Report-Investor: IVG Immobilien AG - Geschäftsbericht 2009

127A k t i o n ä r e . U n t e r n e h m e n . F i n A n z e n . i n F o r m A t i o n e n (c) Liquiditätsrisiko Konzernweite Finanzplanungsinstrumente sichern die frühzeitige Erken- nung der komplexen Liquiditätssituation, wie sie sich aus der Umsetzung des Konzernstrategie- und -planungsprozesses darstellen. Neben der Finanzplanung mit einem mehrjährigen Planungshorizont betreibt der Konzern eine monatlich rollierende Liquiditätsplanung für einen Planungs- zeitraum von zwölf Monaten. Die 12-Monats-Liquiditätsübersicht wird auf Basis von Ist-Daten zeitnah aktualisiert. In den Planungssystemen ist der gesamte Konsolidierungskreis abgebildet. Das vorsichtige Liquiditätsmanagement schließt eine ausreichende Reser- ve an flüssigen Mitteln ein (31.12.2009: 260,2 Mio. Euro, 31.12.2008: 44,2 Mio. Euro). Zum 31.12.2009 verfügt der IVG-Konzern zudem über nicht ausgeschöpf- te Kreditzusagen von 0,44 Mrd. Euro (2008: 0,86 Mrd. Euro), welche komplett projektbezogen sind (2008: 0,71 Mrd. Euro). Weiterhin bestehen 0,40 Mrd. Euro (2008: 0,53 Mrd. Euro) freier Spielraum im CP-Programm. Das belgische CP-Programm wurde im Jahr 2009 eingestellt. Der freie Rahmen im CP-Programm kann aufgrund des nicht mehr funktionie- renden CP-Marktes faktisch nicht mehr gezogen werden. Aufgrund der Dynamik des Geschäftsumfelds, in dem der Konzern operiert, ist es Ziel der IVG Immobilien AG, die notwendige Flexibilität in der Finanzierung angemessen vorzuhalten. (d) zinsrisiko Zinsänderungsrisiken treten durch marktbedingte Schwankungen der Zinssätze und Margenänderungen bei der Neuaufnahme und Prolongation von Krediten auf. Zinsänderungen wirken sich zum einen auf die Höhe der künftigen Zinsaufwendungen in der IVG Gruppe aus. Zum anderen beeinflussen sie den Marktwert von Finanzinstrumenten. Zinsänderungen können sich bei den derivativen Finanzinstrumenten der IVG im Falle von nicht in Hedge Accounting Beziehungen designierten Derivaten in Höhe der Änderung des Fair Value auf das Finanzergebnis auswirken, während die Fair Value Veränderungen von Derivaten in Hedge Accounting Beziehungen Auswirkungen auf die Sicherungsrücklage im Eigenkapital und den Fair Value dieser Derivate haben. Wenn das Marktzinsniveau zum 31.12.2009 um 0,25 % höher (niedriger) gewesen wäre, wäre das Finanzergebnis um -1,6 Mio. Euro (+1,6 Mio. Euro) niedriger (höher) gewesen (2008: +1,4 Mio. Euro / -1,5 Mio. Euro), wovon +2,5 Mio. Euro (-2,5 Mio. Euro) aus Derivaten resultieren würden (2008: +6,6 Mio. Euro (-6,7 Mio. Euro). Der Effekt auf die Sicherungs- rücklage im Eigenkapital wäre +14,6 Mio. Euro (-14,7 Mio. Euro) zum 31.12.2009 bzw. +15,4 Mio. Euro (-15,5 Mio. Euro) zum 31.12.2008. 12.1.2 Zusatzangaben zu Finanzinstrumenten Die Finanzinstrumente lassen sich in originäre und derivative Finanzin- strumente untergliedern. Die originären Finanzinstrumente umfassen auf der Aktivseite im Wesentlichen die übrigen Finanzanlagen, die For- derungen, die kurzfristigen Wertpapiere und die flüssigen Mittel. Die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte sind mit dem bei- zulegenden Zeitwert angesetzt, sofern dieser verlässlich bestimmbar ist. Die übrigen finanziellen Vermögenswerte werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Auf der Passivseite enthalten die origi- nären Finanzinstrumente im Wesentlichen die zu fortgeführten Anschaf- fungskosten bewerteten Verbindlichkeiten. Der Bestand an originären Finanzinstrumenten wird in der Bilanz ausgewiesen, die Höhe der finanzi- ellen Vermögenswerte entspricht dem maximalen Ausfallrisiko. Soweit bei den finanziellen Vermögenswerten Ausfallrisiken erkennbar sind, werden diese Risiken durch Wertberichtigungen erfasst. Die beizule- genden Zeitwerte werden grundsätzlich mit anerkannten Bewertungsme- thoden ermittelt. Zur Bewertung von Derivaten siehe Abschnitt 7.4. Zu den Wertberichtigungen auf Finanzanlagen siehe Abschnitt 9.4. Die Wertberichtigungen auf Forderungen und sonstige Vermögenswerte haben sich wie folgt entwickelt: in Mio. € 2009 2008 Stand 01.01. 18,8 29,1 Zuführung 4,0 5,8 Auflösung -2,7 -13,8 Inanspruchnahme -3,5 -2,3 Stand 31.12. 16,6 18,8

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