47A k t i o n ä r e . U n t e r n e h m e n . F i n A n z e n . i n F o r m A t i o n e n Die Geschäftsbereiche unterstützen die Ziele wie folgt: iVG investment – real estate Im Rahmen der Investment-Aktivitäten wird die Portfoliostruktur konse- quent der Strategie und den Marktbedingungen angepasst. Ausgewähl- te Immobilien werden veräußert, um die Innenfinanzierung zu erhöhen. Zudem werden gezielt nicht strategiekonforme Immobilien sukzessive veräußert. Die Intensivierung der Asset Management-Aktivitäten, insbe- sondere Mieterbindung und Neuvermietung, steht im Mittelpunkt. Weite- rer Schwerpunkt ist die Senkung der laufenden Kosten zwecks Steige- rung der operativen Performance. iVG investment – Development Im Fokus der Development-Aktivitäten stehen 2010 weiterhin eine nach- haltige Erhöhung der Vorvermietungsquote, eine gezielte Weiterentwick- lung der zum Verkauf anstehenden Projekte sowie Projektverkäufe. Durch konsequente Abarbeitung der Projektpipeline können Risiken weiter reduziert, die Liquiditätsposition von IVG weiter gestärkt und die Verschul- dungsposition weiter optimiert werden. Es werden keine Neuakquisi- tionen durchgeführt. Frei werdende Ressourcen sollen zukünftig zur Wertoptimierung der von IVG gehaltenen oder gemanagten Objekte genutzt werden. iVG investment – Caverns IVG Caverns wird im Jahr 2010 seine Position als Anbieter von Öl- und Gasspeichern in Deutschland weiter stärken. Operativ konzentriert sich der Bereich auf den Ausbau des Kavernenfeldes in Etzel bei Wilhelms- haven sowie die Vermietung weiterer Kavernen. Das Kavernenfeld wird von heute 41 Kavernen bis zum Jahr 2022 auf insgesamt mindestens 130 Kavernen erweitert. Für IVG als Co-Investor im Kavernenfonds, Entwickler und Betreiber hat das Kavernengeschäft weiterhin strate- gische Bedeutung. iVG Funds – institutional Funds Zentrales Ziel des Institutional Funds-Bereichs für 2010 ist es, die Markt- position zu stabilisieren bzw. weiter auszubauen. In diesem Zusammen- hang sollen über die Auflage neuer, innovativer Fonds, die den veränder- ten Marktbedingungen Rechnung tragen, die Assets under Management gesteigert werden. In 2009 wurde unter den institutionellen Kunden eine Befragung zur Zufriedenheit bezüglich der Qualität der durch IVG Institu- tional Funds erbrachten Leistungen durchgeführt. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse helfen konkrete Verbesserungsmaßnahmen zu definieren, die in 2010 umgesetzt werden sollen. Auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten soll durch professionelles Fondsmanagement mit der Unterstützung durch das Asset Management vor Ort ein Höchstmaß an Kundenbindung und -zufriedenheit erzielt werden. iVG Funds – Private Funds Der Private Funds-Bereich strebt für das Jahr 2010 an, seine Markt- position bei privaten Anlegern mindestens zu halten. Hierzu soll das Produktangebot – den Bedürfnissen der Investoren nach sicherheits- orientierten Anlagen entsprechend – ausgebaut werden. Wie auch im Institutional Funds-Bereich soll durch professionelles Fondsmanagement mit der Unterstützung durch das Asset Management vor Ort ein Höchst- maß an Kundenbindung und -zufriedenheit sichergestellt werden. Mitarbeiter- und Nachhaltigkeitsorientierung als nichtfinanzielle Ziele IVG ist bestrebt, den Mitarbeiten ein attraktives Arbeitsumfeld und die Möglichkeit der gezielten Weiterbildung zu bieten. In diesem Zusammen- hang wurden im vergangenen Jahr wesentliche Instrumente der strate- gischen Personalentwicklung neu bzw. deutlich verbessert aufgesetzt. Soziales Engagement und Nachhaltigkeit sind für IVG von hoher Bedeu- tung. Im Rahmen der IVG-Stiftung und darüber hinaus übernimmt IVG soziale Verantwortung und fördert Projekte in den Bereichen Wissen- schaft, Bildung, Kultur und Soziales. Auch das Thema Nachhaltigkeit spielt eine immer größere Rolle bei IVG. Mit dem neuen Fonds „IVG Premium Green Fonds“ investiert IVG gemein- sam mit institutionellen Co-Investoren in nachhaltige Immobilien in Deutschland. Ausgestattet mit nach dem „LEED“-Standard zertifizierten Büroimmobilien in den Ballungsräumen Berlin, Köln/Bonn, Frankfurt a. M. und München soll der steigenden Nachfrage nach nachhaltigen Invest- ments Rechnung getragen werden. Auch in Zukunft wird sich IVG strate- gisch dem Thema Nachhaltigkeit verstärkt widmen. Vorsprung durch Immobilienmarkt-Research als Schwerpunkt für eigene Forschung und Entwicklung Immobilienmarkt-Research liefert die Grundlagen für fundierte Investi- tionsentscheidungen. Grundlage sind spezifische ökonometrische Modelle, die mit aktuellen Projektionen zu Wirtschaftswachstum und Neubautätigkeit verknüpft werden und so eigenständige Prognosen für IVG-relevante Immobilienmärkte ermöglichen. 2.3 Unternehmenssteuerung Zentrale Voraussetzungen für eine erfolgreiche Unternehmenssteuerung sind eine klare strategische Ausrichtung sowie die Führung des Konzerns über für die Abbildung der Strategie geeignete und eindeutig definierte Messgrößen. IVG trifft seine betriebswirtschaftlichen Entscheidungen auf Basis von Rentabilitätsrechnungen unter Berücksichtigung von Auswir- kungen auf Gewinn- und Verlustrechnung und Liquidität bzw. Cash Flow. Die Zielerreichung wird regelmäßig über Prognosen und Quartalsgesprä- che vom Vorstand und den Leitern der Geschäfts- und Zentralbereiche mit Blick auf die Umfeldentwicklungen überprüft. Die Steuerung der Geschäftsbereiche wurde unter Berücksichtigung der veränderten Markt- situation überarbeitet. Vor dem Hintergrund der starken exogenen Ein- flüsse auf die Marktwerte der Immobilien erfolgt die Steuerung verstärkt auf der Basis des Cash Flows. Die Steuerung nimmt damit die Beiträge der Geschäftsbereiche zum operativen Cash Flow des Unternehmens
