Report-Investor: InVision Software AG - Geschäftsbericht 2009

Die Vorstandsvergütung richtet sich nach branchenüblichen Standards und besteht aus einem festen Grundgehalt, welches sich bei Erreichen einer vertraglich näher bestimmten Umsatzschwelle erhöht. Zusätzlich haben die Mitglieder des Vorstands Anspruch auf die Nutzung eines durch die Gesellschaft geleasten Dienstwagens. Darüber hinaus erhalten die Vorstandsmitglieder einen Zuschuss zu ihren Kranken- und Pflegeversicherungskosten. 6. Risikobericht Grundzüge des Risikomanagementsystems und des rech- nungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems Für den InVision-Konzern ist ein ganzheitliches Risikomana- gement wesentlicher Bestandteil der Unternehmensstrategie. Ein unternehmensweites Überwachungssystem sorgt für die systematische Identifikation sowie die Bewertung von Risiken hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit sowie der möglichen quantitativen Auswirkungen auf den Unternehmenswert. Mit dem Risikomanagement sollen vor allem bestandsgefähr- dende Risiken frühzeitig erkannt werden, um effektive Gegen- maßnahmen zur Abwendung der Risiken einleiten zu können. Darüber hinaus sollten die möglichen negativen Auswirkungen aller Risiken auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bei weitgehender Wahrung der korrespondierenden Chancen mini- miert werden. Zu den möglichen Gegenmaßnahmen gehören beispielhaft das Unterlassen von risikobehafteten Aktivitäten, die Verminderung einzelner Risikopotenziale durch Nutzung von weniger risikobe- hafteten Handlungsalternativen, die Diversifikation und Limitierung von einzelnen Risiken sowie die Übertragung von Risiken auf Vertragspartner oder Versicherungen. Das Risikomanagement wird durch den Vorstand gepflegt. Eine grundsätzliche Überprüfung aller Risiken findet einmal jährlich statt. Es bestehen einheitliche Regelungen zur Rechnungs- legung in den Unternehmen des Konzerns, deren Einhaltung fort- laufend kontrolliert wird. Dabei wird auch die Konformität der Abschlüsse mit den jeweils geltenden Regelwerken gewährleis- tet. Bei wesentlichen Änderungen und neu auftretenden Risiken erfolgt eine interne Ad-Hoc-Berichterstattung. Alle risikorele- vanten Themen sowie die aktuelle wirtschaftliche Situation im Vergleich zur Geschäftsplanung werden in regelmäßig stattfin- denden Review-Meetings besprochen. Sofern notwendig wer- den dabei einzelne Fachbereiche mit dem jeweiligen Abteilungs- leiter oder externe Spezialisten hinzugezogen. Das Risikomanagement wird in einer konzernweiten Risiko- management-Richtlinie beschrieben und festgelegt und jährlich im Rahmen der Jahresabschlussprüfung hinsichtlich Eignung und Funktionalität geprüft. Wesentliche Risiken der Geschäftstätigkeit Risiken für die geschäftliche Entwicklung der InVision-Gruppe ergeben sich aus den häufig langwierigen Verkaufsprozessen, die den Vertragsabschlüssen der Gesellschaft vorangehen und mit einem hohen personellen und zeitlichen Aufwand verbunden sowie für die potenziellen Kunden unverbindlich und meist voll- ständig kostenlos sind. Die in diesen Verkaufsprozessen gebun- denen Ressourcen stehen für anderweitige Verkaufsbe- mühungen nicht zur Verfügung. Wettbewerber können möglicherweise Vorteile daraus ziehen und Kundenaufträge zu Lasten der InVision-Gruppe akquirieren. Das Jahresergebnis der InVision-Gruppe hängt regelmäßig von einer geringen Anzahl von Projekten ab, die in dem jeweiligen Geschäftsjahr durchgeführt werden können. Es kann daher zu erheblichen Ergebnisschwankungen kommen. Ergebnis- schwankungen können sich insbesondere auch von Berichtsperiode zu Berichtsperiode ergeben, etwa infolge von Verzögerungen bei der Umsetzung von Projekten. Neben diesen Ergebnisschwankungen liegt der Schwerpunkt der Umsatzerlöse üblicherweise in den letzten Monaten des Geschäftsjahres. Die Finanzangaben der InVision-Gruppe in den Jahres- und Zwischenberichten sind wegen des zyklischen Geschäfts- verlaufs von eingeschränkter Aussagekraft. Der wirtschaftliche Erfolg von InVision ist vor allem von dem Abschluss neuer Lizenzverträge oder der Erweiterung bestehen- der Lizenzverträge mit Bestands- oder Neukunden abhängig. Eine unzureichende Zahl abgeschlossener Lizenzverträge kann nicht durch Erträge aus der Softwarewartung oder aus Dienst- leistungen kompensiert werden. InVision ist nur bedingt in der Lage, ihre Kosten einer fehlenden Nachfrage kurzfristig anzu- passen. InVision ist auf gut eingespielte und geschulte Teams von Vertriebsmitarbeitern und hoch qualifizierte Mitarbeiter aus dem Bereich Professional Services angewiesen, der den Vertrieb bei seinen Verkaufsbemühungen in technischen Fragen in erhebli- chem Maß unterstützt. Der Erfolg von InVision wird auch in 43Finanzinformationen

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