Report-Investor: ItN Nanovation AG - Geschäftsbericht 2009

28 Markt und Wettbewerb Verstärkter Wettbewerbsdruck könnte zu sinkenden Absatzpreisen und/oder dem Verlust von Marktanteilen führen. ItN Nanovation muss trotz des Technologievorsprungs und der der- zeitigen Alleinstellungsmerkmale bei der überwiegenden Zahl der Produkte mit verstärktem Wettbewerbsdruck rechnen. Der Wettbe- werbsdruck könnte zu sinkenden Absatzpreisen führen oder zur Folge haben, dass angestrebte Marktanteile nicht erreicht werden können. Bei den Wettbewerbern gibt es im Bereich für keramische Beschich- tungen Chemieunternehmen und im Wasserfiltrationsbereich/MBR- Technologie, Hersteller von Polymerfiltern, die, gemessen an ihrem Gesamtumsatz, größer sind als ItN Nanovation und über größere finanzielle Ressourcen verfügen. Zudem könnten Wettbewerber durch große finanzstarke Unternehmen aufgekauft werden oder neue Wettbewerber können in den Markt eintreten. Der dadurch verur- sachte oder verstärkte Wettbewerbsdruck kann zu sinkenden Absatz- preisen, Margendruck und/oder dem Verlust von in der Unterneh- menszielsetzung eingeplanten Marktanteilen führen. ItN Nanovation begegnet diesem Risiko aktiv, indem sie nicht un- erhebliche Investitionen im Bereich Forschung und Entwicklung so- wie in den vorgelagerten Bereichen Marktbeobachtung, strategische Geschäftsentwicklung sowie Technologieprüfung tätigt. ItN hat ihre Produktlinie Nanocat an den langjährigen und bisher al- leinigen Großabnehmer BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH (BSH) veräußert. Damit konzentriert sich das Unternehmen künftig auf die Produktbereiche Nanocomp und CFM Systems. Dadurch hängt der Gesamtvertriebserfolg der Gesellschaft in 2010 sehr von den Umsätzen, die im Bereich der keramischen Flachfiltermembran- Systeme, CFM Systems, erzielt werden, ab. Finanzielle Entwicklung Die Planungen der ItN beruhen auf der Annahme und der Überzeu- gung, dass der mittlerweile erfolgreich erfolgte Markteintritt der Pro- dukte Nanocomp Metcast und CFM Systems weiter greift und bei beiden Produkten in 2010 zu deutlich steigenden Umsätzen führt. Es kann nicht garantiert werden, dass der Markt entsprechend schnell die hoch innovativen Eigenschaften der Produkte durch Abnahmen bestätigt. Die Umsätze können sich daher auch langsamer als erwartet entwickeln, was eine Verschiebung und Minderung der Ertragsprog- nosen für die Jahre 2010 und 2011 zur Folge haben würde. Negative Auswirkungen auf die Ertragsplanungen können sich auch aus den im Bericht dargelegten typischen Risiken ergeben. Obwohl wir An- lagebaurisiken weitgehend auf Partner verlagern wollen, kommen im Bereich CFM Systems in den Fällen, in denen wir komplette MBBR- Anlagen (Moving-Bed-Bio-Reaktoren) verkaufen, künftig grundsätz- lich typische Anlagenbaurisiken wie Kundenreklamationen, verzö- gerte Zahlung oder verzögerte Inbetriebnahme hinzu. Die Unternehmensplanung für die Jahre 2010 und 2011 sieht durch die bereits in 2009 erfolgten erheblichen Kostenreduktionen im Be- reich der Personalkosten und der sonstigen betrieblichen Aufwen- dungen sowie durch die erwartete Umsatzsteigerung und die damit einhergehende Ergebnisverbesserung für den gesamten Planungszeit- raum einen positiven Bestand an liquiden Mitteln sowie ein posi- tives Eigenkapital vor. Vor dem Hintergrund eines strikten Kosten- managements sowie der Unternehmensplanung zugrunde liegenden Umsatzerwartung sowie externer Finanzierungsschritte geht der Vor- stand von einer positiven Fortbestehensprognose für das Unterneh- men aus. Trotz mittlerweile gestiegener zur Verfügung stehender Liquiditäts- reserven der Gesellschaft haben jedoch grundsätzlich bestehende Risiken bezüglich der in der Unternehmensplanung für die Jahre 2010 und 2011 getroffenen Annahmen zu Umsatz, Kosten und Kapi- talmaßnahmen bei maßgeblichen Abweichungen nach wie vor einen bestandsgefährdenden Charakter. Mögliche Verschiebungen auf der Umsatzseite können, sofern keine Gegenfinanzierung durch weitere Kostensenkungen oder zusätzliche Finanzmittel möglich ist, nur in Höhe begrenzter finanzieller Reserven aufgefangen werden. Gleiches gilt für das Risiko, dass die im Rahmen des angestrebten Umbaus der Gesellschaft zu einer Technologieholding vorgesehenen Gemein- schaftsunternehmen mit regionalen Partnern sowie eigene Tochter- unternehmen für Produktion und Vertrieb von CFM Produkten nicht in vollem Umfang umgesetzt werden können oder verspätet ItN Nanovation AG | Geschäftsbericht 2009 Bericht zur Lage des Unternehmens

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