufgrund einer konsequenten Orientierung des Personaleinsatzes am tatsächli- chen Bedarf und damit eine Reduzierung der Personalkosten sowie eine Verbesserung der Produktivität. Durch die Möglichkeit, die Mitarbeiter bzw. deren Präferenzen (z. B. indivi- duelle Arbeitszeitwünsche) in die Planungsprozesse aktiv einzu- beziehen, kann eine bessere Balance zwischen Arbeit und Freizeit erreicht werden. Durch die bedarfsgerechte Einplanung der Mitarbeiter lassen sich unnötige Überlastungen des einge- setzten Personals ebenso vermeiden wie Leerläufe. Schließlich lässt sich durch die gleichmäßige Verteilung der Arbeitseinsätze zu weniger beliebten Arbeitszeiten oder an weniger beliebten Arbeitsorten eine faire Personaleinteilung erreichen. Diese Vorteile tragen dazu bei, die Arbeitszufriedenheit der Mit- arbeiter insgesamt zu steigern, so dass sich die Personal- fluktuation und die mit der Rekrutierung neuen Personals ver- bundenen Kosten reduzieren lassen. Die mit der Personalein- satzplanung üblicherweise verbundenen Planungskosten lassen sich außerdem durch die Vereinheitlichung der entsprechenden Prozesse sowie die weitgehende Eliminierung von Papier und fehlerträchtigen manuellen Korrekturen der Personaleinsatz- planung verringern. Dies führt in der Regel zu einer Amortisation der Software innerhalb von sechs bis zwölf Monaten. Strategie InVision hat sich zum Ziel gesetzt, auf dem Markt für Workforce- Management-Software eine international führende Stellung einzunehmen und maßgebliche Standards im Bereich des Workforce Managements zu setzen. Hierzu konzentriert sich die InVision-Gruppe auf Lösungen zum Workforce Management mit klarem Fokus auf der softwaregestützten Lösung hochkomplexer Optimierungsprobleme im Bereich der Personaleinsatzplanung, ohne dabei auf bestimmte Branchen oder Einsatzbereiche inner- halb eines Unternehmens beschränkt zu sein. Eckpunkte ihrer Strategie sind aus Sicht des Vertriebs die nachhaltige Durchdringung internationaler Märkte, die sukzessive Diversifizierung der Zielbranchen und Einsatzgebiete für die ent- wickelten Workforce-Management-Lösungen sowie in techni- scher Hinsicht die kontinuierliche Weiterentwicklung der Produktpalette, um die starke technologische Position zu behaupten und auszubauen. Außerdem betrachtet InVision gezielte Unternehmenskäufe und Beteiligungserwerbe für geeignete Mittel, die Umsetzung der Strategie zu unterstützen. Internationalisierung Die InVision-Gruppe hat die Internationalisierung ihrer Geschäftstätigkeit nach der Gründung der ersten Tochter- gesellschaft im Jahr 1999 und der Aufnahme von Vertriebs- partnerschaften im Ausland mit der Gründung weiterer Auslandstochtergesellschaften sukzessive fortgeführt. Mit eige- nen Vertriebs- und Servicegesellschaften ist InVision mittlerwei- le neben dem Stammsitz in Deutschland in Frankreich, Italien, Spanien, Schweden, Großbritannien, Estland, Österreich, Schweiz, Niederlanden, USA und Südafrika vertreten. In den vergangenen Jahren stand für InVision der Aufbau lokaler Ver- triebs- und Beratungsteams, die Gewinnung lokaler Erfahrung sowie die erfolgreiche Akquisition lokaler Referenzkunden im Vordergrund. Inzwischen wird zum Ausbau der Geschäfts- tätigkeit die weitere Durchdringung der lokalen Märkte mit Nachdruck betrieben. InVision hat ihre Vertriebsaktivitäten seit 2004 auf die Akquisition paneuropäischer bzw. internationaler Großkunden ausgerichtet, um ihre Position als international täti- ger Anbieter verstärkt ausnutzen zu können. Hierbei kommt der InVision-Gruppe zu Gute, dass die Software in der Lage ist, län- derübergreifend komplexe kulturelle und rechtliche Rahmen- bedingungen innerhalb der Personaleinsatzoptimierung zu berücksichtigen. Auf diese Weise ist ein internationaler Einsatz der Software möglich, ohne dass zunächst komplexe Anpassungen der Software an die jeweils lokalen Erfordernisse notwendig sind. Branchendiversifizierung Der erfolgreiche Einsatz von Workforce-Management-Lösungen und insbesondere der Einsatz softwaregestützter Lösungen für die hochkomplexe Personaleinsatzoptimierung ist grundsätzlich nicht auf bestimmte Branchen bzw. Unternehmen beschränkt, soweit der Einsatz einer größeren Anzahl von Mitarbeitern geplant werden soll. Allerdings ist die Nachfrage nach Workforce-Management-Lösungen stark davon abhängig, ob die (rechtlichen) Rahmenbedingungen in der jeweiligen Branche bzw. im jeweiligen Einsatzgebiet den Einsatz von Workforce- Management-Lösungen begünstigen. Zu den Faktoren, die den Einsatz von Workforce-Management-Lösungen begünstigen, gehören u. a. die rechtliche und tatsächliche Möglichkeit des Finanzinformationen

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